Zierpflanzen

Tagetes – Studentenblume – praktische Korbblütler


Was mir an Tagetes gefällt? Sie sind zumeist sehr blütenreich und dabei trotzdem relativ anspruchslos. Wie du auf dem Bild sehen kannst, gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Blütenformen und -farben. Wobei das Bild noch lange nicht alle Varianten erfasst.
Auch das Sammeln der Samen ist denkbar einfach und unproblematisch. Somit müssen Tagetes(-samen) im Grunde nur einmalig gekauft werden, danach kannst du dich problemlos mit dieser Pflanze selbst versorgen.
Und das ist auch gut so: Denn Tagetes sind im Garten durchaus nützlich. Ich pflanze sie zum Beispiel seit Jahren zwischen meine Tomaten.


über die Pflanze:
Die Heimat der Tagetes ist auf heißen und trockenen Hängen in zwischen Mexico, Argentinien und den USA. Benannt wurde sie nach dem etruskischen Gott der Weisheit Tages.
Sie gehört zur Familie der Korbblütler und es gibt ca. 50-60 Arten.
Die meisten Tagetes sind einjährige krautige Pflanzen mit stark duftenden Blüten. Sie sind gleichermaßen für Beete als auch Balkonkästen geeignet.
Die Blütezeit ist wunderbar lang. Unsere haben durchgängig mit immer neuen Blüten vollgesessen und dass zum Teil bis in den November.

Aussaat & Pflege:
Ab Ende April kann direkt ins Freiland gesät werden oder du säst ab Mitte März in Schalen aus. Die Pflanzen kannst du vereinzeln, wenn sie ungefähr 5cm groß sind.
Außer ein bisschen Wasser brauchen Tagetes keine besondere Pflege.

Nutzen:
Tagetes sind ein natürlicher Schutz im Garten vor Kohlschädlingen, weißen Schwebefliegen und Viren. Auch gegen Mäuse sollen Tagetes helfen, aber dazu habe ich leider keine konkreten Aussagen gefunden. Ich denke es wird etwas  mit dem teilweise doch recht aufdringlichem Geruch zu tun.

Wenn in Tagetes Nematoden eindringen, beginnt die Tagetes mittels Hormonen und pflanzlichen Enzymen einen für die Nematoden tödlichen Sauerstoff. Dadurch hemmen oder vernichten sie diese auch in ihrem näherem Umfeld. Hieraus ziehen vor allem Rosen ihren Nutzen, die sogenannte Rosenmüdigkeit wird behandelt.

Neben Kohl gepflanzt, wird der Kohlgeruch mit Tagetesduft überdeckt.Kohlweißlinge „finden“ den Kohl dadurch schlechter bzw. nicht mehr.

Tagetes sind außerdem nützlich, weil sich die weibliche Schwebefliege von Tagetes ernährt. Die Larven werden in möglichst „lausiger“ Umgebung gelegt, damit die Ernährung der Kleinen gesichert ist. Gut so! Bevor die Blattläuse meine Pflanzen anknabbern….

Tagetes sind besonders gute Begleitpflanzen für:

Kohl, Tomaten, Karotten, Kartoffeln, Apfelbäume, Petersilie, Gurken & Bohnen
sowie für
Rosen, Phlox und Narzissen

Tipps:
Wenn verblühte Blüten vor der Samenbildung entfernt werden, können die Tagetes mehr Blüten produzieren. Keine Angst, am Ende werden immer genug Samen für das Folgejahr vorhanden sein!

Oft hört man davon, dass Tagetes unangenehm riechen. Aber lass dich davon nicht abschrecken. a.) Ist es Geschmackssache, b.) gibt es bei den Sorten durchaus unterschiedlich starke Düfte und c.) ist sollte der Nutzen durch die Tagetes nicht vergessen werden.

Stauden – vielfältig, aber pflegeleicht

Was sind Stauden?Stauden sind mehrjährige Pflanzen, die nicht verholzen. Beim ersten Frost oder auch kurz vorher, sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab und aus den Wurzeln kommen im folgendem Jahr neue Triebe.Stauden haben einen hohen Zierwert. Es gibt Blattstauden, deren Blätter in unterschiedlichen Formen und Farbschattierungen tolle Effekte für den Garten bieten.Aber auch blühende Sorten, liefern eine nahezu unerschöpfliche Auswahl an Farben und Formen.StaudenartenEs gibt verschiedene charakteristische Merkmale, mit denen du die Staudenarten unterscheiden kannst. Die Vielzahl an Eigenschaften ist genau so hoch wie die Blüten- und Blattvielfalt und bietet dir Möglichkeiten für beinahe jede Ecke deines Gartens.So gibt es sowohl Stauden, die es schattig mögen, aber auch welche die nach Sonne oder Halbschaten verlangen.Auch in den Wuchsformen gibt es Vielfältigkeit pur. Einige Stauden bilden Polster, ander wachsen sehr ausladend. Auch in der Wuchshöhe gibt so ziemlich jede Abstufung.Was ich persönlich auch sehr praktisch finde: Die Blütezeit verschiedener Stauden unterscheidet sich, so dass du bei entsprechende Anlegung deines Gartens, fast das ganze Jahr die Blütenpracht bewundern kannst.Eine weitere Art, Stauden zu unterscheiden ist die Dauerhaftigkeit ihrer Wurzeln. Es gibt kurzlebige Stauden, die maximal zwei Vegetationsperioden überstehen und sich durch Aussamung vermehren. Bei mehrjährigen Stauden findet die Bildung von unterirdischen Wurzelorganen über Jahre statt. Beispiele kurzlebiger Arten: Nelken, Männertreu, (Garten-) Rittersporn, Bechermalve, Fingerhut, StiefmütterchenBeispiele mehrjähriger Arten: Astern, tränendes Herz, Fetthenne, Phlox, Pfingstrose, Sonnenhut, Wolfsmilch, SchönaugeWildstaudenWildstauden findest du überall in Wald und Flur. Durch ihre unterschiedliche Kultivierung, entstanden die Sorten unserer Gartenstauden.Einige Beispiele: Frauenmantel, Eisenhut, Glockenblume, Maiglöckchen, Mohnblume, Gänseblümchen, Stiefmütterchen, Kugeldistel….Pflege von Stauden:Die Pflege von Stauden ist relativ übersichtlich. Du solltest dich mit dem Wachstumsrhytmus der Pflanze auseinander setzen, dann kann gar nicht viel schief gehen und du wirst jede Menge Freude an deinen Stauden haben.Vor dem Winter schneidest du die Stauden vollständig zurück. Unkraut solltest du in deinen Staudenbeeten am besten von Hand jäten.Düngen, mulchen oder auch wässern – das alles ist bei Stauden verhältnismäßig wenig durchzuführen. Beobachte deine Pflanzen.Einige Stauden kannst du im nach der Blüte zurückschneiden, was zu einer weiteren Blühperiode führt. Stauden lassen sich am besten im Herbst durch Teilung vermehren.Staudentipps:Da die meisten Staudenarten sehr langlbig sind, solltest du dir Zeit für die Planng der Beete nehmen. Es lohnt sich!Staude ist nicht gleich Staude. Das ist klar. Aber Stauden passen sich auch den örtlichen Gegebenheiten an, was dazu führt, dass einige kurzlebige Stauden in einigen Regionen durchaus länger durchhalten können und umgekehrt. Von daher lohnt sich ein Erfahrungsaustausch mit Nachbarn oder einem erfahrenem Gärtner aus deiner Region.

Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)

Auch wenn der Sommer zu Neige geht, in der freien Natur und auch in den Gärten blühen auch jetzt noch neue Blumen auf.
In unserem Garten habe ich ein paar Herbstzeitlose entdeckt. Bisher kannte ich sie noch nicht und habe mich im ersten Moment gewundert, warum die Krokusse Anfang September in meinem Garten blühen.

Kaiserkronen – Liliengruß aus dem Orient

Meine Neuentdeckung im Garten dieses Jahr: Kaiserkronen.

Wir haben den Garten ja erst seit März 2010. Beim Umbuddeln und Aufräumen des Gartens sind wir dann auf eine Art Apfel gestoßen, aus der so etwas wie Spargel gewachsen ist.
Niemand von uns wusste, um was es sich dabei wohl handeln könnte. Also haben wir das ganze wieder eingepflanzt und uns einfach mal überraschen lassen.