Echtes Seifenkraut – Saponaria officinalis

Seifenkraut – Blüten

Das echte Seifenkraut gehört zur Gattung der Seifenkräuter, von denen es um die 30 Arten gibt. Es gehört zur Familie der Nelkengewächse.
Eine andere Bezeichnung für echtes Seifenkraut ist gemeines oder auch gewöhnliches Seifenkraut, sowie Seifenwurz oder Wachwurz.

Seifenkraut ist mehrjährig und wird bis zu 80cm hoch. Die Stengel sind behaart, fühlen sich aber weich an. Die Blätter des Seifenkrauts sind länglich und stehen lanzettenartig vom Stengel ab.
Die Blütezeit liegt zwischen Juni und August.
Vermehren kann diese Pflanze sich auf unterschiedliche Art und Weise. Zum einen bildet sie Samenkapseln, wenn sie verblüht ist, zum anderen bildet sie lange unterirdische Rhizome.

Das Seifenkraut findet sich in Höhen bis zu max. 1000m (i.d.R.bis 700m) in ganz Europa. Nach Amerika wurde es erst im 19. Jahrhundert eingeführt. Es bevorzugt als Standort Ödland, Wegränder, Schuttplätze und sandige Flussufer.
Seifenkraut gilt als Pionierpflanze.
Die Art ist nicht besonders häufig, gilt aber auch nicht als gefährdet.

Die Verwendung der Pflanze verrät der Name: Es ist ein natürliches Waschmittel, da in den Wurzeln sehr viele natürliche Saponoide enthalten sind.
Im Herbst die Wurzeln ausgegraben. Von ihnen entfernt man die Seitentriebe, sowie den Dreck. Die Hauptwurzel ist ähnlich einer Rübe stark verdickt.
Anschließend schneidet man die Wurzel in Stücke und trocknet diese in der Sonne oder auch bei niedriger Temperatur im Backofen.

Seifenkraut – Blätter

Die Wurzeln können wie Waschnüsse verwendet werden. Sie reingen nicht so megagründlich wie heutige chemische Waschmittel. Dafür ist es ein biologisches Waschmittel, dass den Stoff schont. Deshalb ist es auch gerade für Seide und Wolle geeignet.
Durch das Nachspülen mit Essig kann auch auf Weichspüler verzichtet werden.

Seltener werden getrocknete Blätter für Tee verwendet. In zu großen Mengen kann das Seifenkraut zu Erbrechen führen (so ist das halt, wenn man Seife ißt 😉 ). Der Tee gilt als harn- und schweißtreibend, sowie auswurffördernd.
Der Sammelzeitpunkt für Blätter ist im Sommer.

WILDER GARTEN
Seifenkraut eignet sich auch für den Anbau in Gärten, in denen Wildpflanzen kultivert werden. Es hat mit seinen hübschen Blüten einen hohen Zierwert. Die Pflanze kann auch als Schnittblume genutzt werden.

Kleiner Nachtrag: Hier noch ein interessanter Link zu den Wascheigenschaften des Seifenkrautes.

7 Kommentare für “Echtes Seifenkraut – Saponaria officinalis

  1. 26. Juli 2011 at 10:18

    das sieht aber hübsch aus, wo bekommt man denn sowas??

    LG
    Brigitte

  2. 26. Juli 2011 at 17:16

    Danke für die ausführliche Info, bin nämlich immer noch auf der Suche auf Pflanzen, alles wildwuchernd, aber doch schön.

    GLG Marianne ♥

  3. 26. Juli 2011 at 17:45

    es sieht sehr schön aus, findet man das in der Natur?
    Mh ich kenne es nämlich nicht.
    LG Olivia

  4. 26. Juli 2011 at 18:13

    Liebe Annika,

    sehr interessant ist das, was Du schreibst. Ich kenne zwar das Seifenkraut vom Namen nach, wusste aber sonst weiter nichts.
    Bin ich also wieder ein wenig schlauer geworden.

    Liebe Grüße
    Jutta

  5. 26. Juli 2011 at 21:46

    dein Seifenkraut hat sehr schöne zarte Blüten….und danke für deine Info dazu…
    LG: Karin

  6. 26. Juli 2011 at 22:07

    Hallo,

    das Seifenkraut habe ich auf der Wiese entdeckt, die öfters in den fnnf-Beiträgen auftaucht.

    Sammle auch Samen vom Seifenkraut. Wer Interesse hat, kann sich gerne melden.
    Mal schauen, wieviel ich sammeln kann. Will ja nicht den Bestand roden.

    LG
    Annika

  7. 8. August 2011 at 13:09

    Danke für’s Verlinken.
    Hatte gerade mal geschaut, wer das noch ausprobiert hat und bin auf deinen Blog gestoßen.
    Ich glaube, ich werde meinem Seifenkraut sogar noch ein eigenes Beet spendieren!
    Viele Grüße
    Elke

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