rotpelzige Sandbiene – Andrena fulva

Bisher gab es bei mir immer nur Bienen, Hummeln, Wespen, Käfer und Schmetterlinge. Aber seit letztem Jahr versuche ich da auch die unterschiedlichen Arten kennen zu lernen und genauer zu bestimmen.

Neulich habe ich die rotpelzige Sandbiene am Stachelbeerstrauch entdeckt und beobachtet. Mehr dazu:

Portrait

Ordnung: Hautflügler
Familie: Bienen
Gattung: Sandbienen
andere Namen: fuchsrote Sandbiene , Goldbiene

Vorkommen / Verbreitung: lichte Wälder, Gärten, Bahndämme, Parks / Zentraleuropa
Größe: Weibchen: 12-14mm  Männchen: 9-12mm
besondere Merkmale: bei den Weibchen ist der gesamte Rücken mit einem fuchsroten Pelz bedeckt (siehe Fotos), der sich von März bis Mai von fuchsrot in gold / strohblond  verfärbt , das Männchen ist nur wenig behaart
beliebte Nektarpflanzen: nicht wählerisch, aber vor allem an Stachel- und Johannisbeersträuchern, sowie Obstbäume, ansonsten z.B. noch verschiedene Kreuzblütler, Hahnenfußgewächse, Weiden- und Rosengewächse

 

Die rotpelzige Sandbiene ist ein wichtiger Bestäuber für Obstbäume. Ihre Flugzeit erstreckt sich von März bis Mai.
Sie lebt in bis zu 55cm tiefen Gang im Boden. Da Umgraben und Wässern die Sandbiene erheblich stören, ist es für ihre Ansiedlung sinnvoll ein Stück „ungepflegten“ Garten zu haben. Bei guten Bedingungen nisten bis zu 1000 solitär in unmittelbarer Nachbarschaft.
Sie hat etwas Ähnlichkeit mit der roten Mauerbiene, aber im Gegensatz zu dieser transportiert sie die Pollen an den Hinterbeinen und nicht am Bauch.

 

7 Kommentare für “rotpelzige Sandbiene – Andrena fulva

  1. 10. April 2017 at 22:37

    Inzwischen befasse ich mich auch damit, Hummeln und Bienen zu bestimmen. Ist ja doch spannend, welche Arten man durch bestimmte Pflanzen in den Garten locken kann. Wenn man genau hinschaut, merkt man erstmal, wie viele Wildbienen es gibt. Schöne Aufnahmen von der Rotpelzigen…:-)
    LG Sigrun

  2. 11. April 2017 at 03:53

    Ja, wenn man sich damit richtig beschäftigt ist man immer wieder erstaunt wieviele Arten es gibt bzw. gab. Tolle Idee von dir und war sehr interessant.

    Viele Grüsse

    N☼va

  3. 11. April 2017 at 06:00

    Die Insektenwelt ist sehr interessant. Es lohnt sich genauer hinzusehen.
    LG lykka

  4. 11. April 2017 at 12:23

    Dieser Bericht lässt das Imker-Herz höher schlagen! Vielen Dank für diesen herrlichen Bericht. Von dieser Bienen-Art habe ich noch nicht sonderlich viel erfahren bisher. Die Eigenschaften der Art wurden sehr sorgfältig recherchiert. Vielen Dank für diesen Überblick! Wer weiß, vielleicht wird sich auch in meinem Garten einst eines dieser Völker im Boden ansiedeln. Mich würde es auf jeden Fall freuen!

    Liebe Grüße und eine erfolgreiche Woche wünscht
    Pascal Neuendorf

  5. 11. April 2017 at 14:23

    …die sehe ich bei uns auch öfter, liebe Annika,
    ich freue mich über Jede, aber ich kenne mich mit den unterschiedlichen Arten nicht aus…vielleicht kann ich da ja bei dir noch was dazu lernen…schöne Fotos hast du gemacht,

    liebe Grüße Birgitt

  6. 11. April 2017 at 21:26

    Die habe ich bei uns auch schon herumschwirren sehen. Ich bin auch total insektenfasziniert, habe aber bisher nie nachgeschlagen, wie die Tierchen eigentlich alle heißen. Danke für den Denkanstoß, das wird sich jetzt ändern. 🙂

    Liebe Grüße,
    Marie

  7. 15. April 2017 at 14:37

    Schön ‚eingefangen‘!
    Herzliche Ostergrüße
    Calendula

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