Nutzpflanzen

Pflanzenportrait: Tomatillo (Physalis ixocarpa)

Tomatillos sind hierzulande noch nicht so bekannt. Aber ihr Anbau lohnt sich, da sie von Juli bis zum ersten Frost Erträge liefern und man eine wirklich fantastische, original-mexikanische Salsa Verde daraus machen kann.
Außerdem sind die Blüten der Tomatillos durchaus eine Zierde im Gemüsegarten.

Vielfalt im Beet

Im letzten Post hatte ich ja angekündigt, noch ein bisschen über die Pflanzen im Vorbeet zu berichten.
Nun habe ich dreimal angefangen zu schreiben und habe jedes Mal festgestellt, dass es eben schon eine enorme Vielfalt ist, die da zusammen gekommen ist und es sehr schwer ist, dieses in ein Blogpost zu verpacken.
Auch die Auswahl der Fotos viel sehr schwer. Aber ich habe nichts unversucht gelassen, um euch unsere Vorgarten-Pflanzenwelt weitgehend zusammen zu fassen. 😉
Es sind unter anderem verschiedene Collagen entstanden, auf denen eine Auswahl der Pflanzen zu sehen ist. Jede Collage gibt es einmal als Bild und einmal beschriftet.
Die mit Sonnen markierten Pflanzen sind die, die wir im Rahmen der „Sommerkur“ neu gekauft haben.

Wenn ihr also Lust habt, könnt ihr jetzt auf eine kleine Reise durch unsere großes, kleines Vorbeet mitkommen:

Pflanzenportrait: Anis-Ysop / Duftnessel (Agastache foeniculum)

Anis-Ysop bzw. Duftnessel gehört zur Familie der Lippenblütler und ist eine mehrjährige Staude. Seine lilanen Blüten sind ein Magnet für Insekten. Schmetterlinge lieben die Blüten besonders.Dieses Kraut hat aber (botanisch) weder etwas mit Anis noch mit Ysop zu tun.Das Aroma sitzt bei dieser interessanten Pflanze in den Blättern. Es erinnert an Lakritz und das ist der einzigste gemeinsame Nenner, den das Kraut mit Anis finden kann.Man nutzt es für Tee und Süßspeisen, sowie in kleinen Mengen in frischen Salaten. Auch Liköre lassen sich damit herstellen.Helfen sollen Duftnesseln bei Menstruationsbeschwerden. Außerdem wirken sie entzündungshemmend und verdauungsfördernd.Ich habe Saatgut von diesem Kraut über das Samentauschpaket bekommen. Es war nicht viel, aber ein Anfang. ;-)Seit 3 Jahren steht das Kraut nun im Garten und fängt langsam an sich auszubreiten. Das geschieht bei dieser Pflanze durch Selbstaussaat.Anis-Ysop wird übrigens bis zu 1m hoch. In den 3 Jahren musste der Anis-Ysop im Sommer auch mal Trockenheit und echt heftige Winter ungeschützt im Freiland überstehen. Und ich muss sagen: Sehr robust und sehr winterfest!Obwohl ich im Internet auch mehrfach gelesen habe, dass sie eben nicht winterhart sein sollen….Versuch macht klug. Sind sie doch! ;-p Jedenfalls in Berlin.Aussaat: ab März bei ca. 20°C vorziehenKeimdauer: 20-30 Tage Vermehrung: durch Aussaat oder Teilung des WurzelstocksStandort: sonnig, keine StaunässeBlütezeit: Juni – September

Rundgang durch den Nutzgarten

Heute lade ich euch zu einem Rundgang durch unseren Garten ein. Es ist derzeit eine wahre Freude durch den Garten zu spazieren, weil sich derzeit einfach so unheimlich viel tut. Es gibt jeden Tag etwas leckeres zu ernten und immer wieder Neues zu entdecken.rote Johannisbeeren, mittlerweile zu Likör angesetztBrombeeren, erfreulicher Wildwuchs ErbsenFeuerbohnenGurkenHimbeerenKartoffeln in einer alten RegentonneKohlrabi, wie ihn jeder kenntKohlrabi in rot bzw. violettKürbisRettichStangenbohnenerste Tomaten, leider noch gründieses Jahr stehen die meisten Tomaten unterm DachZucchinis in grün…… und gelbauf die Äpfel freu ich mich schon!Die Pflaumen beginnen auch schon die Farbe von grün nach violett zu wechseln und auch sonst wächst noch so einiges mehr im Garten. An Nutzpflanzen fällt mir da noch unsere Kräuterschnecke ein, Neuseeländer Spinat, Sellerie, Amaranth, eine Wassermelone, Physalis, Topinambur…. Herrje, den Rest weiß ich gar nicht aus dem Kopf. Aber in diesem Jahr haben wir wirklich schon deutliche Fortschritte in unseren gärtnerischen Fähigkeiten gemacht und vieles gelingt nun besser bzw.überhaupt.Der Garten platzt aus allen Nähten und wir fast vor Stolz und Zufriedenheit. 😉

Grünkohl – Brassica oleracea var. sabellica

Mit Kohl lief es bei uns im Garten – nun ja – eher schlecht als recht. Der Vorbesitzer hatte jahrelang immer nur Kohl ausgesät und das auf fast allen Flächen. Dabei sollte Kohl möglichst nur alle 4 Jahre an gleicher Stelle stehen, um Kohlkrankheiten vorzubeugen.

Mit Grünkohl jedoch hatten wir einen guten Erfolg erzielt und auch in einem meiner neuesten Bücher wird Grünkohl als bewährte Pflanze erwähnt. Kopfkohl hingegen soll deutlich schwieriger anzubauen sein.

Pflanzenportrait

Grünkohl gehört zu den Kreuzblütlern und ist als sehr gesundes Wintergemüse bekannt. Man kennt ihn auch unter anderen Namen, z.B. Braunkohl oder Krauskohl.
Erst im zweiten Jahr bildet Kohl seine Samen. Wer also Samen für eine kommende Saison haben möchte, sollte jeweils ein paar Pflanzen stehen lassen.
Diese Kohlspezialität ist vor allem im Norden Deutschlands beliebt. Bremen und Oldenburg „streiten“ darüber, wessen Spezialität der Grünkohl ist. Aber auch die Braunschweiger versuchen mitzureden und behaupten die Namensgebung „Braunkohl“ kommt – na klar: aus Braunschweig.


Anbau:
Ab Mai können Pflanzen im Frühbeet gezogen werden. Später werden die Pflanzen mit einem Abstand von 40cm ins Beet gesetzt.

bevorzugter Standort:
Grünkohl braucht möglichst neutralen Boden mit ausreichenden Nährstoffen. Dazu ist es sinnvoll, den Boden im Frühjahr mit Humus und etwas Hornspäne anzureichern.

gute Nachbarn:
Tomaten, Stangenbohnen, Spinat, Sellerie, Rhabarber, Radieschen, Salate, Lauch, Gurken und Erbsen


schlechte Nachbarn:
Zwiebeln, andere Kohlsorten, Knoblauch und Kartoffeln*

Erntezeit: 
Grünkohl wird nach dem ersten Frost geerntet. Dadurch ist er besser im Geschmack. Frost unter -10°C sollte er aber nicht abbekommen.
Durch den Frost bildet er noch etwas Traubenzucker. Das funktioniert aber nur bei lebenden Pflanzen. Der Trick ihn einfach nach der Ernte einzufrieren, bringt also nichts.


Verwendung der Pflanze:
Die Blätter des Kohls werden vor allem im Winter zu einer deftigen Delikatesse. Es gibt eine Menge Rezepte für die Zubereitung. Als Beilagen gibt es oft die sogenannten Bregenwürste (heutzutage ohne Verwendung von Bregen!) oder andere Rauchwurstwaren. Aber auch Gänsekeulen werden gerne zum Grünkohl gereicht.
Grünkohl lässt sich hervorragend in größeren Mengen vorbereiten um ihn dann als Vorrat einzukochen oder auch – wer’s mag – gleich mehrmals hintereinander zu essen. Durch mehrmaliges Aufwärmen wird dieses Essen immer besser! 😉

Tipp:
Das einzige Problem, das wir zeitwweise mit dem Grünkohl hatten, waren weiße Fliegen. Aber das ließ sich wunderbar mittels einem Auszug aus Tomatenpflanzen natürlich bekämpfen. Dazu einfach einige Blätter der Tomatenpflanze mit heißem Wasser übergießen und ein paar Tage stehen lassen. Solange bis es so richtig schön iiihhh riecht…. 😉
Damit den Kohl gründlich einsprühen. Die Behandlung an mehreren Tagen wiederholen. Da der Kohl ja extrem lange im Garten verweilt, ist das Fliegenproblem lange vor der Ernte beseitigt und der Kohl hat die Tomaten-Stink-Wasser-Kur abgebaut, bevor er in der Küche landet. Aber hier wird er ja ohnehin auch nochmal ordentlich gewaschen.

* Unsere Grünkohl-Erträge waren gut, obwohl er sich ein kleines Feld mit Kartoffeln und sämtlichen anderen angebauten Kohlsorten geteilt hat. Könnte aber eine Erklärung für die magere Ausbeute bei seinen Nachbarn sein? Ein schönes Beispiel aus der Abteilung „Versuch macht klug“ . 😉

Zum Abschluss noch ein kleiner Film:

Kartoffeln – Solanum tuberosum

Ein wichtiger Bestandteil eines Selbstversorgergartes ist für mich die Kartoffel. Deshalb bekommt die tolle Knolle nun  endlich ihren eigenen Beitrag im grünen Himmel.Pflanzenportrait:Wie und wann die Kartoffel nach Europa kam, kannst du unten in den Videos sehen. Die Kartoffel ist eines der wichtigsten Nahrungsmittel der Welt. Sie ist ein Nachtschattengewächs und geerntet werden die unterirdisch wachsenden Knollen. Über der Erde zeigt sich die Kartoffel als krautige Pflanze mit durchaus attraktiven Blüten.Aus diesen Blüten können sich auch kleine grüne Kapseln mit Samen bilden, aus denen man Kartoffeln ziehen kann..Weltweit gibt es um die 5000 Kartoffelsorten. Je nach Sorte beträgt die Vegetationszeit zwischen 90 und 160 Tagen.Anbau: In der Regel verwendet man vorgetriebene Kartoffeln und steckt diese etwa 5cm tief in den Boden. Bester Zeitpunkt ist der April.Um die Kartoffeln vorzutreiben, legt man sie dicht an dicht in eine lufitge Kiste und stellt sie am besten in einen hellen Keller. Durch die Dichte werden die Triebe kleiner, aber kräftiger.Der Abstand sollte zwischen den einzelnen Kartoffeln 35cm betragen. Im März gesetzte Kartoffeln können etwas dichter beieinander stehen.Die Kartoffeln sollten etwa 10cm unter die Erde gesetzt werden mit den Trieben nach oben.Alle zwei Wochen sollten die Kartoffeln bis zur Blüte angehäufelt werden, bis der Hügel etwa 30cm hoch ist.Sollte es im Mitte / Ende Mai sehr trocken sein, sollten die Kartoffeln auch mit gegossen werden.bevorzugter Standort: Kartoffeln eignen sich sehr gut als erste Kultur auf einem neu angelegtem Beet.Sie bevorzugen nährstoffreichen, sandigen Boden. Zum Vorbeugen von Krankheiten, sollten sie nur alle 3 Jahre am gleichen Standort angebaut werden.In diesem Jahr haben wir Kartoffeln in zwei Varianten angebaut. Einmal ganz „normal“ als Reihe und einmal in einer mitwachsenden Kartoffelkiste.Das Ergebnis wird in einem späteren Beitrag erläutert.Die Kartoffelkiste ermöglicht den Anbau von Kartoffeln auch in betonierten Innenhöfen oder auf dem Balkon, was ich auch ganz interessant fand.Übrigens: Zu früh verteilter Kompost, in dem Kartoffelschalen noch nicht verrottet sind, führt zu Kartoffelpflänzchen im ganzen Garten. Da habe ich wirklich nicht schlecht gestaunt. Kartoffeln sollten nicht in zu kalkhaltigem Boden angebaut werden, dadurch wird die Entstehung von Kartoffelschorf (Pilzkrankheit) begünstigt. Kartoffelschorf zeigt sich durch schorfige, dunkle Stellen auf den Kartoffeln, die die Lagerfähigkeit beeinträchtigen.gute Nachbarn: Kohl, Spinat, Mais, Tagetes, Buschbohnen, Kapuzinerkresse, Minze, Knoblauch schlechte Nachbarn: Zucchini, Kürbis, Sonnenblumen, Tomaten, Sellerie, Erbsen, Gurken, rote BeeteErntezeit: Wenn das Kraut der Kartoffel überirdisch abstirbt, können die Kartffeln geerntet werden. Frühkartoffeln sind nicht so lange lagerfähig, deshalb sollte man hier möglichst immer nur die Menge ausgraben, die man verwerten möchte.Je länger die Kartoffel unter der Erde verbracht hat, desto dicker ist die Kartffelschale und ums lagerfähiger werden die Kartoffeln.Kartoffeln sollten stets dunkel gelagert werden um ein unerwünschtes Vortreiben der Knollen zu verhindern.Nach dem Ausgrabn sollten die Knollen einige Stunden in der Sonne liegen und ein wenig abtrocknen, bevor si eingelagert werden.Kartoffeln sollten unbedingt vor dem ersten Frost geerntet werden, da sich ihr Stärkegehalt sonst in Zucker umwandelt und die Kartoffel merkwürdig süß schmeckt.Verwendung der Pflanze: Kartoffeln sind in der Küche sehr vielseitig verwendbar. Oft werden sie als sogenannte Sättigungsbeilage gereicht. Kartoffeln müssen immer gekocht werden, Grüne (unreife) Stellen sollten großzügig abgeschnitten werden, da sie Solanin enthalten.Besonders lecker finde ich Folienkartoffeln vom Grill, die mit Kräuterquark gereicht werden. Aber auch als Salat oder Suppe mag ich sie gerne.Die Zubereitungsmöglichkeiten sind mindestens so vielfältig, wie die Sorten der Kartoffeln.Bei der Zubereitung sollte man darauf achten, ob die verwendete Sorte mehlig-, fest, oder vorwiegend fest kochend ist. So eignen sich z.B. die mehlig kochenden Sorten besser für Kartoffelpürree als Festkochende. Die Festkochenden hingegen, sind am besten für einen Kartoffelsalat geeignet.Tipps: Frische Kartoffeln zu frischem Spargel – das klingt doch verlockend. Dazu kann man im März einige Kartoffeln setzen und diese vor Frost schützen, in dem man eine Mulchschicht aus Gelbsenf oder Beinwell aufbringt. Treibt das Kraut der Kartoffeln aus, muss man dieses an besonders kalten Tagen mit einem übergestülpten Eimer schützen.Es sollten nicht zuviele Kartoffeln gesetz werden, es besteht schon noch die Gefahr, dass sie nichts werden…Späte Kartoffelsorten sind anfälliger für Krautfäule als frühe Sorten. Wer auf chemische Keulen verzichten möchte, sollte frühe bis mittelfrühe Sorten bevorzugen.______________________________________________________________Einige tolle Videos über die Kartoffel sind bei youtube.de zu entdecken. Hier ein recht kurzes Video mit den wichtigsten Infos zur Geschichte der Knolle:Wer ein bisschen mehr Zeit hat, kann sich diesen interessanten Dreiteiler anschauen:

Topinambur / Helianthus tuberosus

Topinambur-Blüten, Foto von humeh / pixelio.deNoch so eine Entdeckung im Jahr 2010. Topinambur.Wobei das wirklich Zufall war. Denn wir haben das nicht im Garten gepfanzt oder ausgesät. Da sind wohl einige Topinambur-Knollen vom „Vorgärtner“ im Boden geblieben.Eines Tages kam eine Nachbarin und fragte, ob dass was da meterhoch um unseren Kompost wucherte Topinambur sei? Ich wusste es nicht und schlug erstmal in Büchern nach und zog eine Pflanze aus dem Boden. Ja, es war Topinambur.Auch gut: Noch was Nahrhaftes aus dem Garten. Im nächsten Jahr, wird Topinambur auf jeden Fall fest eingeplant, denn die Pflanze hat einiges an positiven Eigenschaften zu bieten.Pflanzenportrait:  Topinambur gehört zu den Korbblütlern und kommt aus der Familie der Sonnenblumen.  Die Pflanze hat ebenfalls gelbe Blüten. Bei uns hat es in diesem Jahr leider nicht geblüht, aber das kann vorkommen.Im 17. Jahrhundert entdeckten Seefahrer die Pflanze bei einem nordamerikanischen Indianerstamm.Die Pflanzen werden bis zu 3,5m hoch, weshalb sie sich auch als einen vergänglichen Sichtschutz pflanzen lassen.Weitere Namen für Topinambur sind z.B. Erdbirne und Diabetiker-Kartoffel.Den Namen Diabetker-Kartoffel verdankt Topinambur seinem sehr hohen, natürlichem Inulin Gehalt. Die Knollen sind aber auch reich an Vitamin B und C.Aussaat: Topinambur lässt sich (bzw. macht es selbst ;-)) am einfachsten über die Knollen vermehren. Aus so ziemlich jedem Stück treibt eine Pflanze aus.Dazu im Spätherbst oder im März / April die Knollen an der gewünschten Stelle einpflanzen.Die Vermehrung über Samen wurde versucht. Der Ertrag ist aber nicht so hoch.Die Pflanze ist weitgehend resistent gegen Schädlinge und Krankheiten. Mehltau kann vorkommen. In sehr nassen Jahren können die Knollen einen Pilzbefall bekommen.  bevorzugter Standort: Topinambur stellt wenig Ansprüche an den Boden. Jedoch fällt der Ertrag umso größer aus, je nährstoffreicher und lockerer der Boden ist. Bei sehr schweren Böden, solltest du vor der Pflanzung Kompost einarbeiten.Pflanzabstand: Der Abstand zwischen mehreren Reihen sollte 50cm betragen, zwischen den einzelnen Pflanzen kannst du 30cm Platz lassen.Wenn dir der Ertrag nicht so wichtig ist, du aber den Nutzen als Sichtschutz ausschöpfen willst, kannst du ruhig etwas enger pflanzen.Tipps: Topinambur lässt sich übrigens auch in Kübeln kultivieren. Der Ertrag aus Kübelpflanzen ist nicht schlecht. Lohnt sich.Der Ertrag lässt sich noch erhöhen, wenn du zwischen Juli und September einmal düngst. Die Pflanzen sollen vor allem im Sommer ausreochend bewässert werden.Die Topi-Knollen verlieren nach der Ernte schnell an Wasser. Lagere sie deshalb in feuchtem Torf (bis zu 3 Monate), lasse sie bis zur Verwendung im Boden oder friere sie ein. Dazu die geschälten Knollen kurz in kochendem Wasser blanchieren.  Topi-Wurzeln verhalten sich ähnlich wie Bambus. Rhizome bahnen sich unteridisch ihren Weg. Also besser mit Wurzelsperren arbeiten. Deshalb möglichst nicht nahe dem Zaun zum Nachbarn pflanzen.Erntezeit: Grundsätzlich kann das ganze Jahr geerntet werden. Aber zwischen Juli & Oktober ist die Hauptwachstumszeit der Knollen. Ab November ist der Ertrag entsprechend lohnender. Topinambur verträgt auch Frost und zwar bis zu -30°C.Verwendung der Pflanze: Die Pflanze kann als Futterpflanze verwendet werden. Besonders gut soll sie für Schafe sein. Aber sie ist auch zur Wildtierfütterung geeignet, allerdings machen sich Rehe und Co eher über die jungen Triebe her und verachten die ausgewachsene Pflanze.Die Pflanze bringt durch ihr Wachstum relativ viel Biomasse hervor, wodurch sie auch Lieferant für Bioenergie sein kann.Wirklich vielfältig ist die Verwendung der tollen Knollen. Den hohen Inulingehalt habe ich ja bereits erwähnt. Aber auch die Homöopathie verwendet Topinambur. Unter anderem zur Verminderung des Hungergefühls.Aus den Knollen lässt sich auch ein toller Verdauungsschnaps brauen.Aber natürlich kannst du Topinambur auch in allen erdenklichen Formen als Nahrungsmittel für dich verwenden.Einige Rezepte findest du hier: www.topinambur-rezepte.dePS: Leider habe ich keine verlässlichen Aussagen über gute und schlechte Nachbarn gefunden. Wenn du da mehr drüber weißt, wäre ich für einen Kommentar sehr dankbar.Dafür gibt es hier aber noch ein Video:

rote Beete / rote Rübe – vielseitig, gesund & hübsch anzuschauen

Mein wilder Ziergarten … ;-)Die rote Beete gehört mit zu unseren Endeckungen des (Garten-)Jahres 2010. Vorher kannten wir die rote Beete auch nur eingelegt, wie man sie halt im Supermarkt kaufen kann.Im Garten haben wir in diesem Jahr drei Meter Saatband ausgelegt. Einmal im Hochbeet, einmal auf dem kleinen Gemüsefeld und ein drittes Mal im Blumembeet neben dem Garteneingang.Fazit: Durch die hübschen roten Blattstiele fügt sich die rote Beete wunderbar in einen Ziergarten ein. Die Knollengröße war bei allen drei Versuchen im etwa gleich. Das Hochbeet hatte aber den Vorteil, dass die Blätter – die wir als Spinat verwenden – ncht so übermäßig versandet waren.Gestern haben wir nochmals ordentlich geerntet und die rote Beete vollständig verarbeitet, mehr dazu demnächst in einem weiteren Beitrag.Pflanzenportrait:  Der latainische Name von roter Beete ist Beta vulgaris subsp. vulgaris var. conditiva. Lang und kompliziert. Aber ich wollt es mal erwähnt haben.Die rote Beete gehört zu den sogenannten Fuchsschwanzgewächsen. Verwandt ist sie mit Mangold und der Zuckerrübe. Sie hat einen angenehmen, zart süßlichen und erdigen Geschmack.Eigentlich ist rote Beete zewijährig, aber für die Verwendung in der Küche wurde sie einjährig kultiviert.Der roten Beete werden eine Vielzahl gesunder Eigenschaften zugesprochen, denn in ihrer Knolle verbirgt sich ein hochprozentiger Cocktail aus Mineralstoffen und Vitaminen.Sie wirkt blutbildend und anregend für Leber und Galle. Außerdem wirkt sie antibakteriell und soll vor Krebs schützen.Aussaat: Sobald nicht mehr mit Bodenfrösten zu rechnen ist(Ende April), kann die rote Beete direkt im Beet ausgesät werden. Bekommen die Jungpflanzen Frost ab, kann es sein, dass sich keine Knollen bilden. Einfach eine ca. 2cm tiefe Saatfurche ziehen und alle 5cm ein Samenkorn hinein. Furche schließen und gut wässern. Wenn die Pflanzen ungefähr 5cm groß geworden sind, kannst du auf ungefähr 20cm auslichten.Bis in den Frühsommer sind Nachsaaten möglich. bevorzugter Standort: Rote Beete ist bescheiden. Sie bevorzugt ein eher kühles Klima und kommt auch mit weniger nährstoffreichen Böden zurecht.Pflanzabstand: Zunächst ziehst du dir eine circa 3cm tiefe Saatfurche. Hier bringst du etwa alle 25cm vier Saatkörner ein. Nun die Furche schließen und angießen.  gute Nachbarn: Mit Buschbohnen vertragen sich rote Beete, ebenso mit Gurken, verschiedensten Kohlarten, Kohlrabi, Kopfsalat und Zwiebeln. schlechte Nachbarn: In der Nähe von Stangenbohnen wachsen rote Beete eher schlecht. Auch Tomaten, Porree, Kartoffeln vertragen sich nicht gut mit roten Rüben.  Tipps: Am schmackhaftesten sind die roten Rüben, wenn sie einen Durchmesser von ca. 5cm haben. Halte den Boden um die rote Beete durch Mulchen und bewässern gut feucht. Rote Beete die im Wachstum trocken geworden ist, schmeckt nicht.Rote Beete lässt sich über den Winter gut in einer luftigen Kiste mit trockener Erde lagern.Erntezeit: Bereits 3 Monate nach der Aussaat sind rote Beete erntereif.Bis zu den ersten Frösten kann man rote Beete durchaus ernten. Entscheide also, ob du vielleicht sogar mehrfach im Jahr aussäst.Verwendung der Pflanze: Bekannt ist, dass man die Wurzelknollen in verschiedenen Varianten essen kann. Aber auch Blattgrün und Stiele lassen sich als leckere Speisen verarbeiten. Die Blätter können als Blattsalat oder Spinat verwendet werden, die Blattstiele kannst du ähnlich wie Spargel verarbeiten.Außerdem ist die Pflanze durchaus auch dekorativ: 😉

Kräuter – so vielseitig

Kräuter sind doch echt was Herrliches.  Sie schmecken und riechen gut und die meisten sehen auch ganz schön aus. Nicht zu vergessen, die gesunden Inhaltsstoffe.Wir benutzen unsere Kräuter derzeit um Speisen zu würzen und Tee zu kochen. Wobei wir da auch versuchen nicht nur auf den Geschmack, sondern auch die Inhaltsstoffe und deren Wirkung zu achten. Salbei-Ingwer-Tee bei Husten, Kamillentee bei Magenschmerzen oder Hopfen-Zitronenmelisse am Abend zur guten Nacht.Eigene Kräuter haben wir eigentlich immer schon gehabt und wenn’s nur ein paar Töpfe auf der Fensterbank waren. In diesem Jahr konnten wir uns mal ein bisschen mehr austoben.Unsere persönlichen Erfahrungen in diesem JahrBasilikum: Im Gegensatz zur Fensterbank, ist der Basilkum im Garten richtig groß geworden und hatte feste, knackige Blätter. Den Basilkum haben wir zum Würzen von Speisen benutzt, aber auch – dank der knackigen Blätter – zwischendurch im Garten genascht.Um länger was vom Basilkum zu haben – sprch im Winter – haben wir eine ordentliche Menge eingefroren. Das Aroma hält sich bei Basilkum so besser, als beim Trocknen. Wobei Basilikum frisch einfach unschlagbar ist.Das Umpflanzen vom Freiland in den Topf fand der Basilikum gar nicht lustig. Hat nur wenige Tage gedauert, bis er in unserer Wohnung sang und klanglos eingegangen ist.Bohnenkraut: Das Bohnenkraut hatte den strengen Winter überlebt und war noch vom Vorbesitzer des Gartens übrig geblieben. Ich weiß nicht genau, welche Sorte das Bohnenkraut ist. Aber es ist besonders aromatisch. Damit wir auch im Winter etwas davon haben, habe ich das Bohnenkraut getrocknet. Das hat ganz gut geklappt. Eine kleine Pflanze ist außerdem vor dem Küchenfenster in einem Blumenkasten mit eingepflanzt. Mal sehen, in wie weit uns das im Winter über die Runden hilft.Dill: Hmmm… Der Dill ist bei uns nicht wirklich was geworden. Wir haben beim Dill ein Saatband ausbrobiert. Aber auf dem gesamten Meter sind nur drei Stengel gewachsen. Aber das schreibe ich mal nicht dem Dill, als solchen vor. Wahrscheinlich ist er einfach während der Keimzeit kurzzeitig ausgetrocknet. Schade, ich mag Dill sehr gerne und hatte mich schon sehr darauf gefreut. Naja, im nächsten Gartenjahr gibt es da auf jeden Fall einen neuen Versuch.Lavendel: Wir haben eine Lavendelpflanze in einem Kübel gehabt, der an unserer Veranda stand. Ich mag den Geruch von Lavendel so gerne. Außerdem sind die Blüten sehr hübsch. Großartig verwendet haben wir den Lavendel leider gar nicht. Ein bisschen für Tee. Aber eigentlich wollte ich unbedingt eigene Seife damit herstellen. Liebstöckl: Davon haben wir etliche Wurzeln im März im ganzen Garten ausgegraben. Einige haben wir wieder eingepflanzt. Verwendung findet der Liebstöckl vor allem in Suppen. Heißt ja auch nicht umsonst Maggi-Kraut.Um im Winter etwas vom Liebstöckel zu haben, werden wir den Liebstöckel zusammen mit etwas Möhre, Poree und Petersilie fein hacken und in kleine Portionsbeutel geben. So bekommen auch die Wintersuppen ihren Feinschliff. Marokkanische Minze: Unschlagbar als Erfrischungsgetränk im Sommer und mindestens genauso lecker als wärmender Tee im Herbst und Winter. Bereits im letzten Jahr hatten wir auf dem Wochenmarkt eine Pflanze gekauft. Diese habe ich vor das Küchenfenster in den Innenhof gepflanzt. Wahnbsinn was da in diesem Frühjar wieder ausgetrieben ist!Genug um den Strauch mehrfach zu teilen und ebenfalls in unseren Kleingarten mit einzuquatieren.Erstmals haben wir auch Speisen mit Minze gewürzt. Z.B Gurkensalat oder eine Joghurtsoße zu Zucchini-Hackpfanne.Oregano: Einen kleinen Strauch haben wir von unserer Nachbarin geschenkt bekommen und außerdem haben wir auch selbst ausgesät. Beide Pflanzen haben sich im Laufe des Jahres gut entwickelt und ihre Dienste geleistet. Zum Würzen von Speisen ist Oregano echt was Feines.Das Trocknen hat irgendwie nicht geklappt. Das ganze hatte nicht mehr nach Oregano gerochen, sondern nach Heu. Petersilie: Dieses Jahr zum ersten Mal selbst ausgeät. Da war vielleicht Geduld gefragt. Langsamer sind nur Karotten und Knollensellerie gekeimt. Als wir dann endlich die Petersilie ins Freiland gepflanzt haben, hat sie über beinahe den ganzen Sommer ziemlich geschwächelt. Das mag an der Hitze gelegen haben und der Tatsache, dass wir nicht immer regelmäßig gegossen haben. Ab Anfang August hat sie sich dann aber berappelt und ist kräftig und geschmackvoll gewachsen.Ob das Umpflanzen vom Freiland zurück in einen Topf so sinnvoll war, wird sich zeigen. Habe gestern erst gelesen, dass Petersilie winterfest sein soll und man selbst bei Frost die Blätter ernten kann.Rosmarin: Also Rosmarin und ich – wir stehen doch ein bisschen auf Kriegsfuß. In Töpfen in der Wohnung hat Rosmarin bei uns nie sehr lange gehalten. In diesem Jahr kamen wir immerhin mit einer Pflanze aus. Im Garten fühlte sich der Rosmarin sichtlich wohler. Von der angepriesenen 1m-Wuchshöhe haben wir allerdings nichts gesehen… Der Rosmarin ist in seiner oberen Hälfte zwar weiter schön grün gewachsen und die Ernte hat auch ausgereicht. Aber die untere Hälfte sieht aus wie ein zweijähriger Weihnachtsbaum – nur ohne Schmuck.Salbei: Leckerer Salbeitee… Um den aus eigener Herstellung trinken zu können, kam die Salbeipflanze zu uns in den Garten. Wir haben auch das ein oder andere Essen mit Salbei gewürzt. Die Hauptverwendung ist bei uns jedoch ganz eindeutig der Tee.Den Salbei hab ich für den Winter aus dem Freiland in einen Topf gepflanzt, der jetzt in unserer Küche steht. Funktioniert wunderbar, der Salbei wächst ganz munter weiter.Thymian: Damit haben wir hauptsächlich Speisen gewürzt, aber vor ein paar Tagen hab ich den Thymian auch mal mit in die Teemischung getan. Das war vielleicht lecker!Auch den Thymian habe ich aus dem Freiland in einen Topf umgepflanzt und siehe da: Draußen hatte er bereits angefangen zu schwächeln und in unserer Küche schießen lauter neue Triebe und Blättchn aus der Pflanze.Zitronenmelisse: Unverzichtbar in Kombination mit dem Minze! Und zwar einen Tee von beiden kochen, abkühlen lassen und am besten Eiswürfel rein. So simpel und so gut! Zitronenmelisse mag ich wegen ihrem Geruch auch so gern. Wenn ich im Garten an der Zitronenmelisse vorbei komme, streiche ich jedesmal mit der Hand über den Strauch und schon verbreitet sich dieser herrliche Geruch nach frischen Zitronen.Eine Pflanze hatte ich im vergangenem Jahr mit in den Innenhof gepflanzt. Damit hatte ich aber nicht gerechent: In diesem Jahr war bereits das halbe Beet mit lauter jungen Zitronenmelissepflänzchen bevölkert. So, das war mal ein kleiner Überblick unserer Kräutererfahrungen in diesem Jahr. Nächstes Jahr geht es auf jeden Fall weiter. So einfach Selbstversorgerküche manchmal sein mag, frische Kräuter bringen so viel Pfiff an die simpelsten Speisen. Unverzichtbar!Ach so! Unsere ersten Wildkräutererfahrungen hatten wir ja auch. Hopfen. Davon einen Tee gekocht und man kann besser schlafen. So war das bei uns jedenfalls.Johanniskraut gab es noch in Massen auf der Wiese hinter unseren Gärten. So wirklich verwendet haben wir es aber nicht. Habe die Blüten gesammelt und getrocknet und wusste dann nicht so recht etwas damit anzufangen. Geschmacklich fand ich das jedenfalls nicht so interessant.Kamille haben wir auch gefunden. Aber die war sehr spärlich auf der Wiese angesiedelt. Da haben wir uns auf dem Wochenmarkt getrocknete Kamille für Tee gekauft.