Besuch vom Fuchs

Am Mittwoch schien endlich mal wieder die Sonne und ich habe natürlich gleich wieder einiges im Garten erledigt. Ausgesät, aufgeräumt, gegossen… und den ersten blühenden Löwenzahn fotografiert.

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Während ich dieses Foto gemacht habt, bemerkte ich plötzlich ein Rascheln neben mir und sofort war das Gefühl da „Ich bin hier doch nicht allein!“.Als ich mich dann umschaute, lag doch tatsächlich ein Fuchs knappe 2m von mir entfernt und genoss die Sonne. Unheimlich niedlich und endlich mal ein kooperatives Foto-Model.
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Ganz neugierig hat er mich angeschaut. Irgendwie freundlich… Ich hatte jedenfalls nicht einen Moment das Gefühl, einem Raubtier gegenüber zu stehen.

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Nachdem er mich gemustert hatte, war ich ihm wohl so ziemlich egal. Einmal herzhaft gegähnt und weiter geschlafen in der warmen Sonne.

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Nachtrag 2. April 2014:Wegen mehrerer Nachfragen möchte ich hier nun doch kurz das Thema Tollwut ansprechen. Auf der Seite fuechse.info findet ihr ausführlichere Informationen.
Zwei wichtige Aussagen möchte ich hier aber zitieren:

Woran erkennt man einen an Tollwut erkrankten Fuchs?
Tollwutkranke Füchse zeigen keinerlei Scheu mehr vor dem Menschen. Das soll aber ausdrücklich nicht heißen, dass auch der Umkehrschluss gilt – die allerwenigsten zutraulichen Füchse sind tollwütig. Insbesondere in städtischen oder stadtnahen Regionen leben Füchse oftmals in so unmittelbarer Nähe zu Menschen, dass sich ihre Scheu nach und nach verliert. Werden sie dann noch von wohlmeinenden Bürgern gefüttert, können die betreffenden Füchse – je nach individueller Disposition – durchaus regelrecht frech werden und lassen sich bisweilen auch durch lautes Rufen nicht sofort vertreiben.
Erst aggressives Verhalten kann als Hinweis auf die mögliche Erkrankung eines Fuchses an Tollwut gelten.
Wie groß ist die Gefahr, an Tollwut zu erkranken?
Heute, nachdem die Tollwut als fast gänzlich ausgerottet gilt, ist das Risiko, in Mitteleuropa an Tollwut zu erkranken, faktisch gleich null.

11 Kommentare für “Besuch vom Fuchs

  1. 29. März 2014 at 11:44

    Wow, unglaublich! So nahe, direkt im Garten….
    Was für tolle Bilder das geworden sind, superschön!
    Ich denke auch schon an Löwenzahnblättern im Salat und einige Blüten für die Suppe. Mhmmmmmm.
    GLG, MamaMia

  2. Marie
    29. März 2014 at 12:58

    Wunderschöne Fotos!! Tolles Samstaggeschenk, wenn das keine gute Laune macht.

    Alles Liebe
    Marie

  3. 29. März 2014 at 14:23

    Das ist wirklich ein ganz tolles Erlebnis und wirklich super Bilder – echt spitze! 🙂

  4. 29. März 2014 at 14:24

    Hallo,
    so ein Glück einen Fuchs aus der Nähe beobachten zu können, hatte ich noch nie! Wow! Herrlich, wie er sie Sonne genießt!
    LG Calendula

  5. Ida
    29. März 2014 at 22:39

    Die Bilder sind unglaublich, einfach toll.
    Herzliche Grüsse
    Ida

  6. 29. März 2014 at 23:23

    Ich bin hin und weg. Die bilder sind einfach toll. Mir lief im park ein fuchs vor die füße, aber so toll – nein. Viele gruesse und danke fürs posten, kerstin

  7. 30. März 2014 at 07:18

    Boa, ich bin begeistert. Also wenn du nur davon erzählt hättest, dann hätten dich bestimmt einige Leute nur ungläubig angeschaut. Das ist ja wirklich der Hammer wie relaxt er da liegenbleibt. dich anschaut und sogar noch gähnt. Also ob ihm das Shooting langweilen würde *gg*

    Echt superklasse Fotos liebe Annika, da freue ich mich auch für dich.

    Liebe Sonntagsgrüssle

    Nova

  8. 31. März 2014 at 14:53

    Oha, na sowas! Ist ja putzig! Daß der sich nicht stören läßt. Die Sonne hat ihn einfach zu sehr betört. 🙂 Da kann man einmal sehen, was dieser Feuerball zustande bringt 😀
    Ich habe es bisher nur zu einem ausgewachsenen Hasen ganz in der Nähe gebracht, den ich an seinem Sitzplatz aufgestört hatte. Leider war die Cam nicht schnell genug gezückt …
    Wunderbar, daß Du den Fuchs hast aufnehmen können!!! Das ist wirklich ein ganz großer Glücksfall!

    Liebe Grüße auch hier
    Sara

  9. 1. April 2014 at 06:12

    Wow, wohnt Ihr so dicht an Wald & Flur? Oder wandern auch die Füchse immer weiter in die Wohngebiete, da es ihnen an ’natürlicher‘ Natur fehlt? Komisch, da ich im Moment schwanke, ob unsere Katzen nun sicherheitshalber wieder eine Tollwut-Impfung bekommen oder nicht, musste ich bei Deinen Bildern sofort an Tollwut denken. Aber ich stelle fest, dass ich mich da wohl mal über die Symptome informieren sollte, denn die Tiere sind ja wohl nicht so gelassen/zutraulich sondern eher aggressiv?
    Einerseits ist es schon toll, dass man im Garten Wildtiere so hautnah erleben kann – so wie wir die Eichhörnchen im Wäldchen und am Tisch. Aber andererseits ist es auch tragisch, dass ihnen da draußen der Lebensraum wohl nicht mehr zum Leben reicht. Spannendes Thema …
    Nachdenkliche Grüße
    Silke

    • Annika
      Annika
      1. April 2014 at 18:45

      Hallo Silke,

      nein wir wohnen nicht dicht an Wald und Flur, sondern mitten in Berlin.

      Wegen der Tollwut:

      „Wenngleich die klassische (terrestrische) Tollwut
      in Deutschland nicht mehr vorkommt, lässt sich die
      Fledermaus-Tollwut vorerst nicht ausrotten.“

      Deutschland gilt offiziell seit 2008 als frei von Fuchstollwut.

      Liebe Grüße,
      Annika

  10. 3. April 2014 at 07:54

    Hallo Annika,
    danke für den Hinweis. Ich hatte das auch in Bezug auf Katzenimpfung irgendwo mal so gelesen. Nur möglich ist es ja trotzdem 🙁 Vielleicht lag es auch einem Tatort-Film, wo ein Hund in Skandinavien mit Tollwut infiziert war, dass ich sofort daran dachte. Ja, die Medien 😉

    Wirklich irre, was sich da mitten in Berlin so rumtreibt. Wir hatten mal Waldohreulen-Kinder im Garten. Die haben letztes Jahr zum Glück ein paar Fichten weiter gebrütet. Und ich bin froh, dass wir noch von Waschbären verschont sind. Aber wer weiß wie lange noch. Das wird dann bestimmt ‚lustig‘. Mir reicht das Mauswiesel in der Zimmerdecke über dem Bett …
    LG Silke

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