
Annika
Mein Name ist Annika und ich lebe mit meinem Mann und meiner Tochter in Brandenburg in der Prignitz.
Ich liebe so ziemlich alles, was mit Natur und Garten zu tun hat. Seit 2010 blogge ich deshalb auch in meinem „Grünen Himmel“. Hier kann ich schreiben, meine eigenen Fotos nutzen und mich auch bei Schietwetter nach draußen träumen.
Schon als Kind konnte ich mich für all das begeistern. Meine Großeltern versorgten sich noch selbst aus dem Garten mit Obst und Gemüse. Mein Opa hatte eine Passion für Rosen und Obstbäume. Das war eine tolle Zeit.
Als 10jährige gründete ich meinen ersten Umweltclub und ich informierte mich mit Freunden über Umweltthemen, wir sammelten Müll in der Umgebung und waren einfach ganz viel draußen unterwegs.
Dann kam die Pubertät und meine Interessen verschoben sich hin und her. Doch bereits in meiner ersten eigenen Wohnung – ich zog mit 17 wegen der Ausbildung aus – bepflanzte ich jede Balkonnische mit Kräutern, Gemüse und bunten Blumen. Ich fing wieder Feuer. Mangels eigenem Garten gärtnerte ich in den Gärten von Freunden oder war einfach viel in der Natur unterwegs.
Während unserer Zeit in Berlin hatten wir das Glück einen sehr wohnungsnahen 350m2 großen Schrebergarten übernehmen zu können. Das war auch der Beginn vom Blog „im-grünen-himmel“.
Alles was wir im Garten erlebten und machten, begeisterte mich selbst so sehr, dass ich einfach eine Art Tagebuch schreiben wollte. Vorrangig für mich, um meine Freude in Worte zu packen. Auch Positives will verarbeitet werden.
2014 mussten wir den Garten aufgeben. Das war der Moment, als für uns fest stand, die Großstadt zu verlassen und künftig mit mehr Natur und Garten auf dem Land zu leben. So ging es von der Millionenstadt ins Zwanzig-Einwohner-Dorf im Biosphärenreservat Brandenburgische Elbtalaue. 10 Tage nach dem Umzug wurde unsere Tochter Luisa geboren. Schwupps, war unser Leben nochmal wieder ganz anders. Aber wunderschön!

Ohne Garten geht doch gar nicht…

Trotz aller Natur- und Gartenliebe lag der Fokus natürlich auf unserer kleinen Maus. Da wir noch keinen neuen (eigenen) Garten hatten, waren wir ohne zu gärtnern viel draußen unterwegs.
Lange habe ich das aber auch nicht durchgehalten, und so begann ich Ende 2016 unser neues Gartenstück zu planen. Wir durften es auf dem Grundstück unseres Vermieters hinter dem Haus anlegen. Knapp 10 x 10m. Endlich wieder!
2017 wurde dann jede Möglichkeit genutzt, an dem bisschen Garten zu arbeiten.
Das ging ganz gut, auch mit der mittlerweile fast zweijährigen Maus. Sie entdeckte ihren Forschergeist und war auf ihre Art emsig dabei.
Die Entstehung von Hortus Lunkini
2018 begann ich dann beim Trägerverbund der Burg Lenzen zu arbeiten und konnte mich dort fortan gärtnerisch einbringen.
Nach und nach stellte ich die Pflege im dortigen Burgpark auf das 3-Zonen-Konzept um. So wurde der Park zu „meinem“ zweiten Hortus. Diesmal fast 5ha. „Hortus Lunkini“ entstand.
Durch mein Selbststudium über heimische Pflanzen und Tiere und die Möglichkeit, seit Jahren während der Arbeit ständig die Natur vor Ort zu beobachten, habe ich mir ein umfangreiches Wissen zu diesen Themen aneignen können.
Es macht mir riesigen Spaß, das während meiner Arbeit an andere Menschen weitergeben zu können. Mittlerweile biete ich Führungen und Aktiveinsätze im Burgpark an und organisiere nun im sechsten Jahr das Hortus-Netzwerktreffen in Lenzen.
Auf 5ha geht einem die Fläche auch nicht so schnell aus, und so konnte ich viele verschiedene naturnahe Beete in den Park integrieren oder durch die Anpassung der Pflegemaßnahmen teils alte Pflanzenstrukturen des Parks erhalten. Die Erfahrung über die Jahre zeigt, wie effektiv naturnahe Pflege in einem Park jenseits des Naturschutzgedanken noch ist. Der Wasserverbrauch im Park wurde extrem minimiert. Der Arbeitsaufwand insgesamt ist verbessert. Vor allem lassen sich auch einzelne Arbeitsschritte zeitlich deutlich optimieren und in vielen Fällen mit einem mehrfachen Nutzen belegen, wenn man anfängt in Kreisläufen zu denken.


Ende August 2024 trafen wir uns zum 5. Mal im Hortus Lunkini zum Netzwerktreffen.
Diese Treffen haben sich sehr freundschaftlich und familiär entwickelt. Was ich total wunderbar finde. Auf diesen Treffen lernten auch Claudia, Sus und ich uns kennen.
Die beiden haben mir im September eine riesige Chance ermöglicht und sich wahnsinnig dafür eingesetzt, dass ich Oktober 2024 die Weiterbildung „Berufung Garten“ bei der https://www.deutschegartenakademie.de/Deutschen Gartenakademie anfangen konnte.