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rotpelzige Sandbiene – Andrena fulva

Bisher gab es bei mir immer nur Bienen, Hummeln, Wespen, Käfer und Schmetterlinge. Aber seit letztem Jahr versuche ich da auch die unterschiedlichen Arten kennen zu lernen und genauer zu bestimmen.

Neulich habe ich die rotpelzige Sandbiene am Stachelbeerstrauch entdeckt und beobachtet. Mehr dazu:

Das ABC der Natur – N, wie…

Heute ist das N bei Juttas Fotoprojekt rund um die Natur an der Reihe. Jahreszeitlich passend wäre derzeit N wie Nebel. (Aber davon habe ich keine Fotos und wär mir heute auch zu deprimierend 😉 )

Aber auf das N habe ich mich schon gefreut. Es gibt da nämlich eine Wildpflanze die mir äußerst gut gefällt. Sie hat wunderschöne Blüten. Aber es ist keine Nachtkerze.
Sie zieht viele Schmetterlinge & Hummeln an.

(rispige) Flammenblume – Phlox paniculata

In diesem Beitrag stelle ich euch den „hohen Staudenphlox“ vor. Er wird auch als „rispige Flammenblume“ bezeichnet.

Allgemeines

Flammenblumen bzw. Phlox gibt es in vielen verschiedenen Arten. 2006 wurde Phlox zur Staude des Jahres gewählt.

Der deutsche Staudenzüchter Karl Foerster hat unzählige Sorten hervorgebracht und sagt über diese Pflanze:

Ein Garten ohne Phlox ist nicht nur ein bloßer Irrtum, sondern eine Versündigung gegen den Sommer.

(gemeine / gewöhnliche) Nachtkerze – Oenothera biennis

Einen Fotobeitrag zu diesen nachtblühenden Schönheiten habe ich ja bereits veröffentlicht. Aber Nachtkerzen finde ich eine so tolle Pflanze, ihnen gebührt auf jeden Fall auch ein ausführliches Portrait.

 

Pflanzenportrait:

Nachtkerzen stammen ursprünglich aus Nordamerika, wo sie auf dem ganzen Kontinent verbreitet sind. Nach Europa kamen die Nachtkerzen im  17. Jahrhundert. Mittlerweile sind sie auch bei uns so weit verbreitet, dass sie oft für eine einheimische Pflanze gehalten wird.

Es gibt verschiedene Nachtkerzen-Arten, sie bilden die Gruppe der Oenothera. Hier im Portrait geht es speziell um die gemeine bzw. gewöhnliche Nachtkerze. Andere Namen, die ich bei meinen Recherchen gefunden habe sind Nacht- oder Sommerstern, Abendblume und Süßwurzel.

Nachtkerzen sind zweijährige Krautpflanzen, die sich selbst aussamen. Aus den  Blüten entwickeln sich vierkantige Fruchtkapseln, die jeweils gut 200 Samenkörner enthalten. Wenn man dann noch beachtet, dass jeder Haupt- und Seitentrieb bis zu 120 Blüten ansetzen kann, kann man sich denken, wie stark sich Nachtkerzen ausbreiten können.

Pflanzenportrait: Anis-Ysop / Duftnessel (Agastache foeniculum)

Anis-Ysop bzw. Duftnessel gehört zur Familie der Lippenblütler und ist eine mehrjährige Staude. Seine lilanen Blüten sind ein Magnet für Insekten. Schmetterlinge lieben die Blüten besonders.Dieses Kraut hat aber (botanisch) weder etwas mit Anis noch mit Ysop zu tun.Das Aroma sitzt bei dieser interessanten Pflanze in den Blättern. Es erinnert an Lakritz und das ist der einzigste gemeinsame Nenner, den das Kraut mit Anis finden kann.Man nutzt es für Tee und Süßspeisen, sowie in kleinen Mengen in frischen Salaten. Auch Liköre lassen sich damit herstellen.Helfen sollen Duftnesseln bei Menstruationsbeschwerden. Außerdem wirken sie entzündungshemmend und verdauungsfördernd.Ich habe Saatgut von diesem Kraut über das Samentauschpaket bekommen. Es war nicht viel, aber ein Anfang. ;-)Seit 3 Jahren steht das Kraut nun im Garten und fängt langsam an sich auszubreiten. Das geschieht bei dieser Pflanze durch Selbstaussaat.Anis-Ysop wird übrigens bis zu 1m hoch. In den 3 Jahren musste der Anis-Ysop im Sommer auch mal Trockenheit und echt heftige Winter ungeschützt im Freiland überstehen. Und ich muss sagen: Sehr robust und sehr winterfest!Obwohl ich im Internet auch mehrfach gelesen habe, dass sie eben nicht winterhart sein sollen….Versuch macht klug. Sind sie doch! ;-p Jedenfalls in Berlin.Aussaat: ab März bei ca. 20°C vorziehenKeimdauer: 20-30 Tage Vermehrung: durch Aussaat oder Teilung des WurzelstocksStandort: sonnig, keine StaunässeBlütezeit: Juni – September

Robinien / Schein-Akazien

Steckbriefvollständiger Name: gewöhnliche Robiniebotanischer Name:  Robinia pseudoacaciaandere Namen: Schein-Akazie, falsche Akazie, SilberregenFamilie: HülsenfrüchtlerUnterfamilie: SchmetterlingsblütlerGröße / Höhe: 12-25m , je nach Standort (allein oder in Gruppen)Stamm / Zweige: Durchmesser bis max. 1m, Rinde dunkel- bis graubraun mit tiefen FurchenLaub: letzter Baum im Jahr, der seine Blätter austreibt und erster der sie wieder verliert, 19 kleine, ovale Blätter an gruppierte BlätterBlütezeit: Mai – JuniBlüten: meistens weiß, aber auch in blassgelb oder pinkFrüchte:Im Herbst bilden sich Samenhülsen, die den Winter über am Baum hängen bleiben und im Frühling abfallenDie Robinie wurde zunächst als „nur“ Ziergehölz gesehen. Zwischen 1623 und 1635 wurde sie von Jean Robin Virginia (Nordamerika) nach Paris eingeführt. Sie wurde in Gärten und Parkanlagen gepflanzt. Erst im 18. Jahrhundert erkannte man den forstwirtschaftlichen Nutzen des Baumes und später auch die Möglichkeit zur Nutzung des Holzes.Durch ihr Schnelles Wachstum könne mit Robinien zugrunde gewirtschaftete Waldflächen wieder aufgeforstet werden.Das Holz weist eine hohe Dichte auf und ist deshalb vielseitig einsetzbar. Es eignet sich zum Beispiel für die Herstellung von langlebigen und stabilien Zaunpfählen. Ein interessanter Tipp ist auch, die Stämme und Zweige in gleichmäßige Teilstücke zu zerschneiden und als Gartenweg zu nutzen. Kann ich mir optisch sehr gut vorstellen, Zweifel hätte ich nur bezüglich der Rutschigkeit, wenn es denn naß draußen ist..:?!Auch soll Robinienholz geeignet sein – ohne langwierige Ablagerung – verbrannt zu werden.Robinien erkennen Robinien finde ich verhältnismäßig leicht zu identifizieren, auch im Winter.Am einfachsten ist sie daran zu erkennen, dass sie an jüngeren Zweigen und Ästen große Dornen hat. An kräftigen Ästen und am Stamm hingegen, sind bis auf sehr wenige Ausnahmen, keine Dornen mehr vorhanden.Die Baumrinde ist sehr tief gefurcht und graubraun. Die massenhaft anhängenden Samenschoten verraten auch, dass es sich um eine Robinie handelt.Solange der Baum sein Blätterkleid trägt, kann man auch an diesem eine Robinie recht gut erkennen. Die Blüten ähneln der von Akazien, was der Robinie auch den Namen Schein-Akazie oder falsche Akazie eingebracht hat.Wachstum und VerbreitungRobinien wachsen sehr schnell und bilden über ihre Wurzeln kleine Schösslinge, die im Umkreis des „Mutterbaumes“ aus dem Boden sprießen. Dieser Effekt wird deutlich verstärkt und angetrieben, wenn der Altbaum einen schweren Schaden erleidet. Zum Beispiel, wenn er gefällt wird.Außerdem verbreiten Robinien sich über Samen, die in sich in unzähligen Samenhülsen bilden. Da die Samen den ganzen Winter über am Baum hängen bleiben, ist die Robinie auch in dieser Zeit schön anzusehen. Interessant finde ich noch, dass Robiniensamen ihre Keimfähigkeit bis zu 30 Jahre erhalten können. Robinien wieder los werdenRobinienblütenHaben sich Robinien ungünstig ausgebreitet oder ändert sich einfach die Nutzung und Aufteilung im Garten, kann das Entfernen der Robinie(n) notwendig werden.Dieses ist aber gar nicht so einfach. Da sich die Robinie sowohl über Samen, als auch über Wurzelausläufer ausbreitet, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass am alten Standort wieder neue Robinien wachsen.(siehe Absatz Wachstum und Verbreitung)Es ist also notwendig das Wurzelwerk möglichst vollständig aus dem Boden zu entfernen. Dass das eine Menge Arbeit ist, kann man sich denken.Wer auf die Arbeit keine Lust hat oder aus anderen Gründen, den Boden nicht tiefgründig aufgraben kann oder will, kann es mal auf diese Art versuchen:Sie erfordert jede Menge Geduld…. Am unteren Teil des Stammes einer zu fällenden Robinie wird eine tiefe, 10-20cm breite Kerbe  rundherum geschnitten. Wichtig ist, dass durch den Einschnitt die Rinde des Baumes vollständig durchdrungen wurde. Somit wird der Saftfluss des Baumes unterbrochen und er geht ein. Das dauert aber gut und gerne ein Jahr. Nun kann der Baum gefällt werden und die Wurzelausläufer dürften ausbleiben oder wenigstens deutlich weniger auftreten.Zur Giftigkeit der Robinien:Das Gift sitzt überwiegend in den Samen und in der Rinde des Baumes. Verhängnisvoll kann es werden, wenn ein Kind auf die Idee kommt, sich die Rinde in den Mund zu stopfen und zu verschlucken. Die Möglichkeit kann vor allem wegen dem süßlichen Geruch der Rinde nicht ausgeschlossen werden. Symptome treten hier bereits nach einer Stunde auf.Wird der Baum bearbeitet (beschnitten, gefällt, zersägt, verarbeitet…), sollte darauf geachtet werden, dass man den Staub dabei nicht einatmet, da dieses zu allergischen Reaktionen führen kann. Das Tragen einer Staubmaske ist eine leicht umzusetzende Schutzmaßnahme.Aber auch für Tiere ist diese Pflanze teilweise giftig. So sollten Hunde keine Stöckchen aus Robinienholz zum Spielen bekommen. Sollten sie daran rumnagen, können sich Vergiftungen einstellen. Symptome können erhöhter Speichelfluss und Teilnahmslosigkeit sein.Aber auch für Vögel und Nagetiere ist die Robinie giftig, selbst Pferde und Rinder kann sie im wahrsten Sinne des Wortes umhauen.