Gartentagebuch

Bei genauerer Betrachtung…….

…. lässt sich doch schon erstaunlich viel in Sachen Frühling entdecken. Seit Ostern gab es bei uns keinen neuen Schnee mehr und der vorhandene verschwindet bei Tagestemperaturen von knapp 4°C langsam. Hier seht ihr die drei letzten drei Schneebilder für diese Wintersaison, versprochen!

Ich zeig sie auch nur, damit ihr seht, wie es derzeit noch bei uns ausseht. Umso erstaunlicher sind nämlich dann die folgenden Fotos.

Wie ihr sehen könnt, sind es wirklich nur noch letzte Schneereste…

 

Dennoch war bis vor wenigen Tagen der Boden vollkommen mit Schnee bedeckt und ich finde es deshalb besonders erstaunlich, dass ich heute schon so viele verschiedene Kräuter entdeckt habe. Nun gut, nur die Minaturausgaben, aber wer hätte gedacht, dass sich da unterhalb der Schneedecke überhaupt etwas tut?

Löwenzahn & Taubnessel

Johanniskraut

Spitzwegerich

aufrechtes Fingerkraut

Es sind noch viele weitere Kräuter bereits am wachsen. Aber soweit bin ich noch nicht, dass ich von allen die Namen kenne und sie alle in diesem jungen Stadium erkennen kann. Weit vorn in der Entwicklung ist das Schöllkraut, dass bei uns überall wächst. Blühen tut bisher aber nur die Taubnessel.
Brennesseln sind auch bereits wieder an den üblichen Stellen zu entdecken. Das ist gut. Brennesseln sind echt vielseitig nutzbar. Ich mag sie!

Wenn man genau hinschaut, kann man nun auch wieder erste Farbtupfer, kleine Blüten und skurrile Erscheinungen entdecken, schaut mal:

Die Kaiserkronen machen sich bereit.

Die Blausternchen müssen ihre Blüten nur noch öffnen….

Zwar in meinem Garten geknipst, weiß aber nicht, was das ist…

Auch hier bin ich mir noch nicht sicher, was es werden will!?

Ein einsames Gänseblümchen….

Kann das eine junge Nachtkerze sein?





Zum Schluss zeig ich euch noch zwei Fotos, aus denen der Frühling fast von alleine heraus platzt:


Es ist wirklich schon einiges in den Startlöchern und es gibt bereits jetzt vieles zu entdecken. Man muss halt manchmal nur genauer hinschauen.

Vortreiben, aussäen & warten

 
Erinnert ihr euch noch an den Post von Anfang März? Der fängt ja gut an….
Pustekuchen! Eine Woche war der Frühling da, seitdem ist er wieder untergetaucht. Und das so massiv, dass ich meine Freiland-Aussaaten vor den Eisheiligenbisher noch nicht umsetzen konnte.
Dabei wollte ich aus Platz- und Lichtgründen in diesem Jahr so wenig wie nur möglich in der Wohnung vorziehen.
Aber bei dem langen Winter muss es dann wenigstens ganz schnell ganz viel im Garten blühen und so habe ich mich jetzt an das Thema „Vortreiben“ von Knollen- und Zwiebelpflanzen gemacht.
Hier mal einige lose zusammengetragene Infos zu den Arten, die bei mir warten:

Dahlien

Dahlien
Pflanztiefe: 10-12cm
Temperatur zum Vortreiben: 8-15°C
Nicht vor den Eisheiligen auspflanzen! Dahlien nach dem Auspflanzen erst einmal nicht gießen.

Dann langsam die Wassergabe erhöhen. Anfangs gerade so, dass der Boden nicht vollständig austrocknet.

Lilien
Pflanztiefe: 10-20cm
Sie mögen keine Staunässe, deshalb kann es bei einigen Böden ratsam sein, dass Pflanzloch tiefer zu graben und mit einer Drainageschicht aus Sand und Kies aufzufüllen.

Lillien

Von März bis Mai kann man sie noch recht problemlos auspflanzen. Allerdings ist die beste Pflanzzeit der Herbst. Davon lässt sich logischerweise auch ableiten, dass die Lilien winterhart sind.
Hier mal einige lose zusammengetragene Infos zu den vier Arten, die bei mir warten:

Gladiolen
Pflanztiefe: 12-15cm
Sie sind sehr frostempfindlich, deshalb: Nicht vor den Eisheiligen auspflanzen! Die flache Seite der Zwiebel muss nach unten schauen. Ein Pflanzabstand von ca. 10 cm sollte eingehalten werden.

Anemonen (Kronen- bzw. Garten-)
Pflanztiefe: 5-7cm
Temperatur zum Vortreiben: 8-12°C
Anemonen können eigentlich ab Februar vorgetrieben werden, ich probier es jetzt trotzdem. Die Zwiebeln soll man 1 bis 2 Tage in Wasser legen, bevor man sie pflanzt. Also mach ich das jetzt einfach mal…


Bei allen Arten stolperte ich immer wieder über Hinweise zur Wühlmaus…. Ja, da wurde ich natürlich hellhörig. Denn Wühlmäuse unterkellern seit letztem Jahr an einigen Stellen unseren Garten *grrrr…*
Und sie unterkellern nicht nur, sie verspeisen auch unheimlich gerne Blumenzwiebeln und –knollen. Also werde ich beim Auspflanzen in den Garten kleine Körbe aus engmaschigem Kaninchendraht vorbereiten und die Pflanzenknollen damit wersehen und nur so geschützt ins Beet setzen.

Bei meinen Recherchen bin ich übrigens noch über eine interessante Information zu Wunderblumen gestossen:
Bisher habe ich sie jedes Jahr wieder ausgesät und vorgezogen. Nun habe ich gelesen, dass sie Wurzelknollen bilden, die man vor dem ersten Frost ausgraben und genau wie Dahlien und Co überwintern kann. Das werde ich dann in diesem Jahr mal ausprobieren.

An Nutzpflanzen habe ich nicht viel vorgezogen bisher. In freudiger Erwartung beobachte ich 7 kleine Töpfe und hoffe, dass sich dort bald 4 Tomatensorten, Eisenkraut, „Zahnwehkresse“ bzw. Jambú  und Echinacea zeigen werden.

Dafür „gärtnere“ ich jetzt ein kleines bisschen in der Wohnung. Kresse geht ja immer und ist wirklich keine Kunst. Dennoch ist sie ein frischer Genuss in der momentan eher kargen Küche.

Außerdem hab ich bei FB gesehen, dass man Frühlingszwiebeln und Porree (aus dem Supermarkt) tatsächlich einpflanzen kann und sie wieder austreiben und nachwachsen.
Dazu einfach den unteren Pflanzenteil (3-4cm beim Porree reichen!) mit den Wurzeln übrig lassen, ein bis zwei Tage die Wurzeln in Wasser stellen und dann einpflanzen.
Finde ich echt eine geniale Möglichkeit und ich werde ein paar Porreestangen im Garten zu neuem Leben verhelfen. Mal sehen, was dabei am Ende der Saison heraus gekommen ist!?
PS: Helft mit den Frühling zu finden und haltet seine Spuren in einem Fotobeitrag fest. Es gibt ein tolles Saatgutüberraschungspaket zu gewinnen!

Garteneinkäufe und Vorzuchten


Vor einigen Tagen habe ich ein bisschen für unseren Garten eingekauft. Nicht mal im Gartenfachhandel, sondern beim Discounter. Ich geb’s ja zu!
Aber ich muss sagen, dass wir mit den Gartenartikeln von A..i bisher immer sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Ob Saatgut oder Gerät.

Es gab dieses mal 10er Packs von Tausendschön und Hornveilchen. Damit wollte ich,  dem Frühling auf die Sprünge helfen. Und was kam dann? Die nächste dicke Schneedecke hat sich über den Garten gelegt. Nix mit Blumen pflanzen im Garten…. In der Badewanne stehen sie gerade, weil ich sie mal wässern musste…


Ansonsten habe ich noch eine bunte Mischung an Pflanzzwiebeln gekauft: Lilien, Gladiolen, Anemonen und Dahlien. Mit Zierpflanzen hab ich mich bisher noch gar nicht soviel auseinander gesetzt. Muss ich jetzt erstmal nachlesen, wie ich damit umgehen muss. Hab schonmal irgendwas vom „Vortreiben“ gehört….

Außerdem hab ich mir die letzte rote Kletterrose geschnappt. Hab zwar nicht den Hauch einer AHnung, wo sie ihren Platz  im Garten finden könnte. Aber irgendwo werd ich die Schöne schon untberbringen.

Eine Gartenschere / Rosenschere für 1,99€ hab ich mir vor drei Jahren schonmal gekauft und war absolut zufrieden mit der Qualität. Da ich aber dazu neige meine Gartengeräte auch mal bei Wind und Wetter im Garten zu vergessen, klemmt die alte Schere nun ein bisschen. Scharf ist sie aber immer noch und bei dem Preis hat sie nach drei Jahren ihre Schuldigjkeit sowieso getan.

Da unser Boden ja nun wirklich eine Nährstoffwüste ist, habe ich nun auchmal Dünger gekauft. Bisher hab ich das allesimmer mit Kompost versucht, aber das reicht nicht aus. Habe mich vom schönen Wort „Naturdünger“ verleiten lassen und hoffe, dass ich mir da nicht allzu schlechtes Zeugs gekauft habe…. Wir werden es ja merken,wenn (ja wenn) die Gartensaison ihren Lauf nimmt.

Manchmal ist es hier in der Stadt wie verhext, man bekommt wirklich alles, aber das was man braucht was ich für den Garten brauche ist manchmal echt schwierig. Das Thema Anzuchterdee hatte ich letztes Jahr schon gehabt. Durch drei Gartencenter getingelt und überall das gleiche Bild: X verschiedene super-sonder-spezial Erden für die  Aussaat von Kräutern, für Tomaten oder für sonst was. Das alles zu astronomischen Preisen.
In diesem Jahr bin ich dann bei meinem Discounter-Einkauf über eine Palette Anzuchterde gestolpert. Na bitte geht doch: 1,99€ … Sack gekauft und

Nix und! Nichts vorgezogen bis jetzt. Weil mir einfach nicht nach Aussaat zumute war in den letzten Tagen. Soviel Schnee und alles so dunkel…. Dabei war ich vor zwei Wochen schon kaum noch zu bremsen.Aber da hatten wir auch strahlenden Sonnenschein bei über 10 °C.

Aber da ja irgendwann das Frühjahr doch mal anfangen muss, werde ich jetzt diesen Beitrag mit lieben Grüßen an euch beenden und mir Töpfe, Erde und Saatgut nehmen und endlich anfangen.

Einfach den Winter weggärtnern….

Mal sehen, ob mir das gelingt!!

Der fängt ja gut an…


…. der März!

Seit gestern scheint die Sonne und laut Wetterbericht soll das auch so bleiben. Der Anblick der 16-Tage Vorschau war lange nicht mehr so schön. Hoffentlich haben die Wetterfrösche recht!

Selbstverständlich sind wir bei dem Wetter gestern sofort in den Garten raus. Alle Gemüsebeete sind nun schonmal grob vorbereitet. Wir haben die gesamten Flächen etwa einen Spatenstich tief umgegraben. Wobei gelokert es wohl eher trifft. Wir haben schon drauf geachtet die Erdschichten nicht auf den Kopf zu stellen. Bei diesem Arbeitsschritt ist auch gleich ein bisschen was von der Mulchschicht im Erdreich gelandet und ich hoffe, dass das dem Bodenleben gut tut. (Übrigens hat sich der Boden auf dem Fukuoka-Feld vom letzten Jahr sehr gut entwickelt.)
In der nächsten Woche verteilen wir noch mal unsere gute Komposterde im Garten und harken noch einmal einigermaßen gerade.
Danach kann dann ja auch schon mit Aussaaten begonnen werden. (Direktsaaten vor den Eisheiligen)

Ein paar Ackerbohnen habe ich gestern schon gleich ausgesät. Davor habe ich Ableger vom mehrjährigen Bohnenkraut gepflanzt. Ackerbohnen können ab Februar ausgesät und bereits ab Juni geerntet werden.

Ackerbohnen – 3 Stangen aber immerhin… Erster Versuch.

Ich habe jetzt auch einen relativ konkreten Plan für das neue Gartenjahr. Ich habe alle unsere Beete skizziert und Pflanzengruppen zusammengestellt, die sich begünstigen. So langsam macht sich die Erfahrung bei mir breit ;-), denn das Erstellen des Planes ging verhältnismäßig schnell.

Zuerst habe ich mir überlegt auf was ich in diesem Jahr auf keinen Fall an Gemüse verzichten will, dann habe ich ein anhand gute-Nachbarschaft-schlechte-Nachbarschaft-Tabellen ein bissel hin und her gewürfelt und nun habe ich alles in -verträglichen und postiv ergänzenden – Gruppen zusammen gefasst.
Wobei „Gruppen“ in meinem Fall nur die Hauptkulturen umfasst.
Wieviel ich jetzt von welcher Art genau anpflanze habe ich nicht geplant. So etwas entsteht bei mir spontan.Genau wie Zwischensaaten und Folgesaaten…

In diesem Jahr habe ich außerdem besonderen Wert darauf gelegt, möglichst wenig vorzuziehen. Das gelingt in unserer dunklen Wohnng ohnehin nur schwer und der Platz ist obendrein stark begrenzt.

Für folgende Vorzuchten habe ich mich in diesem Jahr entschieden:

Tomaten, Sellerie, Gurken, Mais, Fenchel, Andenbeere, Zucchini und Kürbis

Der Rest wird direkt auf die Beete gesät.

Diese sind wie folgt zusammengestellt:

Nicht mehr lange und alles ist wieder grün & bunt!

1) Zucchini, Mais, Stangenbohnen, Bohnenkraut, Kapuzinerkresse
2) Erbsen, Kopfsalat, Möhren, Dill, Ringelblumen
3) Kartoffeln, Buschbohnen, Asia-Salat, Tagetes
4) Gurken, rote Beete, Kohlrabi, Dill, Kapuzinerkresse, Petersilie, Ringelblumen
5) (hier stehen zum Teil schon Erdbeeren) Zwiebeln, Kopfsalat, Ackerbohnen, Rettich, Möhren
6) Tomaten, Basilikum, Sellerie, Porree, Kamille, Ringelblume

Ungeplant sind derzeit das Hochbeet (hier wächst aber auch gerade noch Feldsalat) und das Vorbeet. Das Vorbeet beherbert zum gröten Teil unsere Kräuterschnecke, drumherum darf es dann gerne bunt blühen.

An der langen Zaunseite hinter den Gemmüsebeeten will ich wieder Sonnenblumen aussäen und die Feuerbohnen dürfen sich am gesamten Zaun ausbreiten.

Die Kräuterschnecke ist diesmal
sehr gut durch den Winter gekommen!

Mitten auf dem Rasen ist eine Wildkräuter- und Blumenwiese entstanden. Bin mal gespannt, wie die sich dieses Jahr präsentieren wird.

Ach ja, und Kübel sind ja auch noch einige da, die bepflazt werden wollen.

Yippie! Es geht wirklich los jetzt!!!!

Habt ihr auch schon gegrillt? Wir ja. Heute zum Mittagessen. Wunderbar! Ich hab das echt vermisst.

Endlich mehr Überblick

Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich mir eine Tabelle mit unserem Saatgut angelegt habe. Die Tabelle ist fertig und beinhaltet die wichtigsten Daten zu den jeweiligen Pflanzen. Damit nun die Ordnung nicht nur in der Theorie sondern auch in der Praxis Einzug hält, hab ich jetzt nochmal alle Samentütchen sortiert und ein ebenso simple, wie effektive Methode zum sortieren genutzt.

In einem kleinem Karton stehen nun für jeden Monat DinA4-Umschläge, die mit den entsprechenden Saatguttüten gefüllt sind. Außerdem einen Umschlag für „Unsortiertes“ und einen für Material (leere Tütchen, Stifte zum Beschriften etc.). Einen alten Dreschflegel-Katalog* hab ich ebenfalls dazugepackt. Hier kann ich mal auf die Schnelle Aussaattiefen, -abstände und -zeiten nachlesen.



Jetzt muss ich mir in den nächsten Tagen nur noch eine etwas hübschere Kiste suchen, in der die Umschläge gelagert werden können. Der Karton sieht schon irgendwie ’nen bisschen oll aus.

Aber erstmal egal. Hauptsache es ist alles sortiert und ich stelle nicht wieder am laufenden Band fest, dass ich mit der Aussaat für dies, das und jenes wieder mal einige Wochen zu spät dran bin.

Was mir beim Sortieren auch nochmal deutlich geworden ist, ist dass es im März und April unheimlich viel zur Aussaat gibt und zum Jahresende immer weniger wird. War mir eigentlich klar. Heißt für mich aber, dass ich – wenn noch neues Saatgut hinzukommen sollte – schon darauf achte, dass es auch was für die anderen Monate gibt.
So ein Selbstversorgergarten sollte langfristig schon an die 12 Monate irgendwas Frisches zu bieten haben.

Für heute steht noch eine Bastelarbeit auf dem Plan, von der ich euch morgen berichten werde. Hat auch was mit Saatgut zu tun und war der Anlass zur Sortieraktion. Aber mehr verrate ich jetzt nicht. 😉

Ansonsten fällt mir für heute auch nicht mehr ein, was ich euch schreiben könnte. Das Wetter ist nach wie vor grau und trüb. Es liegt zwar Schnee, aber der ist in der Großstadt ja eh nicht lange weiß….
Ab und zu kann ich wenigstens die gefiederten Gäste im Innenhof beobachten. Habe seit ein paar Tagen nen Meisenknödel hängen, an dem sie sich immer mal wieder bedienen. Bisher ein Spatzenpaar und eine einsame Meise.

Also bis bald,

Annika

PS:
*Dreschflegel gefällt mir im übrigen sehr gut, da es hier biologisches Saatgut in Hülle und Fülle gibt. Besonders schön finde ich, dass versucht wird alte Sorten zu erhalten.

Ab in den Garten!


Gestern haben wir ein paar Stunden im Garten verbracht. Wir mussten einfach mal raus aus unserer Dunkelkammer (Wohnung). Draußen sind es derzeit tagsüber so um die  6  Grad, obwohl sich die Sonne nicht blicken lässt.
Wir haben ein bisschen aufgeräumt und unseren Gasofen repariert. Da es ja noch immer sehr früh dunkel wird, war unser erster Gartentag 2013 aber recht früh beendet.

wilde Malve im letzten Jahr

Dennoch tat es gut, mal wieder außerhalb von Gemäuern aktiv zu sein. So etwas fehlt mir in der kalten Jahreszeit oft.

Gestern hab ich natürlich auch wieder nachgeschaut, was denn derzeit schon grünt und wächst. Unser Rucola hat sich richtig erholt nach dem ersten Schnee und wir können ein bisschen was ernten. Meine heiß geliebte wilde Malve hat sich brav selbst ausgesät und außerdem habe ich doch tatsächlich eine einsame Möhre entdeckt.


Heute regnet es leider. Da macht es dann nun doch wieder weniger Laune draußen zu arbeiten. Ich habe den Tag genutzt, um mir ein paar Ideen und Anregungen für die nächsten Wochen im Garten zu holen. Irgendwas kann man doch immer machen, oder?

Einige Anregungen hab ich in diesem Artikel gefunden: KLICK

Dass man im Winter den Obstbäumen einen sogenannten Erziehungsschnitt zukommen lässt, weiß ich ja mittlerweile. Doch gibt es dabei außer der Schnitttechnik etwas zu beachten? Ja!
So ein Schnitt sollte nicht bei frostigen Temperaturen erfolgen. Insgesamt haben wir für diese Aufgabe ungefähr bis März Zeit. Also bevor die Bäume neu austreiben.
Laut Wetterprognose gehen die Temperaturen bei uns in Berlin in den nächsten Tagen zurück und wir werden eine Frostperiode bekommen. Werde diese Aufgabe also zwangsläufig noch ein Weilchen verschieben.


Was ich bisher so gar nicht auf dem Schirm hatte, war die Möglichkeit jetzt Stecklinge von Strauchobst zu ziehen. Das werde ich auf alle Fälle machen. Mein Nachbar ist ja so nett und gibt mir jedes Jahr von seiner Johannisbeerernte etwas ab. Doch ich werde ihn die Tage mal bitten, mir ein paar Stecklinge von seinen Büschen schneiden zu dürfen.
Bei dieser Vermehrungsart erhält man sortenreine neue Obstgewächse. Klingt doch sehr verlockend und muss unbedingt ausprobiert werden.

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weitere Anregungen für arbeitswütige Wintergärtner aus diesem Blog:
 
Das Gartenjahr im Januar & Das Selbstversorgerjahr im Januar
Wer noch Saatgut sucht oder loswerden möchte: Tausch-Himmel

Freitag, 4. Januar


So, eine Tabelle zur Saatgutübersicht ist fertig gestellt. Die Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt.

a) hätte ich nicht gedacht, dass wir schon wieder soviel verschiedene Sorten & Arten haben
b) fehlen mir trotz allem noch 3-5 Saatgutsorten

In der Tabelle sind jetzt gute 80 Sorten erfasst. Bin sehr gespannt, wieviel davon auch klappt…. Ende des Jahres werde ich die Tabelle einfach mal überarbeiten und vergleichen, was Realität geworden ist. 😉

Was wir uns defintiv aufgrund sehr guter Erfahrungen kaufen müssen:
Erbse – frühe Harzerin => sehr gute Erträge und guter, süßer Geschmack
Andenbeere , Physalis => auf jeden Fall nochmal probieren. Im letzten Jahr zu spät ausgesät, so dass von den Unmengen an Früchten nur drei ausgereift sind….
Asia Spice Salat Mix => einfach nur lecker, sehr robust und anspruchslos. Allerdings ein Kohlgewächs und kein Salat in dem Sinne. Trotzdem kann man es wie Salat verwenden.

Jetzt muss ich mir nur ein paar Notizen zu „wann“, „wie“ & „wo“ machen.

Da werde ich wohl viel mit der tollen Tabelle von Uwe arbeiten und natürlich wieder gemütliche Stunden zwischen meinen Gartenbüchern verbringen. Ich liebe so was!

Aber auch ohne das wir ein Saatkorn ausbringen, wird uns der Garten in den kommenden Monaten wieder reich beschenken. Neuseeländer Spinat, Ringelblumen, Jungfer im Grünen, Sonnenblumen… Nur ein paar der Pflanzen die sich brav jedes Jahr wieder selbst aussäen.
Nicht zu vergessen die ganzen mehrjährigen Pflanzen.

Herrje, mir kribbelts in den Gärtnerfingern…..

Mittwoch, 2. Januar…

So sieht’s mit dem Wetter schon seit Tagen aus.

Liebes Tagebuch,

das alte Jahr hat sich mit viel zu milden Temperaturen verabschiedet. Zweistellig durch den Jahreswechsel…. Ich mach mir ein bisschen Sorgen um die allzu mutigen Pflanzen, die bereits jetzt ihre Köpfe aus der Erde schieben oder ihre Knospen der Sonne entgegen strecken.

Heute ist es etwas kühler geworden (ca. 6°C). Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Winter schon vorrüber ist. Er wird bestimmt nochmal kräftig zurück kommen.
Wie im letzten Jahr: Da war es im Januar auch schon sehr mild und viele Pflanzen trauten sich zu früh aus ihrer Winterruhe.

klebriges Labkraut

Als dann Anfang Februar der Winter mit brachial-kalten Temperaturen zurück kam, büssten viele der Mutigen ihre Knospen für den Rest der Saison ein. Das war sehr schade.

Einige Wildpflanzen sind jetzt auch schon recht munter am wachsen. Sollten sie nochmal Forst abbekommen, wäre es nicht ganz so schlimm. Da werden dann schon nochordentlich welche nachwachsen.

Löwenzahn

Wenigstens hat es in den letzten Tagen geregnet. Ja, richtig gelesen. Ich freu mich über den Regen! Sonst hätten wir doch tatsächlich im Garten im Januar gießen müssen. So mild wie es ist, trocknet der Boden draußen richtig aus.
Sollte der Frost dann über die trockenen Pflanzen herfallen, dann kann es durchaus zu den gefürchteten Frostschäden kommen. Das hatten wir auch in der letzten Saison erlebt. Gott sei Dank in Maßen. Trotzdem hatten wir einige unschöne Löcher in der Hecke. Beim Nachbarn sind soagr sämtliche Rhododendren komplett kaputt gefroren.

Im Garten selbst ist derzeit natürlich wenig bis nix zu tun. Trotzdem beschäftige ich mich seit gestern mit dem Thema sehr intensiv. Ich erfasse gerade das Saatgut, dass uns zur Verfügung steht in diesem Jahr. In einer Exceltabelle will ich mir die wichtigsten Infos zusammenstellen. Aussaat, Ernte, Besdonderheiten und so was …Sonst ärger ich mich nur wieder über verpasste Aussaattermine….
Bis zum nächsten Wochenende sollte sie fertig sein. Danach mach ich mir mal Gedanken, wo ich was in diesem Jahr aussäen könnte.
Saatgut das wir nichtgebrauchen können, werde ich wohl über den Tauschhimmel abgeben.

Feldsalat

Hab im Garten mal nach dem Rechten geschaut. Viel gab’s nicht zu sehen. Wir haben reichlich Feldsalat im Hochbeet. Aber sehr winzig, da er viel zu dicht ausgesät wurde. Hatte den letzten Feldsalat an der Stelle zur Blüte kommen lassen.
Der Grünkohl ist in diesem Jahr recht kümmerlich. Aber am meisten habe ich mich wirklich über diese Entdeckung geärgert:

Dieser Tunnel führt geradewegs unter einen Hibiskusbusch. Ich  konnte den Busch mit zwei Fingern umschupsen. Da war keine Wurzel mehr dran….  Was gar nicht mal so schlimm wäre… Denn der Busch war uns leider im letzten Winter schon kaputt gefroren, aber danebem habe ich extra unseren Magnolienbusch umgepflanzt und den sehe ich nun gerade als „bedroht“ an und weiß leider noch nicht so recht, was ich jetzt gegen diese ollen Wühlmäuse machen kann oder muss….

Ja liebes Tagebuch…. das waren meine Gartengedanken am heutigen Tag…. Bis bald! 😉

ein besonderer Gartenrückblick

Beim Sortieren unserer Fotos aus dem letzten Jahr, habe ich mal einige rausgesucht, die die gleiche Ecke in unserem Garten zeigen. Jedes Foto wurde allerdings in einem anderem Monat aufgenommen.Schon sehr spannend, wie sich so ein Fleckchen Erde im Laufe eines Jahres zu wandeln vermag. Freu mich schon riesig auf die nächste Gartensaison! Februar 2012April 2012Juni2012Juli 2012August 2012September 2012Wie ihr auf den Fotos seht, haben wir in der letzten Saisonm sehr wenig in Reihen ausgesät und vieles einfach wachsen lassen. War auch eine lehrreiche Saison. In der Nächsten bring ich ein kleines bisschen mehr Ordnung in das Chaos. Aber im Großen und Ganzen wird es ein sehr naturnaher Garten bleiben.Übrigens, hab ich euch überhaupt schonmal gezeigt in welchem Zustand wir den Garten „damals“ im März 2009 übernommen haben?Auch über solche Fotos bin ich beim Sortieren gestolpert. Es ist wieder ungefähr die gleiche Ecke vom Garten zu sehen:Kein Vergleich mehr, oder?

aufräumen, recyceln & freuen

unser neuer FeuerkorbGestern waren es endlich mal wieder Temperaturen, die Gartenarbeiten ohne Jacke zugelassen haben. Die Sonne war noch etwas verhalten, aber immerhin hat sie sich zwischendurch immer mal wieder gezeigt.Aufräumen Wir haben den Tag genutzt, um unseren Garten aufzuräumen. Über die Herbst- und Winterzeit, entstehen doch immer mal wieder ein paar „Ecken“.unser neues RankgerüstNun ist unsere Veranda wieder das was sie sein soll: Ein überdachtes Plätzchen, an dem man regengeschützt fertig grillen kann oder ein bisschen Schatten hat, falls die Sonne mal richtig brennt.Auch im Garten lag hier und da etwas rum, was noch weggeräumt werden musste. Alte Schilder auf den Beeten, Schnittgut, dass nicht sofort weggeräumt wurde…. RecycelnIm Garten hatten wir auch noch eine uralte Schubkarre stehen. Diese haben wir auseinander gebaut und zwei neue Funktionen zugewiesen. Die Schale der Schubkarre wird uns als Feuerschale dienen. Das Untergestell haben wir hochkant als Rankgerüst neben unserem Teich aufgestellt. Hier ist eine Clematis geplant. Der Standort dafür ist ideal. Den ganzen Tag lang Sonne, aber die Wurzeln der Clematis werden durch Farn beschattet. Genauso wie es Clematis lieben.….beim Schreddern….Außerdem haben wir gestern endlich die ganzen Zweige vom Obstbaumschnitt geschreddert. Damit werden wir unsere Gartenwege ausbessern und teilweise das Blumenbeet am Zaun mulchen.FreuenWir haben ja in diesem Jahr schon einiges ausgesät und natürlich freuen wir uns, wen die Saaten auch aufgehen. Aber eine besondere Freude war es, zu entdecken, wo sich im Garten überall etwas Eßbares angesiedelt hat ohne unser Zutun. Einige Erdbeeren haben den Winter in Schalen auf einem Beet verbracht, weil wir keinen Platz zum Einpflanzen hatten. Die Erdbeeren sind mittlerweile ins Hochbeet an der Dornbuschmühle gezogen. Dennoch haben sich einige Ableger über den Schalenrand hinaus auf dem Beet einen selbstgewählten Standort gesucht und sind dort festgewachsen. Nun ja, wenn die Erdbeeren da gerne stehen wollen: Bitte!Neben dem Kompost sind mehrere Kopfsalate aufgelaufen. Wunderbar und saftig grün sehen die kleinen Pflanzen schon aus. Sie müssen allerdings nochmal umziehen. Sie sind etwas dicht gewachsen an der Stelle.Ja,ein Garten macht Freude! Und heute wird sich weiter gefreut: Das Wetter ist herrlich und es wird gegrillt.