(Teil 6) natürliche Mittel statt Chemie – Läuse

Sie sind nur 1-7mm groß und dennoch sind sie ein Graus für Gärtner: Läuse…
Wenn wir von Läusen reden, dann meistens von Blattläusen, es gibt aber mehr als 800 Arten in Mitteleuropa. Sie gehören zur Gruppe der Pflanzenläuse.

Meist entdecken wir Blattläuse, wenn sie in Massen auftauchen und uns eine Veränderung an der Pflanze, auf der sie sitzen, auffällt.

Ich habe gestern leider die Entdeckung gemacht, dass sich Läuse an unserer Kamille angesiedelt haben… 🙁  Die schwarzen Grüppchen lassen sich an den hellgrünen Stängeln nicht wirklich übersehen.
Unser Seifenkraut muss ich heute auch mal näher unter die Lupe nehmen, daran kräuseln sich die Blätter, dass kann ein Zeichen für Lausbefall sein.
Ebenso wie klebrige Blätter. Das klebrige ist der Honigtau, den die Läuse ausscheiden und der leider den Ameisen sehr gut schmeckt.


Ameisen und Läuse sind keine sehr gute Kombination. Die Ameisen werden hier zu regelrechten Landwirten, die sich Läuse Kolonien halten und selbst melken, um an den klebrig-süßen Honigtau zu kommen. Eine für sie positive Symbiose, aber für uns als Gärtner….

Bei Lausbefall sollten wir aktiv werden und etwas dagegen tun. Aber nicht einfach die Chemiekeule schwingen, auch wenn das recht einfach ist. Es gibt eine Menge natürlicher Mittel, die wir nutzen können und so unsere wertvolle Ernte aus dem Garten auch „bio“ bleibt.

Vielen von euch ist jetzt bestimmt der Marienkäfer in den Sinn gekommen. Das ist eigentlich jedem bekannt, dass die schwarzgepunkteten Käfer Läuse verspeisen.Und das in ganz schönen Mengen: Ein Käfer vertilgt bis zu 200 und eine Larve gar bis zu 400 Läuse am Tag!
Doch Läuse haben noch mehr natürliche Fressfeinde. Dazu gehören Ohrwürmer, Vögel, Florfliegen oder auch Schlupfwespen.

Selbst hergestellte Pflanzenjauchen (siehe Teil 4) aus Brennnesseln oder Ackerschachtelhalm sind hilfreich gegen Blattläuse und Spinnmilben. Die Pflanzenjauche stärkt unter anderem die Blätter der Pflanze, so dass die Läuse Schwierigkeiten bekommen, an ihnen zu saugen und zu knabbern.

Man kann sich aber auch mit bestimmten Pflanzen auf verschiedene Weise vor unerwünschtem Lausbefall schützen.
Bohnenkraut neben Bohnen gepflanzt, soll zum Beispiel die schwarze Bohnenlaus fernhalten.
Kapuzinerkresse unter Obstbäume gepflanzt, hält die Läuse aus den Bäumen fern. Generell zieht Kapuzinerkresse Läuse magisch an, weshalb sie dadurch die Nachbarpflanzen verschonen.

Die Tipps sind natürlich eher für die Anwendung im Garten geeignet. Für die Zimmergärtner unter euch, habe ich folgende Seite als Tipp: Pflanzenschädlinge an Zimmerpflanzen bekämpfen

Habt ihr Probleme mit Blattläusen und Co? Was habt ihr für chemiefreie Hausmittel?

2 Kommentare für “(Teil 6) natürliche Mittel statt Chemie – Läuse

  1. 1. Juni 2013 at 14:52

    Läuse sind wirklich ein Thema. Gerade im Gemüsegarten will man ja nicht mit der chemischen Keule zuschlagen! Aber die biologischen Mittel funktionieren auch, sind vielleicht manchmal etwas aufwändiger, aber genauso wirkungsvoll!
    Danke für deine Ausführungen!
    LG Calendula

  2. 3. Juni 2013 at 00:11

    Verdammt nützlich Deine Tips!
    LG lykka

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