Phänologie

phänologische Jahreszeiten – Winter

Der phänologische Winter ist schnell beschrieben.

Anfang November setzt der Laubfall der späten Apfelsorten ein. Um den 3. November folgt der Blattfall der Stieleiche. Wenn dann um den 6. November die europäische Lärche ihre Nadeln abwirft, haben wir das sichtbare Ende eines phänologhischen Jahres gesehen.

Nun ruht die Natur, gerne auch unter Schnee und / oder Eis.
Das Ende des phänolgischen Winters wird gekennzeichnet, durch die ersten Zeichen des Vorfrühling. Und damit beginnt der phänolgische Kalender wieder von vorn.

phänologische Jahreszeiten – Spätherbst

Wenn Blätter fallen, ist der Spätherbst da. Die letzte Jahreszeit vor dem Winter.

Im Garten ist nun nichts großartiges mehr zu tun. Aufräum- und Reperaturarbeiten können jetzt bei schönem Wetter und gutem Gewissen erledigt werden.

Als phänologische Zeichen dieser Jahreszeit gelten:

phänologische Jahreszeiten – Vollherbst

Wenn die ersten Früchte der Stiel-Eiche gereift sind, ist der Vollherbst da. Dies geschieht durchschnittlich um den 20. September herrum.

Im Garten wird es noch ruhiger. Jetzt kommen nur noch die allerletzten Knollen- und Zwiebelpflanzen in den Boden, damit es im nächsten Jahr blüht und noch kann man neue Rasenflächen anlegen, wenn man möchte.

Dafür gibt es eine Reihe phänologischer Zeichen dieser Jahreszeit:

phänologische Jahreszeiten – Frühherbst

Der herbstliche Teil des Jahres, wird durch die phänologischen Zeichen des Frühherbstes eingeleitet.Im Garten ist noch etwas zu erledigen.Die Arbeiten des Spätsommers werden forgeführt und für dieses Jahr zum Abschluss gebracht:Obstbäume & Hecken schneidenZwiebel- und Knollenpflanzen setzenAußerdem kann man zu dieser Jahreszeit neu geplante Rasenflächen anlegen.Die phänologischen Zeichen dieserJahreszeit sind wieder vorwiegend durch erreichen von Reife verschiedener Früchte geprägt:Um den 21. August herrum erreichen die ersten Früchte der Kornellkirsche ihre Reife.Gefolgt vom Holunder um den 25. August.Zu diesem Zeitpunkt wird auch der Winterraps in der Landwirtschaft bestellt.Am Ende des Monats August finden sich die ersten reifen Früchte der Hundsrose (Hagebutten) und des zweigriffligen Weißdorns.Außerdem sind frühe Birnensorten ab jetzt pflückreif.Anfang September erreicht Mais die sogenannte Teigreife.Um den 6. September geht die Saat des Winterrapses auf.Um die Monatsmitte herrum erreicht der Mais seine Gelbreife, die Rosskastanien haben die ersten reifen Früchte und die Landwirtschaft muss die Wintergerste bestellen.

phänologische Jahreszeiten – Spätsommer

Der Spätsommer begrüsst uns um den 1. August herrum mit der Pflückreife der ersten Klaräpfel.Im Garten sind folgende Arbeiten sinnvoll:Hecken & Obstbäume schneidenZwiebel- und Knollenpflanzen für das nächste Jahr setzenDie phänolgischen Zeichen des Spätsommers:Die ersten Äpfel werden gefolgt von der Ernte des Winterroggens um den 2. August herrum.Um den 3. August herrum kann man die ersten rfeifen Früchte der Eberesche finden.Ca. am 6. August müssen die Landwirte das nächste Getreid ernten: Winterweizen.Das Heidekraut erblüht durchschnittlich um den 9. August.Am 10. August haben die Landwirte die nächste Aufgabe zu bewältigen: Der Hafer kann geerntet werden.Wenn der Mais die Milchreife erreicht (19. August) ist das letzte phänologische Zeichen des Sommers erreicht.Der Spätsommer ist die letzte der drei sommerlichen Jahreszeiten und wie ich finde, extrem kurz und für die Landwirtschaft dadurch sehr,sehr intensiv.

phänologische Jahreszeiten – Hochsommer

Der Hochsommer wird eingeleitet von den Blüten der Sommer-Linde, dass ist ungefähr um den 18. Juni herrum. Im Garten werden jetzt viele Früchte pflückreif. Folgendes kann man nun jahreszeitlich bedingt im Garten erledigen:Obststräucher und -bäume bekommen ihren Sommerschnittdie Rosen bekommen einen Rückschnittetwas, was ich leider gerne mal vergesse: Die zweijährigen Pflanzen aussäen, damit man sich dann im nächsten Jahr auch schon an Blüten erfreuen kann. z.B.: StockrosenDie folgenden Phänomene gelten als Zeigerpflanzen des Hoichsommers:Um den 20. Juni beginnen die Sonnenblumen ihre Knospen zu bilden und frühe Süßkirschensorten erreichen die Pflückreife. Die Wintergerste ereicht die sogenannte Gelbreife um den 28. Juni herrum.Anfang Juli werden Johannisbeeren und spätere Süßkirschsorten erntereif.Ca. am 4. Juli erreicht der Winterweizen seine Milchreife.Durchschnittlich am 6. Juli sind dann auch die Stachelbbeeren reif zur Ernte.Die Milchreife des Hafers ist um den 10. Juli erreicht.Um den 12. Juli herrum erreichen Sauerkirschen und Winterraps die volle Reife.Unmittelbargefolgt von den ersten Sonnenblumenblüten und dem Beginn des Rispenschiebens beim Mais.Mitte Juli erreicht der Winterroggen seine Gelbreife und die Wintergerste wird geerntet.Der Beifuss beginnt um den 18. Juli herrum zu blühen.Um den 21. Juli herrum hat dann auch der Winterweizen seine Gelbreife erreicht.Ca. zwei Tage danach beginnt der Mais zu blühen.Am 25. Juli beginnt durchschnittlich die Ernte des Winterraps.Als letzter phänolgische Zeiger des Hochsommers gilt die Gelbreife des Hafers, damit ist um den 26. Juli zu rechnen.

phänologische Jahreszeiten – Frühsommer

Der Frühsommer macht sich bemerkbar durch den Beginn der Robinien- und Holunderblüte. RobinienIm Frühsommer liegen folgende Arbeiten im Garten an:Gründünger aussäenSommerschnitte an Stauden und Gehölzen (Stichworte: Verblühtes, Wasserschosse)Aussaaten und Pflanzungen vom Herbst- und WintergemüseAussaaten von zweijährigen Zierpflanzen wie Stockrosen und StiefmütterchenHolunderblüteFolgende natürliche Phänomene gelten als Anzeiger des Frühsommers:Um den 27. Mai herrum beginnt die Robinie im Durchschnit zu blühenFast zeitgleich (um den 28.Mai) zieht der schwarze Holunder mit seiner Blütenpracht nachGefolgt werden sie vom Aufblühen der Hundsrose und des WinterroggensUm den 2. Juni herrum, beginnt im Durchschnitt das sogenannte Ährenschieben des WinterweizensBis zum 5. Juni steht der Winterroggen in voller Blüte.Kurz darauf beginnt in der Regel der Mais zu schossenKurz vor Mitte Juni (13.6.) zeigt der Hafer seine Rispen Blüte der HundsroseBei uns war der Frühsommer in diesem Jahr sehr früh da. Ich habe gerade in meinen Fotos nachgeschaut und da bin ich über Robinienblüten vom 19. Mai gestolpert. Und ich erinner mich daran, dass sie schon länger geblüht hatten. Hatte nämlich schon Sorge, dass ich sie in diesem Jahr nicht fotografiert bekomme, bevor sie verblüht sind.Ebenfalls geblüht haben schon am 19. Mai Holunder & Hundsrose.Was mit den angegebenen Getreidearten ist, kann ich leider nicht beurteilen. Da ich so etwas nicht in meiner Umgebung habe, um es zu beobachten.

phänolgische Jahreszeiten – Vollfrühling

Der Beginn des Vollfrühlings wird gekennzeichnet durch den Beginn der Apfelblüte der frühen Sorten.Im Vollfrühling sind folgende Arbeiten im Garten angesagt:Wenn neue Rasenflächen angelegt werden sollen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafürfrühjahrsblühende Gehölze werden jetzt (nach der Blüte) zurückgeschnitten, z.B. ForsythienSommerblumen können ausgesät werdenZwiebel-und Knollenpflanzen können jetzt gesetzt werdenFolgende natürliche Phänomene gelten als Anzeiger des Volfrühlings:frühreifende Apfelsorten beginnen mit der Blüte, dies geschieht i.d.R. um den 28. April herrum. Spätreifende Sorten beginnen durchschnittlich 4 Tage später zu blühen. Jeweils 6-7 Tage später stehen sie in voller Blüteum den 30. April stehen die Sauerkirschen in voller Blüte Die Stieleichen beginnen mit der Blattentfaltung ca. am 1. MaiFichten beginnen um den 4, Mai herrum auszutreiben, der sogenannte Maiaustrieb. Eschen beginnen mit der Blattentfaltungzu diesem Zeitpunkt endet die Blüte der Süßkirschenebenfalls ist jetzt mit dem Aufgang der Sonnenblumen zu rechnenAb dem 6. Mai beginnen Roßkastanien und Flieder zu blühen und die Kiefern beginnen mit ihren Maiaustriebenbei den Birnen ist das Ende der Blütezeit erreicht, die Äpfel stehen derzeit in voller Blütekurz darauf endet die Blüte der SauerkirschenUm den 10. Mai herrum beginnen der zweigrifflige Weißdorn und die Eberesche mit der BlüteNun endet die Blüte der frühreifenden ApfelsortenDer Wiesenfuchsschwanz beginnt um den 12. Mai zu blühenAb dem 15. Mai ist auch die Blütezeit der spätreifende Äpfel vorbeiKurz darauf fangen Kiefern an zu blühenUm den 16. & 17. Mai herrum beginnen die Sonnenblumen mit dem Blattaustrieb und der Wiesenfuchsschwanz steht in voller Blüte

phänolgische Jahreszeiten – Erstfrühling

Die zweite phänologische Jahreszeit hat in diesem Jahr schon kräftig an die Tür gepocht, deshalb wird es gerade dringend Zeit für den Artikel zum ERSTFRÜHLING !Im Erstfrühling bieten sich im Garten folgende Arbeiten an:Jetzt können Beerensträucher geschnitten werdenObstbäume sollten spätestens jetzt geschnitten werdenDie Rosen und Sommergehölze können zurück geschnitten werdenweitere Aussaaten von Sommerblühern sind möglichNun eine Übersicht der zahlreichen natürlichen Phänomene, die uns zeigen, dass der Erstfrühling da ist: um den 28. März herrum beginnt die Forsythienblüteum den 31. März herrum beginnt die Blattenfaltung der Stachelbeeren und die Buschwindröschen fangen an zu blühenum den 4.April herrum beginnen Roßkastanie und Eberesche auszutreiben, gefolgt von den frühreifenden Apfelsorten und Hängebirken Die spätreifenden Apfelsorten beginnen etwa um den 10. April mit ihrem Austrieb.Die europäische Lärche beginnt mit dem Nadelaustrieb.Um den 14. April herrum beginnen die Schlehen zu blühen,gefolgt von Stachelbeere, Löwenzahn und SpitzahornSchwarzerle, Hängebirke, Eberesche und Rosskastanie beginnen mit der Blattentfaltungrote Johannisbeeren beginnen mit der Blüte um den 19. April herrumSüßkirschen, Birnen, Hängebirken und Eschen fangen um den 20.-22. April an zu blühen um den 25. April steht die Süßkirsche bereits in voller Blüte, die Sauerkirschen beginnen zu blühenDie angegeben Daten sind durchschnittswerte, die auf jahrelanger Beobachtung beruhen. Sie sind keine fixen Termine. Derzeit ist mit einem leicht verfrühten Eintreten der phänologischen Zeichen zu rechnen. Die Forsythien sind zum Beispiel schon am Aufblühen.

phänolgische Jahreszeiten – Vorfrühling

Blüte des Haselstrauche

Mit der Natur zu gärtnern, dass ist es, was ich möchte. Dadurch lassen sich viele Entscheidungen treffen. Im Artikel Wann ist es Zeit…? habe ich den phänologischen Kalender an sich vorgestellt.
Nun werden in diesem Jahr weitere Artikel folgen, die näher auf die einzelnen der insgesamt 10 phänologischen Jahreszeiten eingehen.

Als erstes erwartet uns der Vorfrühling.

Im Vorfrühling bieten sich im Garten folgende Arbeiten an:

Das Schneiden von Hecken und Obstbäumen, sowie sommerblühender Gehölze
erste sommerblühende Pflanzen können gesät werden

Nun eine Übersicht der zahlreichen natürlichen Phänomene, die uns zeigen, dass der Vorfrühling da ist:

Der Beginn des Vorfrühlings wird durch die Blüte des Haselstrauches angezeigt. Ein Durchscnittswert besagt, dass dieses um den 17. Februar herrum geschieht.
Schneeglöckchen, Schwarz-Erlen, Kornelkirsche, Huflattich und Salweide beginnen mit der Blüte im Durchschnitt zwischen dem 20. Februar und 18. März in der angegebenen Reihenfolge.
Die Stachelbeere beginnt durchschnittlich um den 19. März herrum mit ihrem Austrieb.
Kurz darauf erscheint das Dauergrünland wieder kräftiger und grüner.

Die angegeben Daten sind Durchschnittswerte und stimmen im natürlichen Jahresverlauf nicht zu 100% überein. Aber genau das ist ja der Hintergrund der Phänologie.