Koch- und Erntetagebuch

Wildkräuter-Ernte – jetzt geht’s (wieder) los

Neulich habe ich das wunderbare Wetter genutzt und mich im Garten nach den ersten Wildkräutern umgesehen. Das heißt – großartig umsehen – musste ich mich gar nicht. Der milde Winter und der Schnellstart in den Frühling haben dazu beigetragen, dass es in diesem Jahr schon deutlich mehr Wildkräuter als sonst um diese Jahreszeit gibt.

Im Kühlschrank lag noch eine Rolle Blätterteig und deshalb hab ich beschlossen schnell eine Wildkräuterrolle zu backen. Ein köstliches Mittagessen!

frische Küche im Januar

Heute morgen war ich kurz im Garten, da ich ein bisschen den Sonnenaufgang genießen wollte. Aber die Sonne konnte gar nicht so schnell aufgehen, wie sie von dicken, grauen Wolken verdeckt wurde.

Dennoch war es schön. Es ist ja wirklich ein außerordentlich milder Winter bis jetzt. Im Nachbargarten habe ich heute sogar eine blühende Narzisse entdeckt.

Und auch bei uns im Garten ist ungewöhnlich viel zu entdecken für einen Januar.

Da geht ja doch noch was…

… dachte ich,  als ich gestern endlich eine normal-gewachsene frische Zucchini in unserem Garten ernten konnte. Daneben gleich noch eine, aber die brauch noch ein paar Tage und das gleiche am Nachbarstrauch.
Kaum zu glauben. In diesem Jahr gab es bisher nur ganz kleine Mini-Zuccchinis, die sind einfach nicht weitergewachsen. Aber jetzt geht’s ja scheinbar doch noch los!

Nach der Zucchini-Freude hab ich dann gleich mal die Bohnen inspiziert.

Hab ich euch gar nicht erzählt, mein Bohnen-Desaster: Es gab bisher einmal einen solchen Schwung Bohnen zu ernten, dass ich drei Gläser für den Winter einkochen konnte. Tja, alles schön. Bis ich vor drei Tagen im Vorratsschrank feststellen musste das alle 3Gläser aufgegangen sind. 🙁 

Zurück in den Garten: Bohnen konnte ich gestern auch ernten und es hängen noch reichlich kleine Böhnchen und jede Menge Blüten am Strauch.

Ansonsten gab es noch ein Mini-Gürkchen und einiges an leckeren Tomaten. Genug um endlich mal wieder kreativ in der Küche mit erntefrischem Gemüse zu kochen. Das war irgendwie in den letzten Wochen nur sehr bedingt möglich.

Erntefreuden

Gestern hab ich euch kurz gezeigt, wie der Garten zur Zeit insgesamt aussieht. Heute schauen wir mal genauer hin und ich zeige euch, was wir im Moment bzw. in allernächster Zukunft ernten können.

Es ist ein toller Zeitpunkt im Jahr, denn es gibt so viel Tolles im Garten zu ernten. Aktuell sind die Tomaten unsere größte Freude. In diesem Jahr hat esbesonders lange gedauert, eh die erste reif war.

Doch nun können wir fast täglich ernten:

Ernten, Essen & Bevorraten

Nachdem es dieses Jahr im Garten etwas langsamer vorran ging, können wir mittlerweile wieder einiges ernten und so gibt es endlich wieder Obst und Gemüse aus dem Garten. Lange mussten wir uns in diesem Jahr mit Salaten, Blüten und Würzkräutern zufrieden geben. Doch nun:

Die Erdbeeren sind endlich reif geworden und wir haben sie an den heißen Tagen zusammen mit Buttermilch zu einem leckerem Erfrischungsgetränk verarbeitet. Damit wir auch nach der offziellen Erbeersaison etwas davon haben, werden wir uns einige Gläser mit leckerer Erbeermarmelade kochen und sie im Vorratsschrank einlagern. Aber besonders lecker sind die Erdbeeren iregndwie, wenn man sie einfach abpflückt und aufisst. 😉

Ein „neues“ Gemüse hat in diesem Jahr den Weg in unseren Garten gefunden und wir sind total zufrieden damit: Zuckererbsen.
Bislang haben wir immer nur Erbsen angebaut, aber da war mengenmäßig nie viel zu holen. Nachdem man die Erbsen aus den Schoten rausgepult hatte,war für den Kompost mehr da als für unser Essen.
Da die Zuckererbsen im ganzen gegessen werden, haben wir einen recht guten Ernteerfolg verzeichnen können. Wir haben etwa 4m Reihen angebaut und daraus bisher gute zwei Kilo (!) geerntet. Da Erbsen Langtagspflanzen sind, wird die Erntezeit für dieses Gemüse bald vorbei sein, aber erstmal haben die Pflanzen noch eine Menge neuer Blüten angesetzt.
Wir haben die Zuckererbsen roh in Salaten oder auch gleich vom Strauch gegessen. Doch auch warm zubereitet, waren sie wirklich sehr, sehr lecker. Einmal gab es sie als Gemüsebeilage zu Pellkartoffeln und Kräuterquark. Da haben wir sie nur kurz in Butter angebraten und eine gewürfelte Tomate hinzugefügt. Vom Spargelkochen hatten wir noch das Kochwasser über, welches wir zu einer Cremesuppe angedickt haben und als Einlage gab es die Zuckererbsen. Auch in Nudelsoßen oder gemischten Gemüsepfannen macht sich dieses Gemüse sehr gut.
Einen Teil haben wir eingefroren, damit wir auch hier außerhalb der Saison nochmal etwas davon haben.

Heute Nachmittag werde ich Kirschen pflücken gehen, wir haben zwar keinen Baum im Garten, aber auf der Wiese hinter den Gärten steht ein gigantischer Baum.

Der Neuseeländer Spinat hat sich weiter selbst ausgesät und auch hier können wir mittlerweile anfangen, soviel zu ernten, dass wir uns davon ein leckeres Essen zubereiten können.
Gestern habe ich dann entdeckt, dass die Buschbohnen zwischen den Kartoffelreihen auch schon gut angesetzt haben. Also werden sehr bald leckere Bohnen unseren Speiseplan bereichern. An den Zucchinipflanzen sind auch die ersten Fruchtansätze.
Neben den Zuckererbsen gibt es trotzdem auch ein paar Reihen Markerbsen, sie sind in den nächsten Tagen ebenfalls erntereif. Frische Erbsen sind unvergleichlich zu allem was wir da auch verarbeitet im Supermarkt bekommen können.
Die Himbeeren werden wohl auch bald reifen, die Früchte sind schon da. Klar, die Zwetschgen brauchen noch eine Weile, aber immerhin werden sie schon leicht violett.

So macht Garten wirklich Spaß!

Aus dem neulich vorgestelltem Biogartenbuch, haben wir uns einen Satz auch ganz besonders zu Herzen genommen und versuchen es ab sofort so weit wie nur irgendwie möglich umzusetzen=>

Wenn man sich selbst versorgen möchte, sollte die Frage nicht lauten „Auf was habe ich heute Hunger?“ sondern: „Was bietet uns der Garten zur Zeit?“

Möglichst saisonal essen ist eine Grundvorrausssetzung, um dem Selbstversorgerziel näher zu kommen. Sicherlich kann man sich durch Vorratshaltung, dass ein oder andere Obst und Gemüse in eine spätere Zeit importieren, aber frisch ist einfach am gesündesten, leckersten und auch energieschonensten.

Steckrübensuppe & Asia-Geschnetzeltes für die Vorratskammer


Was gibt es bei so einem Schmuddelwetter besseres zuu Essen, als eine gute, selbstgemachte Suppe?
Nichts!

Und deshalb gab es bei uns nun endlich mal wieder Steckrübensuppe.

Da unser Vorratsschrank ja so erschreckend leer war, haben wir gleich wieder eine riesen Portion gekocht und eingeweckt. Okay, Andi hat die Suppe gekocht und ich hab eingeweckt.

Ich liebe es: 1 mal kochen, 1 mal Küche zerrocken und 5 mal was zum Essen für 2!

Erntezeit Januar


Wenn’s kribbelt, dann kribbelts. Trotz des andauernden Nieselregens sind wir dann gestern nachmittag doch noch wieder in den Garten marschiert.
Wir haben unsere beiden Hütten aufgeräumt und im Garten selbst mal genauer hingeschaut, was derzeit wie und wo wächst. Wir waren selbst ganz überrascht, was wir alles entdeckt haben. Wir konnten sogar einiges ernten.

Unsere Kräuterschnecke hab ich im November und einem Berg aus Laub und einem Vlies gegen die nahened Kälte abgedeckt. Gestern haben wir mal neugierig das Vlies abgezogen und siehe da:

Dost, Bohnenkraut, Thymian, zweierlei Salbei, Pimpinelle und Petersilie….

Wunderbar! So haben wir schon mal eine kleine Auswahl an frischen Kräutern, mit denen wir dann in den nächsten Tagen unserem Essen einen frischen Touch hinzufügen können. Frische Kräuter sind geschmacklich halt doch noch was anderes, als getrocknete.

Apropro frische Kräuter: Es muss unbedingt Backkartoffeln geben in den nächsten Tagen. Ich liebe sie!

Außerdem konnten wir Rucola ernten. Die nächsten Tage gibt es also auch erntefrischen Salat aus dem Garten.

Sogar einen Kohlrabi habe ich gestern „gefunden“. Ebenfalls eine Karotte, die hab ich beim Harken zufällig mit aus dem Boden gezogen. Aber mit der Möhre ist nicht so viel los. Sie treibt am oberen Ende aus, hat aber eine kleine Matschstelle.

Und jetzt zu unserem größtem Ernteerfolg im Januar: Über 1,5kg Topinambur.

Klar, dass ist jetzt auch die Zeit für Topi und nicht ungewöhnlich das wir gerade jetzt etwas zu ernten hatten. Aber über den Topi freu ich mich jedes Jahr wieder, denn er ist im Garten einfach da und beschenkt uns Jahr für Jahr auf’s Neue. Unsere Vorgänger hatten ihn an zwei Stellen im Garten für ihre Kaninchen stehen. Von alleine wären wir vielleicht gar nicht darauf gekommen, Topinambur anzubauen. Denn vor unserem Garten war mir dieses tolle Gemüse völlig unbekannt.

 

Vorräte und frische Pizza


Liebes Tagebuch,

heute mal ein kleiner Blick in die Vorratskammer, okay, Vorratsschrank, aber Kammer klingt besser ;-):

Viel ist es nicht mehr. Die neue Erntesaison muss schnellstens beginnen und wir müssen dringend mal wieder auf Vorrat einige Basics kochen. Brühe und sowas halt… Das untere Fach ist nur mit Marmeladen und Apfelmus voll. 

Den Sommer für den Winter einfangen

Wir haben noch mehr an Lebensmitteln für den Winter eingefangen. 😉

Heute haben wir das Tomaten-Zucchinni-Sugo gekocht. Ein paar Gläser haben wir eingekocht und – na klar. Die erste Protion haben wir gleich zum Mittag gegessen. Es hat wirklich phantastisch geschmeckt. Tolles Rezept, das viele Geschmäcker des Sommers zusammenfasst. Sehr empfehlenswert!

Ein paar Gläser mit Schnippelbohnen sind noch dazu gekommen und Pflaumenkonfitüre und Apfelmus.

Ansonsten haben wr heute unsere getrockneten Teekräuter in Dosen gefüllt. Zum Teil haben wir bestimmte Sorten einzeln verpackt (Minze, Salbei, Hopfen…) Außerdem haben wir verschiedene Kräuter  für Teemischungen zusammengestellt.

Wir haben nun auch das Basilikumpesto ausprobiert und es ist wirklich empfehlenswert. Das Rezept schreibe ich gleich mal auf.

Im Garten ist wirklich schon der Herbst eingetroffen. Die Pflaumen sind fast schon überreif. Die Äpfel können eingelagert werden. Etwas schade finde ich in diesem Jahr die Zucchinni- und Tomatenernte. Da hatten wir im letzten Jahr doch deutlich mehr Ertrag. Im Bereich Tomaten gibt s dennoch einen Erfolg zu vermelden: Wir haben ein sehr gutes und rein natürliches Mittel ausprobiert und damit tatsächlich etwas gegen die Kraut- und Braunfäuke machen können. (Über das Mittel schreibe ich rechtzeitig vor der neuen Saison noch einen Beitrag.)
Unsere Salatgurke und die Stangenbohnen blühen kräftig und bilden noch mal richtig viele Blüten und Früchte. Frischen Salat und Kräuter gibt es immer noch mehr als genug. Wurzelgemüse, Kohl und Topinambur lassen wir noch weiter wachsen.

Der Versuch mit den falschen Kapern ist auch erfolgreich verlaufen. Ebenfalls empfehlenswert, zumindest wenn man Kapern mag. 😉

Es geht vorran in Sachen Obst-, Gemüse-,Kräuter- und Tee-Selbstversorgung. 😉

Tomaten-Konfitüre

Heute endlich mal dazu gekommen! (hier geht’s zum Rezept)
Leider habe ich keine Limetten mit unbehandelter Schale bekommen und musste auf Bio-Zitronen ausweichen. Soll aber auch gehen, statt zwei Limetten, 1,5 Zitronen…