Nutzgarten

Blick auf den Gemüsehof

Auch heute wird der Beitrag aus einer Vielzahl Bilder bestehen. Ich möchte euch mal einen Einblick geben, in dass was wir da zusammen mit Michael auf dem Hof anbauen.

Es gibt eine Vielzahl an Gemüse, Obst und Kräutern. Aktuell dominieren noch die Salate und Wildkräuter, die Michael auf dem Wochenmarkt in Berlin verkauft:

Wenn das Klima nicht optimal ist…

… dann lohnt es sich ein Gewächshaus zu haben.

Wir hatten bisher nur ein Kleines (wie ein Regal) aus dem Baumarkt. Das hat glaube ich vor vier Jahren 25 Euro gekostet und wir nutzen es, wenn wir etwas Vorziehen wollen.

Für unsere Tomaten hätte ich all die Jahre gerne eines gehabt. Ohne Überdachung gibt es bei uns für Tomaten eigentlich eine Garantie für Kraut- und Braunfäule. Das Vordach unserer Terrasse hat zwar im letzten Jahr schon sehr geholfen. Aber letztendlich ist es halt unsere  Terrasse und keine Tomatenplantage…

Wie hat sich eigentlich das Vorbeet entwickelt?

Anfang Mai haben wir ja an einem Wettbewerb teilgenommen, bei dem es darum ging ein Beet „frühlingsfrisch“ zu gestalten. Heute möchte ich euch mal zeigen, wie sich das Beet entwickelt hat und nun zur Zeit aussieht.

Zum Vergleich findet ihr hier den alten Artikel vom Wettbewerb.

Es hat sich wirklich sehr verändert ist ordentlich zugewachsen. Derzeit domnieren die Blüten von Phlox und  Seifenkraut. Am Abend kommt dann die riesiege Nachtkerze zur vollen Pracht. Dazwischen die zarten Blüten einiger Kräuter.

In einen alten Metallgrill ist eine weiße Hortensie eingezogen.

Es ist alles so wie es sein soll: wild, bunt und nützlich!


Hortensie im Grill

Der alteingesessene Phlox begrüßt die neue Hortensie.



Bküten vom Sauerampfer schweben fast über dem Beet.

Phlox und Nachtkerze am Zaun

Der Schopflavendel blüht erneut.

Seifenkraut und Dost

Aussaaten im Sommer für Ernte im Winter

Der Sommer ist die Zeit wo es jede Menge zu ernten gibt. Aber wenn man im Winter auch noch einiges Frisches zur Selbstversorgung haben möchte, dann sollte man eben auch jetzt an bestimmte Aussaaten denken.

Außerdem gibt es ja auch Gemüse mit sehr kurzer Kulturdauer, welches sich zur Nachsaat auf bereits abgeernteten Beeten anbietet.

Grundsätzlich sollte jetzt im Sommer sowieso kein Beet „nackt“ sein, da die heiße Sommersonne den Boden austrocknet und das Bodenleben stark beeinträchtigt. Wer einfach nur ein Beet bedecken möchte, ist auch gut beraten, wenn eine Gründüngung ausgebracht wird.

[caption id="attachment_1343" align="alignleft" width="320"] Phacelia – Bienenfreund[/caption]

Gründünger

Gründüngersind Pflanzen mit sehr schnellem Wachstum, die zum einen die eben erwähnten nackten Beete rasch wieder bedecken, zum anderen werden sie nach einigen Wochen in den Boden eingearbeitet und reichern ihn so mit Humusmaterial an. Zudem geben die Pflanzen selbst bestimmte Nährstoffe an den Boden ab und helfen ihn gesund zu erhalten.
Ein weiterer positiver Effekt von Gründüngerpflanzen sind ihre hübschen Blüten, die Unmengen an Bienen und anderen Bestäuberinsekten anlocken. Lässt man die Gründüngerpflanzen allerdings zu Blüte kommen, sollten sie anschließend nicht unbedingt in den Boden eingearbeitet werden, da ihre Stengel dann schon zu hart sind, um schnell im Boden zu verrotten.

Einige Gründüngerpflanzen Gelbsenf, Lupinen, Phacelia, Ölrettich, Plattererbsen oder Sommerwicken
Generell sollte die Gründüngerpflanze einer anderen Familie angehören, als die geplante Nachfrucht.
Gerade beim Gelbsenf ist zu beachten, dass er  zur Familie der Kreuzblütler gehört und deshalb nicht zur Vor- oder Nachkultur auf Beeten ausgebracht werden darf, die für den Anbau von Kohl vorgesehen sind / waren (Hier bereits ans Folgejahr denken! Stichwort: Kohlhernie).

Gemüseaussaaten im Sommer

Eine kurze Kulturdauer haben zum Beispiel Radieschen, Salate und Spinat. Sie kann man wunderbar für Folgesaaten bzw. Zwischensaaten nutzen.

Für die Herbst- und Winterernte sollten im Sommer folgende Gemüsekulturen bedacht werden:

KOHL, z.B.:

Grünkohl: Die Pflanzzeit beginnt im Juni und darf bei guten Böden bis in den August dauern.
Grünkohl braucht den ersten Frost um sein Aroma positiv zu entwickeln und ist für die frische Ernte im Winter prädestiniert .
späte Kohlrabisorten:Von Juli bis Oktober ist Kulturzeit für späte Kohlrabisorten. Sie brauchen 70-80 Tage zur vollständigen Entwicklung. Ausgereifter Kohlrabi lässt sich bis zum Frühjahr überwintern.
Rosenkohl: Ich erwähne ihn jetzt einfach mit, auch wenn der optimale Pflanzzeitpunkt (Ende Juni) gerade überschritten ist. Aber das nächste Jahr kommt bestimmt! Diese Kohlart wird – wie der Grünkohl-  auch im Winter frisch geerntet.

SALATE

Hier solltet ihr einfach mal schauen, da es eine Menge verschiedener Sorten gibt und es definitiv möglich ist, dass ganze Jahr über Salat frisch zu ernten. Lasst euch ggf. in der Gärtnerei eures Vertrauens bei der Sortenauswahl beraten.
Im Juli unbedingt an die Aussaat von Winterendiven denken. Sie kann man von Oktober bis April, also den gesamten Winter über, ernten.
Bis August kann man noch Schnittsalateaussäen und diese dann bis September ernten.
Im September ist noch Zeit Kopfsalate zu säen. Sie sind von Oktober bis Dezember erntereif.Auf einem Beet, dass ihr bis nächstes Jahr im Mai nicht mehr braucht, könnt ihr wunderbar von Ende August bis Anfang September Feldsalat aussäen. Er kann schon im Herbst geerntet werden und wächst auch unter Schnee, so dass ihr im März und April sofort wieder ernten könnt.
Baut ihr ihn im Frühbeet an, ist euch auch die Ernte von Dezember bis März ziemlich sicher.

Noch erwähnen möchte ich die „neumodernen“ Asiasalate, die eigentlich zu den Kohlpflanzen gehören. Sie sind angenehm scharf im Geschmack (ähnlich Rucola) und geben den Wintersalaten ein bisschen Pep. Im Sommer schießen diese Sorten sehr schnell, aber gerade in den kühleren Jahreszeiten bringen sie einen sehr guten Ertrag.

SONSTIGES GEMÜSE

Karotten: Anfang Juli kann ein letztes Mal gesät werden. Diese Karotten sind dann zur frischen Einlagerung für den Winter geeignet.
Speiserübe / Herbstrübe: Hier sollte man die Aussaat in der ersten Augustwoche vornehmen. Die Rüben können dann von Mitte Oktober bis Mitte November frisch geerntet werden.
Fenchel (Süß-):Hier darf die Aussaat erst im Juli –also jetzt! – erfolgen. Ansonsten bildet der Fenchel keine richtigen Knollen und schießt schnell in Blüte. Anfang August werden die Pflanzen dann auf ein gut vorbereitetes und gedüngtes Beet gesetzt. Wenn die Knollen Faustgroß sind, kann geerntet werden.
Gartenspinat:Anfang August kann für die Herbst- und Frühwinterernte gesät werden. Für die Spätwinterernte sollte die Aussaat Ende September bis Anfang Oktober erfolgen.
Bohnen: Bis Mitte Juli können immer noch Bohnen ausgesät werden. Diese kann man dann bis zum ersten Frost immer noch frisch aus dem Garten genießen.

Es gibt auch einiges was man im Sommer aussäen oder pflanzen sollte, damit es im nächsten Jahr etwas zu ernten gibt.
Nicht zu vergessen, dass es einige attraktive Zierpflanzen gibt, die in mindestens zweijähriger Kultur angebaut werden müssen (also erst im zweiten Jahr blühen).

Gemüse z.B.: Knoblauch, Petersilie, Schwarzwurzeln aussäen
                        im September Rhabarber pflanzen

[caption id="attachment_1345" align="alignright" width="134"] Stockrose[/caption]

Zierpflanzen: Stockrosen, Stiefmütterchen aussäen
Kaiserkronen, Iris, Schachbrettblumen pflanzen

Dieser Artikel hätte jetzt noch unendlich weitergehen können, aber ich habe mich bei den vorgestellten Gemüsesorten jeweils auf die – unserer persönlichen Erfahrung nach – leichtesten oder für uns wichtigsten Arten entschieden.
Ich hoffe ihr konntet einige Anregungen finden. 

Sommerfrische – Eine Schönheitskur für’s Vorbeet

Neulich bekam ich eine E-Mail, ob Lust hätte an einem kleinen Gartenwettbewerb teilzunehmen. Warum eigentlich nicht?Die Aufgabenstellung war, mit einem Budget von maximal 100,–€ eine Ecke im Garten zum Start in die neue Saison zu frühlingsfrisch zu machen. Da der Winter so lange dauerte und die Zeit der meisten Frühlingsblüher sich schon dem Ende neigte, wurde die Aufgabe in „Sommerfrische“ umgewandelt.Ich entschied mich für die Überarbeitung unseres Vorbeetes. Die Ecke war nach dem Winter wirklich nicht mehr sehr schön. Dabei kann man gerade hier in aller Ruhe die erste Frühlingssonne genießen: Mit der sonngengewärmten, windabschirmenden Hauswand im Rücken bei einer Tasse Kaffee die Seele baumeln lassen.Aber bei dem Anblick: Am 15. April war das Beet noch trostlos… …. und die abblätternde Farbe von Fenstern und Tür wertete das Erscheinungsbild weiter ab…. Da könnte man wirklich mal dran arbeiten….Also, wie war das? 100,00€ Budget … Fand ich sogar ganz schön viel für eine einzelne Gartenecke. Ich lass ja ganz gerne auch der Natur ihren Lauf und forme nur ein bisschen mit. Dekorationen oder kleinere Bauten (Hochbeet, Kräuterschnecke…) entstehen aus recycelten Materialien…. Das kostet wenig bis kein Geld.Aber so schwer war es dann doch nicht, das Geld auszugeben… 😉  Entstanden ist ein Beet, das voll und ganz den Themen des grünen Himmels entspricht: Natur, Garten und Selbstversorgung. Anders ausgedrückt ist es bepflanzt mit Wildpflanzen, Frühblüher & Stauden und vielen, verschiedenen Kräutern.Was auf dem Vorbeet wächst, könnt ihr in diesem Beitrag etwas genauer nachlesen und anschauen.So sieht das Gesamtergebnis aus heute am 6. Mai aus:Was haben wir gemacht?Fenster und Türen bekamen einen neuen Anstrich. (~ 20,- €)Die Kräuterschnecke wurde zwischen den Pflanzen mit Muschelmulch abgedeckt, den ich beim Wettbewerbspartner Garten-XXL entdeckt und bestellt habe. Dadurch wirkt die Schnecke insgesamt viel freundlicher und die Kräuterkommen auf dem hellen Untergrund richtig zur Geltung. (~20,-€)Um der Blütenpracht auf die Sprünge zu helfen, durften 3 Erikas, 3 Akeleien und der ungewöhnliche Schopfsalbei einziehen.(~ 20,-€)Bis hierhin hatten wir also 60 von 100 Euro ausgegeben. Für 25 Euro kauften wir uns dann noch neue Kräuter für die Kräuterschnecke.Die Kräuter bekamen endlich eine hübsche Beschriftung. Dazu haben wir Granitsteine mit wasserfestem Filzstift beschriftet. Die Steine haben wir letztes Jahr geschenkt bekommen und bisher haben sie eigentlich nur so „rumgelegen“ im Garten.Die alten Kachelplatten liegen wieder im Beet und geben so einen kleinen Entdeckerpfad vor, den man durch das Pflanzenmeer beschreiten kann.Alles was zur Dekoration genutzt wurde, sind Fundstücke aus dem Garten, vom Wegesrand und aus dem Keller. Erstaunlich, was man da so alles finden kann…. Fertig…. und 15,–Euro Restguthaben. ;-)Und hier einige der  kleinen Details, die sich erst beim genaueren Betrachten entdecken lassen: Im Thymian träumt ein kleiner Engel. Hinter dem Majoran versteckt sich unser Kräutertroll. Das Pilzkraut wirft lustige Schattenfiguren und zwei Klangkugeln ergeben einen chinesischen Drachen, der in die Erde ein- und wieder auftaucht. Nicht nur in der Kräuterschnecke finden sich die Kräuter wieder. Auch mitten im Beet kann man sie entdecken.  Das Beet ist ein wahrer Insekten- und Schmetterllingsmagnet und so kann man bei schönem Wetter wirklich stundenlang auf das Beet schauen. Das Arbeitsmaterial für kleine freiwillige Helfer steht allzeit bereit.Die runden Formen der Dekoration sollen den starren Zaunpfeiler etwas kaschieren. Aber bald wird dieser zum grötenteil vom Phlox verdeckt sein. Die Himbeeren ranken am Zaun entlang und verstecken ihn so nach und nach.Dieses Projekt hat mir so viel Spaß gemacht, weil das Endergebnis nicht auf einer akribischen To-Do-Liste basiert, sondern aus einem fließenden Prozess entstanden ist. Es gibt noch so viel, was ich euch gerne dazu zeigen und erzählen möchte.Deshalb folgen in Kürze noch ein Making-Of-Beitrag, sowie eine Übersicht, der blühenden Schönheiten dieses Beetes. Welche Kräuter hier gedeihen, könnt ihr bereits in diesem Beitrag nachlesen.Vielen Dank an den Wettbewerbsveranstalter deals.com bzw. den TIWWL-Blog, die den Stein für die Umgestaltung dieser Gartenecke ins Rollen gebracht haben.Demnächst könnt ihr euch alle Teilnehmerbeete anschauen und den für euch schönsten wählen. Wenn euch unser Vorbeet gefällt, wäre es also sehr lieb, wenn ihr demnächst wieder vorbeischaut und eure Stimme abgebt. ;-)Liebe Grüße,AnnikaPS: Hier könnt ihr übrigens die anderen beiden Wettbewerbs-Beete bewundern:im Chaosgarten & bei Gartenbuddelei

Boden & Beete an der Dornbuschmühle


Gestern waren wir wieder mal in Brandenburg / Vevais. Wir hatten wunderbares Wetter und es war mal wieder ein sehr schöner Tag mit interessanten Erfahrungen.

Der Nutzgarten an der Mühle ist ja enorm groß. Da das Gelände aber über Jahrzehnte brach lag, müssen wir die Beetflächen erstmal urbar machen. Hier wachsen so enorm viele Wildpflanzen, dass sie das Gemüse glatt überwuchern und unterdrücken.
Bei all meiner Liebe zu Wildpflanzen und die Erkenntnis, dass die meisten davon sehr nützlich sind, haben wir die Beete gestern zum wiederholten male von den Wildkräutern befreit.

Im Gegensatz zu unserem Garten, wo ich mittlerweile die meisten Wildkräuter stehen lasse oder oberirdisch abschneide, haben wir sie an der Mühle samt Wurzelwerk aus dem Boden geholt.
Warum diese unterschiedliche Vorgehensweise?


Unser Stadtgarten hat relativ schlechten und sandigen Boden. Dieser trocknet enorm schnell aus. Im letzten Jahr habe ich (durch einen lieben Blogkommentar) gelernt, dass vorhandene Wurzeln im Boden, noch Wasser nach oben befördern und die Nachbarpflanzen dadurch etwas mitversorgen. Außerdem sterben die Wurzeln nach und nach ab, sind aber ja schon im Boden eingearbeitet und können dort zu Humus werden und die Struktur verbessern.

Bei der Mühle haben wir einen ganz anderen Boden. Er durfte sich über 30 Jahre ausruhen und hat eine sehr gute Mischung aus Lehm, Sand und Humus. Der Boden hält sehr gut die Feuchtigkeit und trocknet oberirdisch gut ab. Einfach perfekt.
Er strotzt so dermassen vor Nährstoffen, dass der Anbau von Schwachzehrern kaum möglich ist. Die Schwachzehrer werden so sehr überversorgt, dass sie fast nur schossen.
Wie oben bereits erwähnt, wachsen hier soviele Wildkräuter, dass Nutzpflanzenanbau eine echte Herrausforderung wird.
Und deshalb ist im Fall der Mühle, dass vollständige Entfernen der Beikräuter absolut sinnvoll und notwendig gewesen.

Schade um die ganzen ungenutzten Wildkräuter?

Hmmmm, ja ein bisschen schon. Aber im Grunde sind sie ja nicht wirklich ungenutzt.

Der größte Teil landet auf dem großen Kompost und kann dort langsam und gemütlich zu Humus werden, den wir in den Folgejahren wieder in den Garten einbringen.
Es ist auch nicht schlimm, dass die Wildpflanzen samt Wurzeln auf dem Kompost landen, da sich während der Rotte sehr hohe Temperaturen bilden. Dadurch wird die Keimfähigkeit / das Wachstum von Wurzelwerk und Samen ausgeschaltet.

Ein Teil der Wildkräuter bekommt sogar noch eine richtig, wichtige Aufgabe. Sie dienen zur Ernährung der Nutztiere. Und so haben wir gestern zum Beispiel Löwenzahn und Brennessel seperat gesammelt und den Hasen ein vitaminreiches unmd absolut biologisches Festmahl serviert.

Die Vogelmiere , die auch überall wächst, wird demnächst wohl den Hühnern zu Gute kommen. Noch sind keine Hühner auf dem Hof vorhanden, aber wenn, dann gibt es unter anderem Vogelmiere für sie. Angeblich soll dieses Kraut bei den Hühnern gut für die Bildung der Eierschalen sein.

Tja, und so haben sich die ersten natürlichen Kreisläufe am Hof eingestellt und ich finde es ist eine große Freude, dass erleben zu können.
In diesem Projekt steckt soviel Potenzial und es ist schön, sich daran zu beteiligen, sich auszuprobieren, zu ergänzen und Erfahrungen zu sammeln, die wir so sicher nicht in unserem Stadtgarten machen würden.

Gestern haben wir auch noch das Saatgut vorsortiert, dass aus den letzten Jahren übrig geblieben ist. Am Donnerstag wollen wir dann die Saaten in die Erde bringen. Der lange Winter hat eben auch an der Mühle für eine ordentliche, zeitliche Verzögerung gesorgt.

Sieht doch fast wie gemalt aus…. Ist aber einfach nur völlig überbelichtet…. 😉

 

Kräutervielfalt

Heute möchte ich euch mal von den verschiedenen Kräutern in unserem Garten berichten. Da hat sich im Laufe der Jahre nämlich einiges entwickelt.
Schaut mal hier: KLICK
Die Kräuter hatten wir in unserem ersten Gartenjahr.

Und wie hat sich das jetzt entwickelt?
Nun, ich denke ganz gut. In diesem Post benenne ich mal, was im Garten bei uns wächst und schreibe euch dazu kurz auf, wofür wir die jeweiligen Kräuter hauptsächlich verwenden. Fotos kann ich leider nicht zu jedem Kraut liefern, das würde den Rahmen hier sprengen.
Nach und nach werden die einzelnen Kräuter jedoch ihren Weg in unser Pflanzenlexikon finden. Einige stehen schon drin und sind hier auch gleich verlinkt.

Fangen wir mal an und schauen, was in unserem Vorbeet mit der Kräuterschnecke wächst:

Anis-Ysop / Duftnessel – als Tee
Balsamico-Minze / Erdbeerminze – überwiegend für Tee
Currykraut –  Würzkraut für
Dost – Würzkraut
Eisenkraut – für Tee oder auch mal am Obstsalat
Lavendel – duftende Dekorationen, gelegentlich für Tee
Majoran – Würzkraut
Oregano – Würzkraut
Pilzkraut – Würzkraut mit (Stein-)Pilzaroma für Soßen und Salate
Römische Kamille  – sehr hoher Anteil ätherischer Öle – als Tee
Rosmarin – Würzkraut
Salbei – Würzkraut und natürlich für Tee
Sauerampfer – Würzkraut, das aber bisher zu wenig von uns genutzt wird
Schnittlauch – Würzkraut für ungekochte Speisen, gerne auch einfach auf ein Quarkbrot gestreut
Seifenkraut – ist einfach eine Augenweide, ausprobiert habe ich das Kraut leider noch nicht
Thymian – Würzkraut und für Tee, gerade in der Hustenzeit
Zitronenmelisse – für Tee und als aromatisches i-Tüpfelchen auf Desserts und süßen Speisen
Pimpenelle – passt gut zu Gurkensalat
Zahnweh-Kresse – haben wir letztes Jahr als Saatgut geschenkt bekommen, mal schauen, wie wir es verwenden werden. Betäubt tatsächlich den Mund, soll aber auch als Würzkraut geeignet sein

Ansonsten haben einige Kräuter ihre Standorte auf verschiedenen anderen Beeten gefunden:
Als Beetumrandungen, Zwischenpflanzungen und Gründünger haben wir die folgenden Kräuter im Garten:

Basilikum  – Würzkraut, soll auf dem Beet die Tomaten unterstützen
Bohnenkraut – Würzkraut, steht bei uns immer auch nahe der Bohnen, da es die schwarze  Bohnenlaus abhalten und das Aroma der Bohnen verbessern soll
Borretsch – die Blüten gerne als Salatdeko
Dill  – Würzkraut für Fisch und Gurkengerichte
Gartenkresse – in Salaten oder auf Quarkbrot
Jungfer im Grünen – nennt sich auch Garten-Schwarzkümmel und werden wir in diesem jahr mal als Gewürz testen
Kamille (gewöhnliche) – für Tee
Kapuzinerkresse – Blüten und Blätter landen bei uns in Salaten, aus den Samenkörnern machen wir Kapernersatz. Soll unbter unsere Obstbäume vor Läusen und Raupen schützen.
Knolauch – verwenden wir wie Schnittlauch
Koriander – Würzkraut, wir verwenden in der Küche die Samen lieber als das Kraut, aber beides ist möglich
Liebstöckl – sehr gerne von uns für Suppen und Eintöpfe verwendet
marrokanische Minze – unser Haupt-TEE-Kraut
peruanische Würztagetes – sehr interessantesAroma, bisher nur für Tee verwendet
Petersilie – Würzkraut
Ringelblumen – für Tee und in Salaten,  aber vor allem für selbstgemachte Salbe, als Beetumrandungen sollen sie der Bodengesundhaltung dienen
Senf –überwiegend als Gründünger angebaut, die jungen Blätter nutzen wir aber auch für Salat und die reifen Senfkörner zum Würzen
Weingartenknoblauch – die Lauchblätter verwenden wir wie Schnittlauch, die erste Ernte an Knoblauchzehen steht uns noch bevor, stehjt zwischen den Erbeeren und soll dort dem Grauschimmel vorbeugen
Weinraute – so intensiv beim Probieren gewesen, dass wir es noch nie wirklich in der Küche verwendet haben…. Das wird sich ändern!

Außerdem hat sich einiges „Wildes“ angesiedelt:

(Berliner) Bärlauch – Verwendung wie Schnittlauch oder in Soßen
Beifuss – als Würzkraut bei fettigeren (Fleisch-)gerichten für bessere Verdaulichkeit
Brennessel – als Tee oder Wildkräuterspinat und im Garten natürlich auch gerne als Jauche zum Düngen
Gänseblümchen – die Blüten landen im Salat, als Kapernersatz haben wir sie noch nicht verwendet, wäre aber auch möglich
Giersch – als Ersatz für Petersilie oder in größeren Mengen als würzigen Wildkräuterspinat
Gundermann – für Tee,mir hat es im letzten Jahr sehr gut bei schlimmen Zahnschmerzen geholfen (einfach einige durchgekaute Blätter an die betroffene Stelle im Mund packen)
Johanniskraut – für Tee
Löwenzahn – die jungen Blätter landen in Salaten, aus den Blüten möchte ich in diesem Jahr einen Getränkesirup machen
Nachtkerze – davon möchte ich gerne mal eine Salbe machen
Spitzwegerich – als „Pflaster“ bei kleineren Kratzern und Wunden, sowie als (Husten-)Tee
Veilchen – dekorieren Salate
Weißklee – Blüten für Tee
wilde Malve – die Blüten für Tee

Ich denke das dürfte alles aus unserem Garten sein und ich bin selbst verblüfft. In der Summe sind das bereits über 50 verschiedenste Kräuter. Wer hätte das gedacht?
Welche Kräuter baut ihr an und wofür nutzt ihr sie? Gibt es ein besonderes Kraut, dass ihr uns noch empfehlen würdet?

Traditionsfest in der Späthschen Baumschule

Am vorletzten Sonnta haben wir das Traditionsfest in der Späthschen Baumschule besucht. Die Baumschule Späth wollte ich schon immer mal sehen. Sie bieten das ganze Jahr über immer mal wieder tolle Veranstaltungen an. Dieses Mal haben wir uns endlich die Zeit genommen.Das Traditionsfest stand in diesem Jahr unter dem Motto „Späther Frühling“. Es war überall wunderbar am blühen. Andreas hat da ganz wunderbare Aufnahmen von gemacht. Sie folgen in einem zweiten Posting. Sonst wären es zu viele Fotos auf einmal. 😉(Im grünen Himmel können pro Posting alle Fotos per Mausklick vergrössert und in einer Lightbox hintereinander angeschaut werden. Lohnt sich!)Ich möchte euch lieber ein bisschen berichten, was wir so gesehen, erlebt und ausprobiert haben. Es war sehr schön gemacht, da die meisten Stände traditionelle Dinge angeboten haben und es dadurch irgendwie ein gemütliches Flair geschaffen hat.Wir haben eine Menge probiert und viele tolle Geschmackserlebnisse gehabt. Ohne Chemie und mit Liebe in kleinen Mengen – statt industriell – verarbeitet, schmeckt es eben doch am besten. Sehr interessant fand ich auch die vielen Kräuter. Es gibt soviele, von denen ich noch nie etwas gehört habe. Was aber auch spannend war, war das es von den bekannten Kräutern, wie z.B. Majoran oder Salbei, unheimlich viele Sorten existieren.Bei den Kräutern haben wir uns regelrecht „durchgeschnüffelt“ und so auch eine Menge toller, neuer Düfte kennen gelernt und haben nun einige Wünsche für die nächste Gartensaison.Von einem uns bis dahin unbekannten Kraut bekamen wir vom Kleingartenverband Treptow-Köpenick sogar Samen geschenkt, nachdem wir uns an die Verkostung getraut hatten… (Recht lieben Dank!)Zugegeben war das Gefühl im Mund schon sehr ungewöhnlich. Säuerlich und irgendwie wie Brausepulver. Danach war der Mund eine Weile betäubt.Um was es sich da gehandelt hat? KLICK ;-)Von einigen Gemüsesorten gab es eine unheimliche Sortenvielfalt in Form von geernteten Früchten zu sehen.  Leider wusste ich vorher nicht, dass es vor Ort die Möglichkeit zur Apfelsortenbestimmung gab. Wir hätten einfach Äpfel aus dem eigenem Garten mitbringen müssen und hätten anhand des Regals (Foto oben), eines Büchertisches und natürlich auch mit fachlicher Hilfe, herrausfinden können, was da so in unserem Garten wächst.Was war da sonst noch zu entdecken?Eine Menge sag ich euch. Am besten wäre man wohl an mindestens zwei Tagen gekommen. Neben Eselreiten für Kinder, gab es auch eine Showbühne. Statt schnöder Pommes- und Bierbuden wurde auch die kulinarische Versorgung sehr traditionell gehalten.Es war einfach wunderschön und ich freue mich schon jetzt auf den Adventsmarkt.Übrigens: Die 3,–Euro Eintritt, die wir pro Person gezahlt haben, sind locker zu verschmerzen. Denn mit der Eintrittskarte bekommt man bis zum 30. November 10% Rabatt auf seinen Einkauf in der Baumschule. Eine faire Sache, oder?

Was macht eigentlich das Fukuoka-Feld?

erster Bericht, zweiter Bericht

Heute will euch mal ein paar Eindrücke vom Fukuoka-Feld im August zeigen. Das Feld hat sich zu einem Blütenmeer entwickelt.




Bald können wir unseren ersten Kürbis vom Feld ernten.

Ob der Mais in diesem Jahr noch was wird?  Ich hab ihn sehr spät ausgesät, aber mittlerweile sind die Pflanzen über einen halben Meter groß.

Die Wildtomate gedeiht bestens. Man könnte fast sagen „sie wuchert“. Und auch der Basilikm neben der Tomate wächst sehr kräftig. Im Vergleich mit Basilikum an anderen Stellen im Garten fällt auf, dass es ihm auf dem Fukuoka-Feld offentsichtlich am Besten geht.

Wildtomate „gelbe Johannisbeere“

Die wilde Malve hatte ich zwischenzeitlich zurückgeschnitten, aber sie ist nochmal ausgetrieben und spendet uns weitere Blüten für leckeren Tee.

wilde Malve

Die Bodenstruktur hat sich ganz offensichtlich deutlich verbessert und speichert nun viel, viel länger Wasser. Gießen brauch ich selbst an heißen Tagen nicht. Selbst wenn alle anderen Pflanzen vor Hitze schlapp machen, steht auf dem Fukuokafeld alles wie eine 1.

Einige der Pflanzen auf dem Feld haben auch schon Samen gebildet, die ich nun fleißig für die nächste Saison sammel.