natürliche Mittel

(Teil 6) natürliche Mittel statt Chemie – Läuse

Sie sind nur 1-7mm groß und dennoch sind sie ein Graus für Gärtner: Läuse…Wenn wir von Läusen reden, dann meistens von Blattläusen, es gibt aber mehr als 800 Arten in Mitteleuropa. Sie gehören zur Gruppe der Pflanzenläuse.Meist entdecken wir Blattläuse, wenn sie in Massen auftauchen und uns eine Veränderung an der Pflanze, auf der sie sitzen, auffällt.Ich habe gestern leider die Entdeckung gemacht, dass sich Läuse an unserer Kamille angesiedelt haben… 🙁  Die schwarzen Grüppchen lassen sich an den hellgrünen Stängeln nicht wirklich übersehen.Unser Seifenkraut muss ich heute auch mal näher unter die Lupe nehmen, daran kräuseln sich die Blätter, dass kann ein Zeichen für Lausbefall sein.Ebenso wie klebrige Blätter. Das klebrige ist der Honigtau, den die Läuse ausscheiden und der leider den Ameisen sehr gut schmeckt.Ameisen und Läuse sind keine sehr gute Kombination. Die Ameisen werden hier zu regelrechten Landwirten, die sich Läuse Kolonien halten und selbst melken, um an den klebrig-süßen Honigtau zu kommen. Eine für sie positive Symbiose, aber für uns als Gärtner…. Bei Lausbefall sollten wir aktiv werden und etwas dagegen tun. Aber nicht einfach die Chemiekeule schwingen, auch wenn das recht einfach ist. Es gibt eine Menge natürlicher Mittel, die wir nutzen können und so unsere wertvolle Ernte aus dem Garten auch „bio“ bleibt.Vielen von euch ist jetzt bestimmt der Marienkäfer in den Sinn gekommen. Das ist eigentlich jedem bekannt, dass die schwarzgepunkteten Käfer Läuse verspeisen.Und das in ganz schönen Mengen: Ein Käfer vertilgt bis zu 200 und eine Larve gar bis zu 400 Läuse am Tag!Doch Läuse haben noch mehr natürliche Fressfeinde. Dazu gehören Ohrwürmer, Vögel, Florfliegen oder auch Schlupfwespen.Selbst hergestellte Pflanzenjauchen (siehe Teil 4) aus Brennnesseln oder Ackerschachtelhalm sind hilfreich gegen Blattläuse und Spinnmilben. Die Pflanzenjauche stärkt unter anderem die Blätter der Pflanze, so dass die Läuse Schwierigkeiten bekommen, an ihnen zu saugen und zu knabbern.Man kann sich aber auch mit bestimmten Pflanzen auf verschiedene Weise vor unerwünschtem Lausbefall schützen.Bohnenkraut neben Bohnen gepflanzt, soll zum Beispiel die schwarze Bohnenlaus fernhalten. Kapuzinerkresse unter Obstbäume gepflanzt, hält die Läuse aus den Bäumen fern. Generell zieht Kapuzinerkresse Läuse magisch an, weshalb sie dadurch die Nachbarpflanzen verschonen.Die Tipps sind natürlich eher für die Anwendung im Garten geeignet. Für die Zimmergärtner unter euch, habe ich folgende Seite als Tipp: Pflanzenschädlinge an Zimmerpflanzen bekämpfenHabt ihr Probleme mit Blattläusen und Co? Was habt ihr für chemiefreie Hausmittel?

(Teil 5) natürliche Mittel statt Chemie – gegen unangenehme Besucher

Die Deutsche Wespe (Vespula germanica) ist eine Art der Kurzkopfwespen (Vespula) und zählt damit zu den Echten Wespen (Vespinae).Foto: Richard Bartz, Munich aka Makro FreakInsekten im Garten sind nützlich. Aber bei zwei Besuchern bekomm ich jedes Mal eine persönliche Krise und werde „wild“. Da sind zum einen die Mücken und zum anderen die Wespen. Beide geben mir das Gefühl, sie sind nur im Garten um mich zu stechen und in den Wahnsinn zu treiben. Dabei wechseln sie sich auch noch ab! Die Tagschicht übernimmt die Wespe und Nachts gibt die Mücke alles.In diesem Artikel möchte ich gerne mal die positiven Aufgaben beider Insektenarten erwähnen und einige Tipps, wie man mit natürlichen Mitteln ihre Anwesenheit unterbinden kann, wenn man sie nun wirklich nicht braucht.Beide Insekten sind jeweils eine Nahrungsquelle für andere Tiere, zumeist für Vögel. Mückenlarven sogar für Fische.Die Wespen futtert sogar selbst ungeliebte Insekten in unserem Garten: Nämlich die Blattläuse und sie bestäuben Blüten (wobei das eher zufällig passiert).Natürliche Mittel um Mücken & Wespen fernzuhalten:Um sie außerhalb des Hauses zu halten, empfiehlt es sich, an allen Fenstern Fliegengitter anzubringen und Türen möglichst geschlossen zu halten.Gegen nervende Mücken im Schlafzimmer bieten sich außerdem folgende Möglichkeiten an:Ein Moskitonetz über dem Bett aufhängen, hat auch gleichzeitig einen Touch von Himmelbett. ;-)Einen Strauß Beifuß im Raum aufhängen. Den Geruch mögen Mücken nicht sonderlich.Im Übrigen ist die Sache mit dem Licht ein Irrglaube. Lichtquellen ziehen Mücken nicht magisch an, sondern verwirren sie, da sie sich normalerweise am Mondlicht orientieren. Wenn es dann wieder Dunkel ist und „normale“ Lichtverhältnisse gegeben sind, fangen sie an nach Beute zu suchen.Im Freien helfen diese Maßnahmen leider weniger, schließlich kann man (leider) kein Moskitonetz über den ganzen Garten spannen.Es gibt verschiedene Lotionen und Sprays, die Mücken abhalten sollen. Hierbei ist aber Vorsicht geboten, da viele den nanotoxischen Stoff DEET enthalten. Der Stoff ist vor allem für Kinder, Schwangere und Allergiker eher ungeeignet. Also eine Maßnahme, die ich im Rahmen dieser Serie sicherlich nicht empfehlen möchte.Deshalb ist auch im Freien ein „Aussperren“ der Mücken sinnvoll. Das heißt den Körper mit Kleidung bedecken und zwar eher weite als eng anliegende. Mücken können nämlich auch durch Stoff stechen.Im Garten und / oder auf den Fensterbänken kann man dann auch noch mit Tomaten und Lavendelpflanzen einiges erreichen. Selbst wenn ihr auf eurem Balkon keine guten Vorrausetzungen für die Ernte von Tomaten haben solltet, lohnt sich eine Pflanze.Wir hatten in diesem Sommer unsere Terrasse mit einer regelrechten Tomatenhecke eingerahmt. Wunderbar!weitere interessante Infos zu MückenWespen kann man mit folgenden Mitteln von der Kaffeetafel im Garten fernhalten:Eine Zitrone halbieren und mit Nelken gespickt auf den Tisch legen. Daraus kann man sogar nette Dekoelemente gestalten.Kupfergeld auf den Tisch in die Sonne legen. Wobei wohl in den alten Pfennigen mehr Kupfer als im Cent zu finden ist. Das haben wir im Urlaub selbst mal ausprobiert und konnten feststellen, dass es ziemlich gut funktioniert. Wir haben ca. 10 Geldstücke auf dem Tisch verteilt. Obst- & Sahnetorte waren nicht reizvoll genug, um in die Nähe der Kupferstücke zu fliegen, aber als dann meine Cola serviert wurde…. Nun ja, die ist wohl so süß und verführerisch …Man kann Wespen auch einfach eine Alternative zum Kaffeetisch bieten: Abseits der Sitzecke eine Schale mit Weintrauben aufgestellt und sie werden sich eher in diese Richtung orientieren.Noch mehr interessante Infos und weitere Tipps gegen Wespen findet ihr in diesem Artiekl auf holidayinsider.com.

(Teil 4) natürliche Mittel statt Chemie: Pflanzenschutz vom Wegesrand

Selbst gemachte Pflanzenschutzmittel aus der Natur möchte ich euch in diesem Teil der kleinen Serie vorstellen.Es gibt viele Kräuter in der Natur, aus der sich hervorragende Pflanzenschutzmittel herstellen lassen. Am bekanntesten ist wohl die Brennnessel-Jauche.Aber es gibt zahlreiche andere Möglichkeiten, seine Pflanzen im Garten zu stärken und vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen.Zunächst aber möchte ich die 4 Grundarten zur Herstellung solcher Mittel vorstellen:AuszügeBei Auszügen werden die gesammelten Pflanzenteile mit Regenwasser oder abgestandenem Wasser übergossen und für 1-2 Tage stehen gelassen. Danach durch ein Sieb gießen und schon ist der Auszug gebrauchsfertig. Wichtig bei Auszügen ist, dass die Gärung der Pflanzen noch nichteingesetzt hat.TeesFür Tee werden die frischen oder getrockneten Pflanzenteile mit kochendem Wasser übergossen. Dann abgekühlt durchsieben und nutzen.BrühenEine Brühe wird in mehreren Arbeitsschritten hergestellt. Zunächst werden die Pflanzenteile in Wasser 24 Stunden eingeweicht. Anschließend wird dieser Auszug 20 Minuten im geschlossenen Topf gekocht. Zum Schluss im geschlossenem Topf abkühlen lassen und absieben.JauchenFür das Ansetzen von Jauchen braucht man am meisten Geduld. Das Grundrezept ist 1kg frische oder 100-150g getrocknete Pflanzenteile mit 10 l Regenwasser übergießen. Wichtig ist, dass man ein Holz- oder Kunststofffass benutzt, keinesfalls eins aus Metall. Die Pflanzen müssen vom Wasser bedeckt sein. Das Fass an einem sonnigem Ort aufstellen und mit einem durchlöchertem Deckel oder Sie von oben abdecken.Nun heißt es warten: Nach 2-3Wochen ist die gewünschte Gärung abgeschlossen und die Jauche kann durchgesiebt und verdünnt verwendet werden. Das Mischverhältnis zwischen Jauche und Wasser sollte ca. 1 zu 10 sein.Nun ein paar Pflanzen aus denen sich Pflanzenschutzmittel für den Garten herstellen lassen:BrennnesselEine Jauche aus dieser Pflanze (Verdünnung 1:20) kann dem Gießwasser zugefügt werden und regt das Wachstumund die Bildung von Chlorophyll an. Sie sollte nicht bei Hülsenfrüchten und Zwiebelpflanzen angewendet werden.Ein Auszug aus Brennnesseln kann dagegen unverdünnt auf von Blattläusen befallene Pflanzen gesprüht werden. Hierzu einen Auszug aus 1 kg und 5 l Wasser ansetzen.BeinwellEin Beinwell-Tee kann zur Verbesserung von Kompost verwendet werden.Eine Jauche hingegen wird dem Gießwasser zugefügt und stärkt die Pflanzen und verbessert den Boden. Es handelt sich hierbei um einen natürlichen Kalium-Dünger.Farnkraut (Adlerfarn, Wurmfarn)Eine verdünnte Jauche ergibt einen Kaliumdünger, unverdünnt kann man Pflanzen, die von Blatt-, Blut- und/oder Schildläusen befallen sind, einsprühen.Aber auch eine unverdünnte Brühe kann gegen die Läusegespritzt werden.Knoblauch & ZwiebelnEine Jauche, die zu gleichen Teilen aus Knoblauch und Zwiebeln (Schalen und Blätter) angesetzt wurde, kann man verdünnt auf Böden in Gemüsebeeten und um Obstbäume gießen. Dort hilft sie bei der Bekämpfung von Milben und Pilzkrankheiten.Ein Auszug aus 75g gehacktem Knoblauch und 10l Wasser kann zum direkten Besprühen betroffener Pflanzen bei Pilzkrankheiten, Blattläusen und Milben eingesetzt werden.Zinnkraut / AckerschachtelhalmEine Brühe aus 1kg Kraut und 10l Wasser ansetzen. 1:5 verdünnt bei sonnigem Wetter vormittags gegen Pilzkrankheiten auf betroffenen Pflanzen spritzen.Bei Tomaten wirkt es sehr gut vorbeugend gegen die gefürchtete Kraut- und Braunfäule.HolunderEinen Auszug aus 1kg Blüten und Blätter und 10l Wasser herstellen. Anschließend 1:5 verdünnt benutzen um Erdraupen und Kohlweißlingsraupen im Schach zu halten.TomatenWer Tomaten anbaut geizt i.d.R. sowie immer mal wieder die Pflanzen aus. Aus diesen Blättern lässt sich ein Auszug herstellen, der unverdünnt auf Kohlpflanzen gegossen werden kann. Er hilft wunderbar gegen Kohlweißlinge.Der Auszug ist schnell gebrauchsfertig: 200g Pflanzen mit 5l Wasser übergießen und nur 2-3 Stunden ziehen lassen.KamilleKamillentee tut nicht nur uns selbst gut. Ein Tee aus 10l Wasser und 50g Blüten trägt zur Kräftigung der Pflanzen und zur Verbesserung von Kompost bei.Aus dem getrocknetem Kraut lässt sich auch eine Brühe mit dem gleichen Effekten ansetzen. Dazu ca. 50g Kraut mit 10 l Wasser verarbeiten.

(Teil3) natürliche Mittel, statt Chemie: gesunde Pflanzen durch sinnvolle Nachbarschaften

Mischkulturen im Garten sind generell keine schlechte Wahl, da eine Mischkultur eventuellen Schädlingen nicht gleich eine ganze Plantage an Lieblingsspeisen auf einem Platz anbietet.Ebenso ist es für den Boden gut, wenn er nicht von einer Sorte Pflanzen punktoell leergesaugt wird, was die Nährstoffe angeht.Wenn man Mischkulturen clever kombiniert, kann man vieles vorbeugen.Dazu hier mal einige sinnvoller Kombinationen:Buschbohnen halten die mehlige Kohlblattlaus im Schach, sie befällt z.B. Rosenkohl ganz gerne.Kohl an sich ist wiederrum gut, um dem sogenannten Sellerierost vorzubeugen.Zwischen Kohl und Sellerie gibt es sogar eine positive Wechselwirkung. Der Sellerie hält Kohlweißlingsraupen und Erdflöhe im Schach.Gegen Eulenraupen hilft Porree zwischen den Kohlpflanzen.Braucht man nicht wirklich im Garten….Außerdem sind die Kräuter Thymian und Ysop gute Begleiter von Kohlarten, da sie sowohl den Kohlweißling, als auch Schnecken abhalten. Aber auch Minze wirkt gegen Kohlweißling & Erdfloh, sowie gegen Ameisen.Bei Kohlrabi und Radieschen wirkt Kopfsalat gegen Erdflöhe.Rote Beete wirkt gegen Fäulniserregeer bei Möhren. Gegen die lästige Möhrenfliege helfen Pflanzen aus der Zwiebelfamilie wie zB. Zwiebeln oder Porree, aber auch Salbei.Eine postive Wechselwirkung gibt es auch zwischen Tomaten und Spargel, sie unterstützen sich gegenseitig gegen Tomatenwelke bzw. Spargelrost. Für Tomaten sind außerdem Tagetes und Basilikum gute Begleiter.Gegen Kartoffelkäfer hilft zwischengepflanzter Meerretich. Der Meerrettich hilft aber auch gegen Monilia bei Obstbäumen.Da wir gerade bei Obstbäumen sind: Um den Stamm Kapuzinerkresse pflanzen, hilft gegen Läuse und Ameisen, die dann nicht mehr in Massen in die Bäume klettern.Damit Erdbeeren vorm Grauschimmel bewahrt werden, bietet es sich an Knoblauch, Porree oder Zwiebeln zwischen zu pflanzen.Zwischen Bohnen am besten immer gleich das geschmacklich passende Bohnenkraut pflanzen. Da hat man nicht nur zwei Komponenten nah beieinander, die man oft eh zusammen erntet und verarbeitet. Nein, das Bohnenkraut schützt die Bohnenpflanze vor der schwarzen Bohnenlaus.(Soviel „Bohne“ in einem Absatz, nenene….)Zu Gurken sollte man möglichst Basilikum pflanzen. Er schützt vor Gurkenmehltau. Aber auch Dill ist eine sinnvolle Kombination.Ich mag ja auch Kombinationen aus Nutz- und Zierpflanzen sehr gerne.Ringelblumen sind gute Begleiter für Erbsen, Gurken, Grünspargel, Kohlarten, Mairüben, Möhren und Tomaten.Sonnenblumen sollten nicht in die Nähe von Kartoffeln gepflanzt werden. Gute Nachbarschaft leisten sie aber bei Gurken. Zu anderen Pflanzen verhalten sie sich neutral. Man kann sie gut als äußerst hübschen Schutz gegen Wind an die Nordseite der Beete  pflanzen.Tagetes sind gut gegen Nematoden im Gartenboden, da sich diese in den Wurzeln der Tagetes festsetzen. Über ihre Nachbarschaf freuen sich Tomaten, Buschbohnen, Kartoffeln und Kohl.__________________________________________________________Wer mit Mischkulturen arbeitet, wird eine strenge Fruchtfolge nicht immer einhalten können. Das ist in diesem Fall aber auch zweitrangig und sollte nicht zu engstirnig betrachtet werden.Es gibt noch viele weitere Zusammenhänge und es lohnt sich, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

(Teil2) natürliche Mittel, statt Chemie: für gesunde Tomaten

In diesem Jahr haben wir für unsere Tomaten einige natürliche Mittel erfolgreich ausprobiert. In so ziemlich allen Gärten der Umgebung wütet Jahr für Jahr die Kraut- und Braunfäule.
Ein Graus für jeden Gemüsegärtner.

Doch es gibt einige natürliche Methoden Tomaten natürlich zu unterstützen:

1.) Wie jedes Jahr haben wir zwischen die Tomatenpflanzen Tagetes gepflanzt.

2.) Wir haben die Pflanzlöcher etwas tiefer gebuddelt und jeweils eine handvoll frische Brennesselblätter hineingegeben. Darauf etwa 5cm Erde und dann die Tomaten einpflanzen. Die Wurzeln der jungen Pflanze dürfen die Brennesselblätter nicht direkt berühren. Die Brennesselblätter sollen die Pflanzen wiederstandsfähiger machen.

3.) Einen Sud aus Ackerschachtelhalm kochen und damit die Tomatenpflanzen einsprühen. Das soll den Ausbruch der Kraut- und Braunfäule verhindern.
Wir haben Mitte Juli damit angefangen, möglich bzw. sinnvoll ist es aber bereits ab Mai.

4.) Nach einigen verregneten Somemrwochen hatten wir dann doch Kraut- und Braunfäule. (Allerdings deutlich später, als die Tomaten in den Nachbargärten. Wahrscheinlich wegen dem Ackerschachtelhalmsud!?) Im vergangenen Jahr wussten wir ja nicht, was uns da ereilt hat und nach nur eienr Woche waren die Tomatenpflanzen restlos hinüber…
In diesem Jahr haben wir erstmals probiert, die Pflanzen mit einem Tee aus Knoblauch und Zwebelschalen einzusprühen. Zunächst an drei aufeinanderfolgenden (trockenen Tagen) die Pflanzen eingesprüht, danach noch einmal wöchentlich.
Siehe da: Alle Pflanzen haben sich erholt und uns noch einige Wochen lang Tomaten geliefert.

Für den Tee eine Knoblauchzehe und die Schale von 1-2 Zwiebeln mit einem Liter kochenden Wasser übergießen. Auskühlen, abseihen – fertig.

Viel zu dicht, haben wir unsere Tomaten im letzten Jahr wachsen lassen…

5.) Tomaten mögen kein Wasser von oben. Auch wenn sie mit ihren Wurzeln unheimlich viel Wasser aufsaugen, sind sie keine Freunde von Nässe auf den Blättern.

Deshalb kann es ratsam sein, den Tomaten ein einfaches Regendach zu bauen. Wir haben es bisher nicht gemacht. Aber im nächsten Jahr wird wohl auch das ausprobiert.
Des weiteren macht es Sinn, bei den meisten Tomatensorten, einige Blatttriebe auszugeizen. Unabhängig von Einflüssen des richtigen Ausgeizens auf den Ernteertrag, geht es mir an dieser Stelle gerade darum, zu vermeiden, dass Blätter aufeinander liegen. Zu dichter Wuchs kann dazu führen, dass zwischen den aufleigenden Blättern die Fuchtigkeit bleibt. Das wiederrum fördert die Krautfäule.

===> Teil 1(Teil1) natürliche Mittel, statt Chemie: gegen Schnecken

(Teil1) natürliche Mittel, statt Chemie: gegen Schnecken

Sicherlich gibt es für beinahe jedes Problem im Garten eine chemische Lösung. Ein bisschen Herbizid hier, ein bisschen Fungizid da. Und schon läufts im Garten.

Oder eben auch nicht. Wozu lege ich mir denn einen eigenen Gemüsegarten an, wenn ich anschließend den gleichen Mist wie viele industrielle Großbetriebe über meine Nahrung sprühe?
Auch im Ziergarten gibt es für mich keinen Sinn, zur Chemiekeule zu greifen. Auch wenn ich die Blumen nicht unbedingt essen werde…. Ich unterstelle einfach mal: Die meisten Gartenbesitzer, haben diesen, weil sie einen gewissen Bezug zur Natur haben.

Und deshalb möchte ich mit diesem Beitrag beginnen natürliche Mittel vorzustellen. Teil 1 befasst sich mit Möglichkeiten auf biologische Art gegen Schnecken vorzugehen.

Schnecken

Schneckenkorn muss nicht sein. Ich habe kein großartiges Schneckenproblem in diesem Jahr in meinem Garten. Die Kombination einiger folgender Maßnahmen hat wunderbar funktioniert:

Schnecken mögen einige Pflanzen gar nicht und bleiben ihnen fern, dazu zählt unter anderem „Jungfer im Grünen“ die ich dieses Jahr überall zwischen schneckenempfindliches Gemüse gepflanzt habe. Es wirkt und sieht obendrein noch ziemlich hübsch aus.Weitere Pflanzen, die Schnecken fernhalten: Senf, Salbei, Thymian, Lavendel, Fetthenne, Frauenmantel…… u.v.m.

Frischer Blätter sind gar nicht die Lieblingsspeise von Schnecken. Gerade die Gehäuseschnecken fressen viel lieber welke Blätter. Von daher einfach einige alte Blätter als Alternative anbieten.
Den Boden um die Pflanzen sollte man regelmäßig an der Oberfläche aufharken. Den Schnecken fällt es schwerer über den unebenen Boden zu kriechen. Immerhin kann so eine Nacktschnecke bis zu neun Meter in einer Nacht zurück legen. Den Boden für Schnecken schlechter passierar zu machen, funktioniert auch, wenn z.B. Holzasche, Stroh oder unerkleinerte Brennessellstängel auf den Beeten verteilt wird.
Diese Maßnahmen müssen allerdings nach Regengüssen regelmäßig wiederholt werden.
Wenn doch mal Schnecken im Salat sitzen: Unbedingt absammeln. Nicht das sie ausgerechnet noch im Gemüsebeet ihre Eier ablegen. Da die Tiere nachtaktiv sind und sie sich tagsüber in dunklen Ecken verstecken, kann man ein Brett oder ähnliches auf den Boden legen. Darunter kann man dann am Tage Schnecken absammeln.
Aus altem Kaffesatz einen neuen Aufguss machen und damit den Boden besprühen, soll auch helfen. Da es um das enthaltene Koffein geht, sollte natürlich kein koffeinfreier Kaffee verwendet werden.
Es gibt auch verschiedene Jauchen und Brühen, die man selbst ansetzen kann.Die genaue Herstellung wird demnächst in einem weiteren Beitrag erklärt.
Wer den Platz und die Möglichkeit hat, könnte sich auch ein paar Laufenten zulegen. Sie vertilgen die Schneckn mit großem Appetit.

Im nächsten Jahr werde ich verstärkt auf eine vernünftige Mischkultur achten. Statt Schädlingen ganze Plantagen nach ihren Wünschen zu gestalten, werden Sorten die sie mögen und die sie nicht mögen gemischt. Plus Pflanzen die unter Punkt 1 genannt wurden.

ÜBRIGENS: Die Gehäuseschnecken gehören nicht zum gärtnerischem Feindbild! Sie fressen die Eier der Nacktschnecken und ansonsten in aller Regel nur welkes Grünzeug!

 

An dieser Stelle sei auch nochmal das Buch „Nutzgärten prachtvoll gestalten“ erwähnt. Hier findest du interessante und vor allem ansehnliche Vorschläge wie Nutz- und Zierpflanzen kombiniert werden können.

Eins noch: Finger weg von Bierfallen! Sie ziehen die Schnecken magisch an und manch eine wäre wohl ohne das verlockende Bier gar nicht erst in den Garten gekommen.Außerdem ertrinken auch viele Nützlinge in diesen Fallen.

Wer weitere Tipps gegen Schnecken hat, darf sie gerne als Kommentar hinterlassen!