Gartentagebuch

auf in den Mai-Garten

Es ist viel geschehen im Garten und ich lade euch heute mal wieder zu einem kleinen Rundgang ein. Nachdem nun die meisten Frühjahrsblüher durch sind, dominiert das Grün in unserem Garten.

es geht auch bunt

Der bunteste Fleck ist derzeit unser Vorbeet, welches wir ja im letzten Jahr etwas umgestaltet haben. Die Umgestaltung hat die größte Blüten-Lücke während der letzten Frühlingswochen geschlossen. Nun blüht es fast das ganze Jahr hindurch, nur nicht im Winter.

bunte Blumen & Aussaaten

Heute habe ich euch mal ein Infos zu unseren diesjährigen Aussaaten und einigen speziellen Sorten mitgebracht.

 

In diesem Jahr haben wir für unseren Stadtgarten und zum Teil auch für den Hof in der Prignitz Folgendes ausgesät:

Tomaten, Chilli & Co

Reisetomate – Eine Tomate deren Frucht man ähnlich wie bei einer Mandarine in einzelne Stücke teilen kann. Also ideal für unterwegs. Fand ich sehr interessant und muss deshalb in diesem Jahr unbedingt ausprobiert werden.

rote Murmel – Mein diesjähriges Pendant zu den bei uns geliebten gelben, mini Johannisbeertomaten. Beides sind ursprüngliche Wildtomaten.

Fleischtomate, eine alte Haussorte aus unserem Tauschpaket. Lassen wir uns überraschen. Generell werden Fleischtomaten eher zum Kochen als für Salate verwendet.

Vorbereitungen, Ernte & Flechtzäune

In diesem Jahr habe ich das Gefühl, dass wir nicht so lange warten müssen, um mit dem Gärtnern anfangen zu können.

Mit den Vorbereitungen bin ich schon ziemlich weit in diesem Jahr, nicht zuletzt weil wir ja in den vorangegangenen Jahren jede Menge Erfahrungen sammeln durften.

So ist zum Beispiel das Saatgut nach Aussaatmonaten sortiert in meinem Saatguts-Ordnungs-System aus DinA4-Umschlägen. Nur einen Sammelordner aus Holz, habe ich immer noch nicht besorgt.

Winterschlaf


Gestern schien kräftig die Sonne, aber es war der erste richtig kalte Tag. Dennoch haben wir uns noch einmal in den Garten begeben und ein paar letzte Handgriffe erledigt. Jetzt ist unser Garten weitgehend, kuschlig verpackt und kann seinen wohl verdienten Winterschlaf antreten.

Grundsätzlich lassen wir das meiste an Pflanzen im Garten über den Winter stehen und räumen die Beete erst so richtig im Frühjahr auf und ab. Aber einige Pflanzen mussten wir dieses Jahr dennoch vor dem Winter entfernen.

Nun aber flux!


Jetzt passiert wirklich nicht mehr allzuviel in unserem Garten und deshalb glaube ich, dass dies hier einer der letzten Gartentagebucheinträge in diesem Jahr sein wird.
Gestern habe ich festgestellt, dass die Kapuzinerkresse erste Kälteschäden abbekommen hat. Die am Pflaumenbaum wuchs ist hinüber. Die etwas geschützter am Zaun steht, ist noch ein bisschen fitter.
Einige Maßnahmen die ich dringend vor Wintereinbruch / Frost erledigen sollte, habe ich die ganze Zeit vor mir hergeschoben. War ja mit Entrümpeln beschäftigt und das Wetter war nun auch nicht der Renner.
Also habe ich heute schnell einiges nachgeholt.

Oktobergarten

Gestern war das Wetter nach morgendlichem Regen doch noch ganz schön geworden und so haben wir endlich die wichtigsten Arbeiten im Garten erledigt.

Als erstes haben wir unseren Sommerpavillion abgebaut. Das war so eine Sache für sich. Wir haben es zwar hinbekommen, aber irgendwie haben wir uns zwischendurch auch ganz schön dusselig angestellt. Egal, nun ist der Pavillion abgebaut und eingelagert.
Leider habe ich beim Abbau feststellen müssen, dass am Stoffdach die Witterungen der vergangenen Jahre ihre Spuren hinterlassen. Der Stoff wird so langsam spröde. An zwei winzigen Stellen ist er mir sogar eingerissen.  *grummel*

Als der Pavillion weg war, wirkte der Garten gleich wieder viel größer. Aber verzichten können wir auf das Sommer-Sonnen-Dach auf keinen Fall. Ein bisschen Schatten braucht der Gärtner in seinen Pausen schon.

Wildnis im Garten

Heute möchte ich euch mal unsere kleine Wildwiese im Garten genauer zeigen.
Sie hat sich aus den Gegebenheiten bei der Gartenübernahme so ergeben und entwickelt sich prächtig. Als wir den Garten übernahmen, war er insgesamt etwas verwildert, da er jahrelang nicht bewirtschaftet wurde.

Auf der vorhandenen Rasenfläche standen nebeneinander drei Hibiskussträucher. Dort war es dann wirklich etwas schwierig mit dem Rasenmäher um die Sträucher zu kommen und so blieb es in deren unmittelbarer Nähe immer ungemäht.
Anfangs gaben wir uns noch Mühe so sorgfältig wie möglich um die Sträucher zu mähen, doch als wir sahen, was sich auf dem winzigen ungemähten Stück alles entwickelte vergrößerten wir den Radius nach und nach.

Wintergarten


Vor drei Tagen schrieb ich noch, dass der Herbst in diesem Jahr so schnell kam. Nun deutet mein Post-Titel auf den Winter hin…
Es ist aber auch bannig kalt. Trotz strahlendem Sonnenschein sind es maximal so 13-14°C und dazu weht fast ständig ein kalter Wind. Nachts bewegen wir uns mittlerweile schon unter 5°C.

Das dieser Post den Titel „Wintergarten“ bekommen hat, heißt jetzt allerdings nicht, dass ich das Wetter derzeit schon als winterlich beschreiben möchte.
Doch nachdem ich nun in den Nachrichten die ersten Ankündigungen von Nachtfrösten im Berliner Umland gehört habe, bin ich schon so ein bisschen kribbelig geworden und hab mir um das ein oder andere Gartenpflänzchen so meine Gedanken gemacht. Irgendwie stellte sich das Gefühl ein „Ich muss dringend alles winterfest machen!“