vegan, regional & saisonal

Buch_Lisa1Drei Worte die den Titel eines im April erschienen Kochbuches bilden und meiner Meinung nach, drei Worte die wunderbar zu einer Selbstversorger-Küche passen.

Nein,Selbstversorgung hat nicht zwangsläufig etwas mit veganem Essen zu tun. Aber pflanzliche Zutaten sind nun einmal die, die die man am einfachsten bekommen kann. Wer von Selbstversorgung spricht, denkt dabei meist in erster Linie an einen Nutz-Garten. Dort wachsen Gemüse, Obst und Kräuter.

Tierhaltung kommt für viele aus den unterschiedlichsten Gründen nicht in Frage. Wenn dann sollte es zumindest nicht der erste Schritt sein. Auch eine Pflanze lässt zwar den Kopf hängen, wenn man sich nicht kümmert, aber bei einem Tier ist die Verantwortung doch um ein vielfaches größer. Wer in den Anfängen der Selbstversorgung steckt, ist mit einem Garten ohne Tiere zunächst weit genug ausgelastet. Das sind jedenfalls unsere Erfahrungen.

Und deshalb finde ich – ohne selbst dauerhaft vegan zu leben – Rezepte dieser Art einfach fantastisch. 

Grundsätzlich würde ich niemanden ein vegetarisches oder veganes Leben vorschreiben wollen. Aber das Fleischverzicht generell Sinn macht, sollte mittlerweile jedem klar sein. (Am Ende des Beitrages findet ihr dazu ein informatives Video)

Nun aber zum Buch:

Vegan, regional, saisonal – Einfache Rezepte für jeden Tag

Geschrieben hat das Buch die liebe Lisa vom Experiment Selbstversorgung. Sie selbst lebt vegan und versorgt sich seit einigen Jahren weitgehend gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Michael selbst.

Das Buch erschien im April 2014 im Ulmer-Verlag unter der ISBN-Nummer 978-3-8001-8068-4 und kann für 19,90€ erworben werden.
Auf der Seite von Lisa und Michael könnt ihr einen Blick in das Buch werfen und wenn ihr direkt über ihre Seite bestellt, bekommt ihr einen tollen Saisonkalender dazu.

Was steckt drin?

Das Buch ist in 6 größere Bereiche aufgeteilt.
Ganz am Anfang beschreibt Lisa, warum sie dieses Buch geschrieben hat. Danach folgt einiges an Grundrezepten, die immer wieder in den zum Einsatz kommen. Bevor es dann richtig los geht, gibt es noch einige Hinweise zum Aufbau der Rezepte.

Und dann geht es richtig los. Aufgeteilt nach Frühling, Sommer, Herbst und Winter gibt es jeweils die vier Unterkategorien ‚Suppe & Salat‘ , ‚Hauptgerichte‘, ‚Brotzeit & Snacks‘ und ‚Süßes‘. Im Frühling kommt noch ein Ostermenu und im Winter ein Weihnachtsmenu hinzu.

Den letzten Part des Buches bildet ein Serviceteil mit Bezugsquellen für gutes Saatgut, Adressen für weiterführende Infos und einem Rezeptregister.

Im Einband des Buches sind noch Saisonkalender für Obst, Gemüse und Wildkräuter eingefügt, dass finde ich äußerst praktisch. Ebenfalls hilfreich und inspirierend gemacht, finde ich die vielen kleinen Tipps, die man als Randnotizen im gesamten Buch findet.

Mein Fazit zum Buch

Es gibt viele Kochbücher, doch dieses ist wirklich eine besondere Empfehlung wert.

Die 140 Rezepte sind wirklich durchweg unkompliziert und sehr leicht nachzukochen.

Es wird sich sehr konsequent an die Maxime „regional & saisonal“ gehalten und es sind äußerst wenig Zutaten enthalten, die man auch als Selbstversorger zukaufen muss (z.B. Mehl, Zucker, Öl…). Auch auf ausgefallene Gewürze wird verzichtet und überwiegend mit Kräutern gearbeitet.

Und ganz ehrlich: Wer sein Gemüse selbst anbaut, weiß wie viel mehr Geschmack darin enthalten ist und das man mit viel weniger Gewürzen auskommt ohne das es fad schmeckt!

Für Selbstversorger ist dieses Buch wirklich ganz besonders optimal geeignet.

Aber auch jeder der auch nur auf eines der drei Schlagworte im Titel wert legt, ist dieses Buch ein wahrer Schatz.

Das Buch ist mit viel Liebe zum Detail entstanden und es macht Spaß sich durch die Rezepte zu lesen und dabei festzustellen wie einfach Ernährung sein kann.

 

 

So, zum Schluss noch das Video zum Thema „Fleischverzicht“.

1 comment for “vegan, regional & saisonal

  1. Avatar
    18. Mai 2014 at 23:45

    Liebe Annika,
    das erinnert mich jetzt an die Büchlein aus dem Packpapierverlag aus den 70er oder 80er Jahren
    http://www.packpapierverlag.de/wp-content/uploads/2010/12/Gesamtliste.pdf
    Klar, heute ist alles bunter und toller aufgemacht. Aber schon damals ging es um saisonales Obst und Gemüse, z.B. im Winter die Kohlarten, die hier so wachsen, anstatt um von der anderen Erdhalbkugel eingeflogene Produkte …
    Und ich erinnere mich noch gut an meine Kindheit, als wir einen Selbstversorger-Garten hatten. Meine Großmutter war gut darin, wir hatten alles, was man sich nur wünschen kann. Vieles gab es zu der Zeit in den Läden gar nicht oder nur teuer zu kaufen. Aber es war ein Fulltime-Knochenjob, den sie mit über 70 Jahren aufgegeben hatte, obwohl sie eine geborene Gärtnerin war …
    Wir haben es auch einmal probiert, stellten aber fest, daß wir fürs Landleben nicht geboren sind. Der eine hat zu schwache Handgelenke oder Rücken *lach*, der andere hat es eher im Kopf *ähm* … also geistig orientiert, mehr intellektuell und dann die viele Handarbeit, da kommt man ja zu gar nix mehr … trotzdem finde ich die Idee nach wie vor wunderbar und wer es umsetzen kann, den bewundere ich!
    Ganz vegan möchte ich jedoch nicht leben, aber wir essen seit vielen vielen Jahren keine toten Tiere mehr! Doch Milchprodukte und Ei dürfen es immer noch sein, sonst fühlen wir uns nicht dauerhaft wohl.

    Viele liebe Grüße
    Sara

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.