(Teil3) natürliche Mittel, statt Chemie: gesunde Pflanzen durch sinnvolle Nachbarschaften

Mischkulturen im Garten sind generell keine schlechte Wahl, da eine Mischkultur eventuellen Schädlingen nicht gleich eine ganze Plantage an Lieblingsspeisen auf einem Platz anbietet.
Ebenso ist es für den Boden gut, wenn er nicht von einer Sorte Pflanzen punktoell leergesaugt wird, was die Nährstoffe angeht.

Wenn man Mischkulturen clever kombiniert, kann man vieles vorbeugen.

Dazu hier mal einige sinnvoller Kombinationen:

Buschbohnen halten die mehlige Kohlblattlaus im Schach, sie befällt z.B. Rosenkohl ganz gerne.

Kohl an sich ist wiederrum gut, um dem sogenannten Sellerierost vorzubeugen.
Zwischen Kohl und Sellerie gibt es sogar eine positive Wechselwirkung. Der Sellerie hält Kohlweißlingsraupen und Erdflöhe im Schach.Gegen Eulenraupen hilft Porree zwischen den Kohlpflanzen.

Braucht man nicht wirklich im Garten….

Außerdem sind die Kräuter Thymian und Ysop gute Begleiter von Kohlarten, da sie sowohl den Kohlweißling, als auch Schnecken abhalten. Aber auch Minze wirkt gegen Kohlweißling & Erdfloh, sowie gegen Ameisen.
Bei Kohlrabi und Radieschen wirkt Kopfsalat gegen Erdflöhe.

Rote Beete wirkt gegen Fäulniserregeer bei Möhren. Gegen die lästige Möhrenfliege helfen Pflanzen aus der Zwiebelfamilie wie zB. Zwiebeln oder Porree, aber auch Salbei.

Eine postive Wechselwirkung gibt es auch zwischen Tomaten und Spargel, sie unterstützen sich gegenseitig gegen Tomatenwelke bzw. Spargelrost. Für Tomaten sind außerdem Tagetes und Basilikum gute Begleiter.

Gegen Kartoffelkäfer hilft zwischengepflanzter Meerretich. Der Meerrettich hilft aber auch gegen Monilia bei Obstbäumen.
Da wir gerade bei Obstbäumen sind: Um den Stamm Kapuzinerkresse pflanzen, hilft gegen Läuse und Ameisen, die dann nicht mehr in Massen in die Bäume klettern.

Damit Erdbeeren vorm Grauschimmel bewahrt werden, bietet es sich an Knoblauch, Porree oder Zwiebeln zwischen zu pflanzen.

Zwischen Bohnen am besten immer gleich das geschmacklich passende Bohnenkraut pflanzen. Da hat man nicht nur zwei Komponenten nah beieinander, die man oft eh zusammen erntet und verarbeitet. Nein, das Bohnenkraut schützt die Bohnenpflanze vor der schwarzen Bohnenlaus.
(Soviel „Bohne“ in einem Absatz, nenene….)

Zu Gurken sollte man möglichst Basilikum pflanzen. Er schützt vor Gurkenmehltau. Aber auch Dill ist eine sinnvolle Kombination.

Ich mag ja auch Kombinationen aus Nutz- und Zierpflanzen sehr gerne.

Ringelblumen sind gute Begleiter für Erbsen, Gurken, Grünspargel, Kohlarten, Mairüben, Möhren und Tomaten.

Sonnenblumen sollten nicht in die Nähe von Kartoffeln gepflanzt werden. Gute Nachbarschaft leisten sie aber bei Gurken. Zu anderen Pflanzen verhalten sie sich neutral. Man kann sie gut als äußerst hübschen Schutz gegen Wind an die Nordseite der Beete  pflanzen.

Tagetes sind gut gegen Nematoden im Gartenboden, da sich diese in den Wurzeln der Tagetes festsetzen. Über ihre Nachbarschaf freuen sich Tomaten, Buschbohnen, Kartoffeln und Kohl.
__________________________________________________________

Wer mit Mischkulturen arbeitet, wird eine strenge Fruchtfolge nicht immer einhalten können. Das ist in diesem Fall aber auch zweitrangig und sollte nicht zu engstirnig betrachtet werden.

Es gibt noch viele weitere Zusammenhänge und es lohnt sich, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

1 Kommenar für “(Teil3) natürliche Mittel, statt Chemie: gesunde Pflanzen durch sinnvolle Nachbarschaften

  1. 22. März 2012 at 23:05

    Ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass Ringelblumen fast über meine Tomaten hinweggewuchert sind, so dass ich sie entfernen musste. Allerdings war das im Topf, im Freiland habe ich die Kombination von Tomaten und Ringelblumen noch nicht getestet.

    lg kathrin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.