Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)

Auch wenn der Sommer zu Neige geht, in der freien Natur und auch in den Gärten blühen auch jetzt noch neue Blumen auf.
In unserem Garten habe ich ein paar Herbstzeitlose entdeckt. Bisher kannte ich sie noch nicht und habe mich im ersten Moment gewundert, warum die Krokusse Anfang September in meinem Garten blühen.

Regen-Sommer von Gottfried Keller

Heute regnet es schon den ganzen Tag. Aber das hat es ja recht oft in letzter Zeit. Wenn wir auch über die Fußbal-WM hinweg super Sommerwetter hatten, so ist es insgesamt in diesem Jahr ganz schön vertrackt.

Hier mal ein Gedicht von Gottfried Keller (1819-1890):

Sommer-Regen

Nasser Staub auf allen Wegen!
Dorn und Distel hängt voll Regen
Und der Bach schreit wie ein Kind!
Nirgends blüht ein Regenbogen,
Ach, die Sonn‘ ist weggezogen
Und der Himmel taub und blind!

Traurig ruh’n des Waldes Lieder,
Alle Saat liegt siech darnieder,
Frierend schläft der Wachtel Brut.
Jahreshoffnung, fahler Schimmer!
Mit den Menschen steht’s noch schlimmer,
Kalt und träge schleicht ihr Blut!
Krankes Weib am Findelsteine
Mit dem Säugling, weine! weine
Trostlos oder hoffnungsvoll:
Nicht im Feld und auf den Bäumen –
In den Herzen muß es keimen,
Wenn es besser werden soll!
Fleh‘ zu Gott, der ja die Saaten
Und das Menschenherz beraten,
Bete heiß und immerdar,
Daß er, unsre Not zu wenden,
Wolle Licht und Wärme senden
Und ein gutes Menschenjahr!

Kaiserkronen – Liliengruß aus dem Orient

Meine Neuentdeckung im Garten dieses Jahr: Kaiserkronen.

Wir haben den Garten ja erst seit März 2010. Beim Umbuddeln und Aufräumen des Gartens sind wir dann auf eine Art Apfel gestoßen, aus der so etwas wie Spargel gewachsen ist.
Niemand von uns wusste, um was es sich dabei wohl handeln könnte. Also haben wir das ganze wieder eingepflanzt und uns einfach mal überraschen lassen.

Sommersneige – ein Gedicht von Georg Trakl

Der grüne Sommer ist so leise
Geworden, dein kristallenes Antlitz.
Am Abendweiher starben die Blumen,
Ein erschrockener Amselruf.

Vergebliche Hoffnung des Lebens. Schon rüstet
Zur Reise sich die Schwalbe im Haus
Und die Sonne versinkt am Hügel;
Schon winkt zur Sternenreise die Nacht.

Stille der Dörfer; es tönen rings
Die verlassenen Wälder. Herz,
Neige dich nun liebender
Über die ruhige Schläferin.

Der grüne Sommer ist so leise
Geworden und es läutet der Schritt
Des Fremdlings durch die silberne Nacht.
Gedächte ein blaues Wild seines Pfads,

Des Wohllauts seiner geistlichen Jahre!

Georg Trakl wurde 1887 in Salzburg geboren und verstarb im 3. November 1914 in Krakau.
Irgendwie passt das Gedicht heute zum Tag, auch wenn es etwas melancholisch ist. Aber das der Sommer zu Neige geht, war bei der heutigen Gartenarbeit nicht zu leugnen.

Geschützt: Fotos

Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Beitrag ist.