einen Hotspot anlegen ( I )

In diesem Beitrag möchte ich mal das Anlegen eines Hotspots im Rahmen des 3-Zonen-Gartens zeigen. Wir gärtnern ja seit letztem Jahr – also 2017 – nach diesem Prinzip.

Was ist mit Hotspot gemeint?

Ein Hotspot ist der Bereich im 3-Zonen-Garten, in dem es am meisten und vielfältigsten blüht. Hier wachsen und blühen heimische Pflanzen um die Wette und bieten so den naktar- und pollensuchenden Insekten einen reich gedeckten Tisch.

Warum liegt der Fokus auf mageren, trockenen Hotspots?

Nun, die Frage ist eigentlich ganz einfach zu beantworten. Wenn man sich anschaut, wie viele verschiedene heimische Pflanzen auf trockenen und magerem Boden am besten wachsen und das dann mit anderen Böden vergleicht, ist es gleich klar. (Fettwiesen ungefähr 90 Arten im Vergleich zu 740 Arten die magere Standorte bevorzugen)

Hinzu kommt die Tatsache, dass gerade diese mageren Böden in unserer überdüngten Landscaft nach und nach verschwinden. Fettwiesen hingegen gibt es immer mehr. Wenn wir also die Vielfalt fördern wollen, macht es natürlich Sinn, dass zu erschaffen, was es von alleine nicht mehr so häufig gibt.

einen mageren, trockenen Hotspot anlegen

Es gibt also auch andere Formen eines Hotspots. Ich zeige aber zuerst den Aufbau dieses Hotspots, weil auf dieser Art wie oben beschrieben der Fokus liegt.

Zunächst einmal eine Stelle im Garten auswählen und dort die Grasnarbe abtragen.

Dann die Fläche mit Bauschutt als Drainage wider auffüllen. Darauf achten, dass das Material unbelastet ist.Anschließend mindestens 20cm Sand aufbringen. Erde wird hier nicht gebraucht, da wir ja Pflanzen setzen wollen, die es mager lieben.

Wichtig: Es gibt unheimlich viele bodennistende Wildbienenarten. Für sie sind sandige Flächen natürlich auch unverzichtbar. Als Nistplatz sollte man aber zwei Dinge beachten: Nicht oder nur sehr wenig bepflanzen und den richtigen Sand auswählen. Er muss den Förmchentest bestehen: Das heißt im trockenen Zustand muss ein Sandkuchen formbar sein, ansonsten ist der Sand nicht geeignet. Ich habe hier erstmal nur eine magere Fläce geschaffen, mit Sand der verfügbar war. Ein Nistplatz (Sandarium) werde ich an anderer Stelle anlegen.

Nach Lust und Laune dekorieren, gestalten und bepflanzen:

Diese Pflanzen sind vorerst eingezogen:

Ihr seht eine Fett-Hennen-Art, Delosperma (Mittagsblume) und einige Hauswurzen. Außerdem habe ich einige kleine Krokusse gesetzt, damit es im Früjahr zeitig was blühendes gibt.

Ausgesät habe ich an dieser Stelle erstmal nur roten Klatschmohn. Das liegt aber eher daran, dass ich mich noch nicht so ganz entschieden habe, was ich da langfristig haben möchte. Die Fläche ist ja doch erstmal überschaubar.

So sah unser Hotspot nach Fertigstellung 2017 aus:

Und so Ende Februar 2018:

Ich hoffe das ich euch dann bald zeigen kann, wie der Hotspot im Frühling aussieht und dann natürlich im weiteren Verlauf des Jahres.

 

1 Kommenar für “einen Hotspot anlegen ( I )

  1. 23. März 2018 at 06:20

    Schaut klasse aus und toll angelegt. Ist auch ein absoluter Hingucker im Garten, da werden sich die Insekten bestimmt freuen, neben den Pflanzen die sich wohlfühlen.

    Ich habe hier sowas indirekt durch natürlichen Wuchs und Beschaffenheit, aber das wäre dennoch auch noch was für mich.

    Wünsche dir einen tollen Tag und sende liebe Grüssle

    N☼va

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