Selbstversorgerjahr

Das Selbstversorgerjahr im Februar

Der Schnee ist weg, die letzten Tage schien bei uns die Sonne und wir hatten Temperaturen um die 10°C. Was liegt da näher, als in den Garten zu gehen?

Was im Februargarten gemacht werden kann, habe ich vor Jahren schon mal hier zusammengefasst. Was derzeit für Selbstversorger möglich ist, hatte ich eigentlich auch schon mal geschrieben. Aber offensichtlich ist mir dieser Artikel beim Blogumzug verloren gegangen. 🙁
Egal, mittlerweile kann ich ja auch einige Erfahrungen mehr mit einbringen. Und so schreibe ich ihn heute halt nochmal.

Das Selbstversorgerjahr im April

Vorwort:In dieser kleinen Monatsserie, möchte ich festhalten welches Obst und Gemüse, wann ausgesät und geerntet werden kann. Ergänzend dazu werde ich einige jahreszeitliche Vorschläge und Anregungen zusammen tragen. Letztendlich soll diese Serie übersichtlich darstellen, was auf Selbstversorgerbasis in punkto Obst und Gemüse machbar ist. Für weitere Anregungen und Hinweise bin ich sehr dankbar. Nutzt dafür einfach die Kommentarfunktion.   Es wird mehr und mehr, was man als Selbstversorger im eigenen Garten anbauen kann. Die Speisekarte wird zunehmend abwechslungsreicher.Deshalb zunächst mal eine Übersicht dessen, was man bei entsprechend vorherigem Anbau jetzt ernten könnte:Den letzten Chicoree, verschiedene Blattsalate, Mangold, Spinat,  Radieschen, Porree, Rhabarber* Ende des Monats sogar schon den ersten Spargel…Außerdem stehen diverse Kräuter im Garten und auch Wildkräuter wieder vermehrt zur Verfügung.Folgendes Obst und Gemüse könnte jetzt noch von der letzten Ernte unverarbeitet im Lager liegen:Äpfel, Kürbis, Weiß-, Rot- und Spitzkohl, Wirsing, Kartoffeln, Karotten, Knollen-Sellerie, Pastinaken, rote Beete, Rettich, Zwiebeln…Nicht zu vergessen, dass was man in der letzten Saison eingekocht oder sonstwie verarbeitet hat.Daraus lässt sich doch einiges an leckeren Gerichten zaubern, nicht wahr?* Rhabarber find ich persönlich ja richtig klasse. Da die Erntezeit von Ende April bis zum 24. Juni beschränkt ist, lohnt es sich Vorräte in Form von Kompott oder Marmeladen anzulegen. Auch das Wegfrieren vorgeschnittener Stücke bietet sich an. Hmmmm…. lecker. Ich denke gerade an Rhabarberkuchen vom Blech… So lecker!Den richtigen Erntezeitpunkt erkennt man daran, wenn sich die Blätter zwischen den Blattachseln beginnen zu glätten. Zum Rhabarber gibt es noch einen kleinen Tipp: Es werden ja nur die Stangen, nicht aber die Blätter verarbeitet. Die großen Blätter eignen sich aber hervorragend um zur Zeit ungenutzte Beete abzudecken. Das Unkraut bekommt weniger Licht und verbreitet sich nicht so stark. Außerdem können die Blätter anschließend gleich in den Boden eingearbeitet werden und zur Bodenverbessung genutzt werden.Ab jetzt können auch schon viele weitere Obst- und Gemüsepflanzen ins Freiland gesät bzw. gepflanzt werden.Voranzuchten aus dem Gewächshaus sollten allerdings vorher an das neue Klima gewöhnt werden. Ansonste können sie einen Kälteschock erleiden, der zum Wachstumsstillstand führt.Wärmeliebende Pflanzen wie Tomaten oder Paprika sollten aber unbedingt bis nach den Eisheiligen (Mitte Mai) im Gewächshaus bleiben.Folgendes kann jetzt im Freiland ausgesät werden:Puffbohnen, Buschbohnen, Erbsen, die meisten Kohlarten, verschiendenste Salate, Mangold, Mairüben, Möhren, Pastinaken, Porree, rote Beete, Radieschen, Schwarzwurzeln, Spinat, Frühlingszwiebeln, Steckzwiebeln, Frühkartoffeln*, Hirse… * Kartoffeln eigenen sich sehr gut, als Erstkultur auf einem neu angelegten Beet. Sie lockern den Boden auf und wenn sie erstmal Wurzeln und Blätter gebildet haben, können sie sich auch recht gut gegen Unkraut durchsetzen.Auch im Kräutergarten gibt es eine Menge, dass jetzt ausgesät werden kann:Bohnenkraut, Borretsch, Brunnenkresse, Dill, Kerbel, Liebstöckel, Petersilie, Salbei, Sauerampfer, Schabziger Klee, Schnittlauch, Senf, Ysop…Ich selbst bin ein Freund von Direktsaaten ins Freiland. Denn wir haben kein vernünftiges Gewächshaus und im Innenbereich daher sehr begrenzten Platz. Auch die Lichtverhältnisse sind bei uns nicht optimal. (Muss mir unbedingt energiesparende Lampen besorgen, die zur Anzucht von Pflanzen geeignet sind.)Einiges kann man aber eben noch icht im Freiland aussäen und entweder man verzichtet ganz, sät (und erntet) später oder man räumt sich einen Platz dafür auf der Fensterbank frei…Folgendes kann nämlich ausgesät werden, nur eben nicht im Freiland:Zucchini, Zuckermais, Tomaten, Artischocken, Stangenbohnen, Fenchel, Brokkoli, Gurken, Melonen, Sellerie, Basilikum, Estragon, Kapuzinerkresse, Rosmarin, Wermut, Zitronenmelisse, …Beerensträucher können jetzt noch gepflanzt werden. Der Ertrag in diesem Jahr wird allerdings schwächer ausfallen oder eventuell ausbleiben. Eine Pflanzung im Herbst ist diesbezüglich ratsamer.Die Obstbäume sollten ab jetzt nicht mehr geschnitten werden. Es würde jetzt zur Schwächung der Bäume führen. Ausnahme sind Obstbäume, die extrem stark wachsen. Hier ist eine Schwächung gegebenenfalls erwünscht.

Das Selbstversorgerjahr im März

Vorwort:
In dieser kleinen Monatsserie, möchte ich festhalten welches Obst und Gemüse, wann ausgesät und geerntet werden kann. Ergänzend dazu werde ich einige jahreszeitliche Vorschläge und Anregungen zusammen tragen. Letztendlich soll diese Serie übersichtlich darstellen, was auf Selbstversorgerbasis in punkto Obst und Gemüse machbar ist.
Für weitere Anregungen und Hinweise bin ich sehr dankbar. Nutzt dafür einfach die Kommentarfunktion.  


Jetzt geht es so richtig los. Alle nur möglichen Plätze in den Fensterbänken sind mit Aussaatschalen voll gestellt und einiges haben wir auch schon im Garten direkt ausgesät.

Das Selbstversorgerjahr im Januar

Vorwort:In dieser kleinen Monatsserie, möchte ich festhalten welches Obst und Gemüse, wann ausgesät und geerntet werden kann. Ergänzend dazu werde ich einige jahreszeitliche Vorschläge und Anregungen zusammen tragen. Letztendlich soll diese Serie übersichtlich darstellen, was auf Selbstversorgerbasis in punkto Obst und Gemüse machbar ist. Für weitere Anregungen und Hinweise bin ich sehr dankbar. Nutzt dafür einfach die Kommentarfunktion.  Dieser Winter hat es in sich und es ist kaum vorstellbar, dass es überhaupt noch etwas zu ernten gibt. Unser Rosenkohl hat die Schneemassen zum Beispiel nicht überstanden. Dafür ist aber unser Bohnenkraut tapfer durch die Schneedecke ausgetrieben und versorgt uns mit sehr aromatischen jungen Blättern.Theoretisch sind im Januar aber folgende Gemüsesorten zu ernten:Feldsalat, Endiven,Radicchio, Gartenkresse, Schwarzwurzeln…Wenn du die letzten 3 Monatsbeiträge miteinander vergleichst, wirst du sicher feststellen, dass sich das Ernteangebot recht schmal und mit wenig Abwechslung präsentiert. Du siehst also, dass es in punkto Selbstversorgung mit Obst und Gemüse auch auf eine sinnvolle Vorratshaltung während des gesamten Gartenjahres achten solltest.Ich freu mich schon jetzt auf ein schönes Stück Pflaumenkuchen am Nachmittag. Noch haben wir davon nämlich etwas eingefroren.Aussäen könntest du in diesem Monat folgendes:Gartenkresse, Winterspinat, Radieschen, Blumenkohl, Kopfsalat, Artischocken….Es kommt also in absehbarer Zeit wieder etwas Schwung in das Ernteangebot. Ich freue mich schon sehr auf das neue Gartenjahr.Wenn der Schnee getaut ist und der Boden nocht mehr ganz so hart gefroren ist, kannst du jetzt auch Obststräucher wie Himbeeren, Rote- und schwarze Johannisbeeren pflanzen.Hast du einen Weinstock im Garten? Jetzt ist die Zeit diese zu beschneiden. Den besten Wuchs erreichst du, wenn du bis auf zwei Triebe – einen links, einen rechts vom Stamm – alles zurückschneidest.

Das Selbstversorgerjahr im Dezember

Vorwort:

In dieser kleinen Monatsserie, möchte ich festhalten welches Obst und Gemüse, wann ausgesät und geerntet werden kann. Ergänzend dazu werde ich einige jahreszeitliche Vorschläge und Anregungen zusammen tragen. Letztendlich soll diese Serie übersichtlich darstellen, was auf Selbstversorgerbasis in punkto Obst und Gemüse machbar ist.
Für weitere Anregungen und Hinweise bin ich sehr dankbar. Nutzt dafür einfach die Kommentarfunktion.  


Bei uns ist dieses Jahr im Garten nicht mehr so viel los. Da wir nicht wussten, ob wir den Garten weiterhin nutzen können.
Aber generell kann man sich im Dezember noch mit frischen Gemüse und Kräutern selbst versorgen und frische Vitamine auf dem Küchentisch bringen.

Es gibt einige Pflanzen die Frost durchaus vertragen und sogar einige die Frost brauchen.
Trotzdem ist es natürlich für die Wintermonate auch sinnvoll, sich während der vorrangehenden Monate Vorräte anzulegen.

Wir können zum Beispiel Frost ab:

Feldsalat, Lauch, Pastinaken, Petersilie, Rosenkohl, Salatrauke(Rucola), Schwarzwurzeln,Topinambur…

Um leichter ernten zu können, solltest du Beete mit diesen Gemüsen ruhig mit einem Vlies oder Stroh abdecken.

Wir brauchen Frost:

Es gibt einige Wintergemüsesorten, die durch Frost besser schmecken.Das liegt unter anderem daran, dass die enthaltene Stärke in den Pflanzen in Zucker umgewandelt wird.

Grünkohl,Wirsing, Chinakohl und Rosenkohl

Wobei du beachten solltest, dass Rosenkohl keinen lang anhaltenden Frost verträgt.

kleiner Kräutergarten auf der Fensterbank:

Quelle: pixelio.de , Fotografin: Moni Sertel

Damit du deine Speisen auch im Winter gesund würzen kannst, bietet es sich an, einen kleinen Kräutergarten für das Haus anzulegen. Bedenke aber, dass die Heizungsluft, den Kräutern nicht sonderlich gut tut und du den Pflanzen regelmäßige Erfrischungen mit der Sprühflasche gönnen solltest.

Was kannst du jetzt vorbereiten?

Versuche doch mal über die Wintermonate aus gesammelten Zitronen-, Orangen- oder Grapefruitkernen einen Pflanze im Topf zu ziehen. Früchte werden diese Pflanzen allerdings erst durch spätere Veredlung tragen.

Beerensträuche und Spalierobst könntest du jetzt noch pflanzen, vorrausgesetzt der Boden ist nicht schon durchgefroren und steinhart.

Unbepflanzte Beete kannst du jetzt mit organischem Düngematerial versorgen und so auf das nächste Frühjahr vorbereiten.


Vergiss nicht dein Obst- und Gemüselager regelmäßig auf einzelne faulende Stücke zu kontrollieren, bevor dein ganzes Lager betroffen ist.

Selbstversorgung im November

Vorwort:

Quelle: pixelio.de ; Fotograf: Annamartha

In dieser kleinen Monatsserie, möchte ich festhalten welches Obst und Gemüse, wann ausgesät und geerntet werden kann. Ergänzend dazu werde ich einige jahreszeitliche Vorschläge und Anregungen zusammen tragen. Letztendlich soll diese Serie übersichtlich darstellen, was auf Selbstversorgerbasis in punkto Obst und Gemüse machbar ist.
Für weitere Anregungen und Hinweise bin ich sehr dankbar. Nutzt dafür einfach die Kommentarfunktion.  

Der nahende Winter begrenzt das Ernteangebot im Garten, aber es gibt immer noch einige Gemüse, die du jetzt ernten könntest. Kombiniert mit selbst angelegten Vorräten, kommt hierbei doch ein abwechslungsreiches Angebot auf den Selbstversorgertisch.

Was kann jetzt frisch geerntet werden?

Feldsalat: Auch auf einen frischen, leichten Salat muss man in der kälterwerdenden Jahreszeit nicht verzichten. Feldsalat lässt sich auch jetzt noch ernten.

Fenchel: Schau dir den herrausragenden Teil der Knolle an und schätze, ob der Fenchel ungefähr faustgroß ist. Wenn ja, häufel in mit Erde an. 10-15 Tage später kannst du ihn dann bleich und zart ernten.

Grünkohl: Wenn die Blätter beginnen sich gelb zu färben, ist der Grünkohl erntereif. Aber er sollte durchaus auch schonmal den ein oder anderen Frost vor der Ernte erlebt haben. Dadurch erlangt er sein volles Aroma.

Haferwurzel: Die Pflanze selbst wird bis zu 1m hoch, aber am interessantesten für die Selbstversorgung ist die Wurzel. Sie sieht aus wie eine gebleichte Karotte und kann den ganzen Winter über geerntet werden.

Knollensellerie: Im November solltest du die letzten Sellerieknollen ernten. Bevor du sie aber im Keller einlagerst, lass sie zum Troknen besser einen Tag auf dem Beet liegen.

Quelle: pixelio.de Fotograf: Knipsermann

Rosenkohl: Soll am besten innerhalb der ersten 12 Stunden nach der Ernte schmecken. Na so eine nahtlose Kette von der Pflanze auf den Teller bekommt wohl kaum ein gewerblicher Anbieter hin. Da lob ich mir die Selbstverorgung!

Porree: Wenn du den Boden auf dem dein Porree steht, kannst du während des Winters leichter ernten.

Petersilie: Nun gut, ich habe vor lauter Wintervorbereitungswahn unsere Petersilie in einen Kübel umgepflanzt und in die Wohnung geholt. Aber Petersilie ist winterhart und man kann ihre Blätter auch bei Frost ernten.

Quelle: pixelio.de , Fotograf: Stihl024

Topinambur: Auch Erdbrine oder Diabetikerkartoffel genannt. Topinamburknollen verlieren nach der Ernte schnell Wasser und werden daher in Torf eingelagert. Topinambur ist sehr nahrhaft und kann sowohl in Salaten, als auch als Hauptgericht oder Suppe verarbeitet werden.
Man kann Topinambur übrigens auch in einem großen Kübel anbauen. Das hat gleichzeitig den Vorteil, dass er sich nicht unkontrolliert ausbreiten kann. Mit seinen Rhizomen verhält es sich nämlich wie beim Bambus. Entweder begrenzt du seinen Lebensraum mit Hilfe von Wurzelsperren oder regelmäßigem Abstechen der Ausläufe.
 
Was kann jetzt gepflanzt werden?
Solange es noch keinen Frost gibt, kannst du jetzt neues Spalierobst oder Beerensträucher, wie Himbeere, rote und schwarze Johannisbeeren pflanzen.

Besonders interessant finde ich zu dieser Zeit Chicoree
Du kannst jetzt im November die Knollen ausgraben, sie sollten mindestens 3cm Durchmesser haben sein. Kürze die Blätter auf ungefähr 1cm über dem Wurzelhals ab. Die Wurzel selbst kürzt du auf 15-20cm.
So vorbereitet stellst du die Knollen in einen Karton oder eine kleine Wanne. Bis kurz unter dem Wurzelhals der Knollen füllst du den Behälter mit feiner Komposterde auf. Den Rest der Knolle bedeckst du mit Torf. nach vier bis sechs Wochen kannst du die jungen Blätter ernten. Für eine dauerhafte Ernte über den Winter kannst du in Abständen von zwei bis drei Wochen weitere Chcoreeknollen auf diee Art pflanzen.

Selbstversorgung mit Obst und Gemüse im Oktober

Eine Tagesernte aus unserem Garten im Oktober.

Ernte

OBST

Vielleicht findest du noch bis Mitte des Monats die letzten Brombeeren. Bei uns gibt es noch wildwachsende in der Umgebung. Was ich bisher auch nicht wusste, es gibt jetzt noch die letzten Erdbeeren. Denn es gibt auch Sorten, die jetzt noch tragen. Die Sorte Ostara z.B. trägt bis zum ersten Frost.