4. drüber nachgedacht

Die Sache mit den Pfandflaschen

Vor über 11 Jahren wurde das Pfand auf Einwegverpackungen eingeführt. Die Idee dahinter war, den Verbraucher zum Kauf von Mehrwegverpackungen anzuregen.
Dieses Ziel wurde verfehlt. Es werden sogar weniger Produkte in Mehrwegverpackungen gekauft.

Was aber schon positiv ist: In den Städten liegt weniger Müll.

Klingt erstmal ganz gut. Aber ich finde, es hat einen faden Beigeschmack, wenn man sich mal nähere Gedanken dazu macht.
Wir wohnen mitten in der Großstadt und wer hier nicht völlig blind ist, sieht sie immer wieder:
Menschen die Pfandflaschen sammeln. Von Wiesen und Wegrändern, aber auch aus Mülleimern.

weniger ist mehr

Vor ein paar Tagen gab es im Blog „Experiment Selbstversorgung“ einen Beitrag von Michael zum Thema „weniger ausgeben, statt mehr verdienen“.
Der Artikel hat mir gut gefallen und seitdem ich ihn gelesen habe, dreht es sich bei mir im Kopf. Durch den Artikel wurde für mich einiges wieder ins Rollen gebracht.

Grundsätzlich geht es in dem Artikel darum, dass es weit verbreitet ist, sich Gedanken zu machen, wie man mehr Geld verdienen kann.

Essen teilen, statt wegwerfen

Viel zu viel auf einmal geerntet. Ein Umzug oder Urlaub steht an, aber der Kühlschrank ist voll. Oder einfach zu viel eingekauft.
Es gibt eine Menge „Gründe“, warum Lebensmittel, die durchaus noch zum Verzehr geeignet sind, trotzdem im Müll landen.
Das das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) nicht dafür steht, dass ein Lebensmittel am nächsten Tag nicht mehr gegessen werden kann, hat sich mittlerweile rumgesprochen. Dennoch werden auch (oder gerade) aus diesem Grund noch essbare Lebensmittel in die Tonne gekloppt. Das MHD sorgt auch für riesige Abfallmengen in den Supermärkten.

Das das auch anders geht, beweisen die Macher von Foodsharing e.V. mit ihrer Onlineplattform foodsharing.de, die am 12.12.2012 online gegangen ist.

Wertewochen Lebensmittel

Vor ein paar Tagen habe ich in der Zeitung von den bevorstehenden „Wertewochen – Lebensmittel“ in Berlin gelesen. Bis dahin hatte ich davon nichts gehört.

Ich wollte mich dann weiter erkundigen, um was es dabei geht. Aber wie das so ist. Ein flüchtig gelesener Zeitungsartikel und die Hektik des Alltags….
Dabei fand ich die Idee sofort gut und hatte gleich Pläne im Kopf, dass der „grüne Himmel“ sich in irgendeiner Art und Weise daran beteiligen könnte.Und das machen wir jetzt auch!

Saatgut, Vielfalt & Konzerne

Es ist schon lange immer wieder zu hören, dass große Konzerne Saatgut entwickeln und es sich patentieren lassen. Was sich da unbemerkt im Hintergrund für eine Entwicklung in Gang gesetzt hat, ist dramatisch. Und es geht weiter:

Seit November 2012 liegt der EU ein Gesetzentwurf vor, der nach Beschluss für alle Mitgliedsstaaten verbindlich wäre.

Zitat von Andreas Riekeberg (saatgutkampagne.org): „Die geplanten Regelungen werden die Position der Saatgutkonzerne weiter stärken, die Vielfalt vernichten und die Menschen in ihrem Recht auf Saatgut einschränken.  … Saatgut braucht überhaupt keine Zulassung.“

ausgeglichenes Geben und Nehmen

Nicht nur – aber gerade für – Selbstversorger sind Tauschgeschäfte eine sinnvolle Methode mit wenig(er) Geld auszukommen.
Das häufigste Tauschgeschäft das im täglichen Leben stattfindet, ist zwar der Tausch von Waren und Leistungen gegen Geld. Es ist aber auch möglich, gegen eigene Waren und Leistungen zu tauschen.

Ein sehr interessantes Buch zum Thema ist „Das Sterntalerexperiment“ von Heidemarie Schwermer.Sie entschied sich 1996 für ein Leben ohne Geld. Wie sie es umsetzt und auslebt, hat sie in ihrem Buch anschaulich beschrieben. Sie stellt die Wertvorstellungen unserer Zeit in Frage und geht ihren eigenen Weg.

Sie gründete auch einen Tauschring – die Gib-und-Nimm-Zentrale in Dortmund.

Fairer Handel – Du hast es in der Hand

Das Forum Fairer Handel e.V. hat einen Videowettbewerb zum Thema „Fairer Handel“ ausgerufen. Die Aufgabe war es, einen Spot zu drehen, der für fairen Handel wirbt.Die Sieger stehen nun fest.1. Platz2. Platz3. Platz4. Platz (englisch)Platz 5Ich finde die Spots sehr gelungen und hoffe sie regen den ein oder anderen an, über sein eigenes Konsumverhalten nachzudenken.

Unser täglich Brot

Heute gibt es einen weiteren kritischen Film.
„Unser täglich Brot“ von Nikolaus Geyrhalter ist ein kommentarloser Film über unsere Ernährung, der 2008 mit dem Grimmepreis ausgezeichnet wurde.

Hier ein Zitat von der zum Film gehörenden Homepage:

UNSER TÄGLICH BROT ist ein Bildermahl im Breitwandformat, das nicht immer leicht verdaulich ist – und an dem wir alle Anteil haben.

Im Gegensatz zu Food Inc spielt dieser Film in Europa.