(Teil2) natürliche Mittel, statt Chemie: für gesunde Tomaten

In diesem Jahr haben wir für unsere Tomaten einige natürliche Mittel erfolgreich ausprobiert. In so ziemlich allen Gärten der Umgebung wütet Jahr für Jahr die Kraut- und Braunfäule.
Ein Graus für jeden Gemüsegärtner.

Doch es gibt einige natürliche Methoden Tomaten natürlich zu unterstützen:

1.) Wie jedes Jahr haben wir zwischen die Tomatenpflanzen Tagetes gepflanzt.

2.) Wir haben die Pflanzlöcher etwas tiefer gebuddelt und jeweils eine handvoll frische Brennesselblätter hineingegeben. Darauf etwa 5cm Erde und dann die Tomaten einpflanzen. Die Wurzeln der jungen Pflanze dürfen die Brennesselblätter nicht direkt berühren. Die Brennesselblätter sollen die Pflanzen wiederstandsfähiger machen.

3.) Einen Sud aus Ackerschachtelhalm kochen und damit die Tomatenpflanzen einsprühen. Das soll den Ausbruch der Kraut- und Braunfäule verhindern.
Wir haben Mitte Juli damit angefangen, möglich bzw. sinnvoll ist es aber bereits ab Mai.

4.) Nach einigen verregneten Somemrwochen hatten wir dann doch Kraut- und Braunfäule. (Allerdings deutlich später, als die Tomaten in den Nachbargärten. Wahrscheinlich wegen dem Ackerschachtelhalmsud!?) Im vergangenen Jahr wussten wir ja nicht, was uns da ereilt hat und nach nur eienr Woche waren die Tomatenpflanzen restlos hinüber…
In diesem Jahr haben wir erstmals probiert, die Pflanzen mit einem Tee aus Knoblauch und Zwebelschalen einzusprühen. Zunächst an drei aufeinanderfolgenden (trockenen Tagen) die Pflanzen eingesprüht, danach noch einmal wöchentlich.
Siehe da: Alle Pflanzen haben sich erholt und uns noch einige Wochen lang Tomaten geliefert.

Für den Tee eine Knoblauchzehe und die Schale von 1-2 Zwiebeln mit einem Liter kochenden Wasser übergießen. Auskühlen, abseihen – fertig.

Viel zu dicht, haben wir unsere Tomaten im letzten Jahr wachsen lassen…

5.) Tomaten mögen kein Wasser von oben. Auch wenn sie mit ihren Wurzeln unheimlich viel Wasser aufsaugen, sind sie keine Freunde von Nässe auf den Blättern.

Deshalb kann es ratsam sein, den Tomaten ein einfaches Regendach zu bauen. Wir haben es bisher nicht gemacht. Aber im nächsten Jahr wird wohl auch das ausprobiert.
Des weiteren macht es Sinn, bei den meisten Tomatensorten, einige Blatttriebe auszugeizen. Unabhängig von Einflüssen des richtigen Ausgeizens auf den Ernteertrag, geht es mir an dieser Stelle gerade darum, zu vermeiden, dass Blätter aufeinander liegen. Zu dichter Wuchs kann dazu führen, dass zwischen den aufleigenden Blättern die Fuchtigkeit bleibt. Das wiederrum fördert die Krautfäule.

===> Teil 1(Teil1) natürliche Mittel, statt Chemie: gegen Schnecken

3 Kommentare für “(Teil2) natürliche Mittel, statt Chemie: für gesunde Tomaten

  1. 7. November 2011 at 22:55

    Ich habe heuer auch Tagetes zwischen die Tomaten gesetzt, ob sie deswegen von der Kraut- und Braunfäule bis zum Schluss verschont blieben weiß ich nicht, aber jedenfalls haben sich die Tomaten gut gehalten.

    lg kathrin

  2. 8. November 2011 at 23:35

    Habe auch viel ausprobiert inkl. Schachtelhalmzauber, aber am Ende führt kein Weg an einer Überdachung vorbei, sowas kann besser sein als ein ungeheizstes Gewächshaus… – Bei einer Überdachung bleibt wegen der guten Durchlüftung nämlich abtropfendes Kondenswasser aus und die Pflanzen überstehen darunter sogar Frost bis -2 Grad. So leben meine sogar heute noch 😉

  3. 30. August 2013 at 06:12

    habe ein kleines günstiges Tomatenhaus geholt. Denke nächstes Jahr möchte ich das mal mit dem einfachen Dach versuchen. Das lässt sich ja gut selber bauen. Ich hoffe, bei unseren Ostwinden in Schleswig Holstein, knickt da nichts. Ich kann leider die Pflanzen nicht an der Wand lang setzten. Schöne Tipps gibst du da. Schachtelhalm gab es bei uns nicht dieses Jahr. Nur Brennesselbrühe.

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