Gärtnern nach dem Mond?

Mond1In diesem Jahr will ich es endlich mal probieren: Gärtnern nach dem Mondkalender.
Davon hat sicher fast jeder schon einmal etwas gehört. Der eine glaubt es, der andere hält es für Humbug.
Ich glaube schon daran. Und zwar nicht aus irgendwelchen mystischen Gründen, sondern weil ja auch Ebbe und Flut durch den Mond beeinflusst werden. Und warum sollte es da nicht auch bei anderen „Flüssigkeiten“ (z.B. Pflanzensäften) so sein, dass sie sich anders verhalten, je nach Mondstand?Versuch macht klug

Einen Versuch ist es mir jetzt allemal wert. Ich bin sehr gespannt, was sich daraus ergibt und ob es praktisch überhaupt umsetzbar ist. Bisher hab ich mich da nie rangewagt, weil ich immer davon ausging, dass man da alles ganz streng und penibel einhalten muss. Und woher soll ich wissen, ob ich am Tag X bis xyUhr Zeit habe, etwas auszusäen, zu pflanzen oder zu ernten?

Warum ich mich jetzt doch ranwage, liegt an einem Buch, dass ich von meiner Nachbarin bekommen habe: „Vom richtigen Zeitpunkt – Die Anwendung des Mondkalenders im, täglichen leben“ von Johanna Paungger und Thomas Poppe.
Darin stehen auch konkrete Tage, an denen bestimmte Arbeiten am allerbesten gemacht werden, aber es gibt eben auch vorher und nachher Tage, die nicht sehr gut, aber immerhin noch gut geeignet sind. Und laut der Buchautoren kommt es weniger darauf an, den perfekten Moment zu erwischen, als vielmehr die ungeeigneten Zeitpunkte streng zu meiden.

Hier gibt es den Kalendar

Ich brauche jetzt nur noch einen Mondkalender, denn das ganze am Himmelszelt ablesen, trau ich mir nicht zu. Kann zwar Vollmond von Kein-Mond unterscheiden und den großen und kleinen Wagen finde ich auch immer, aber dann hört es schon auf. Da das Buch schon älter ist, hätte ich nicht damit gerechnet, speziell dazu etwas im Internet zu finden. Doch Überraschung, hier gibt es den Mondkalender mit Erklärungen online.

Welche Tätigkeiten werden nach dem Mond ausgerichtet?

Als erste Übersicht hier mal die Arbeiten aus Garten, Natur und Verarbeitung der Ernte, bei denen auf den Mondkalender geachtet wird:

  • Säen, Setzen und Pflanzen
  • Unkraut- und Schädlingsbekämpfung
  • Pflanzen-, Hecken- und Baumschnitt
  • Düngen / Pflanzen ernähren
  • Ernten & Einlagern

Es gibt noch viel mehr. Zum Beispiel in den Bereichen der Hausarbeit oder Gesundheit. Aber das sind so die Punkte auf die ich besonders achten möchte.

Ich bin gespannt, ob wir für uns einen Vorteil der Nutzung vom Mondkalender bemerken werden. Fairer Weise muss ich ja an dieser Stelle auch mal erwähnen, dass der Gartenboden (also eine wichtige Voraussetzung) an unserem neuen Wohnort doch ohnehin schon deutlich besser ist und allein dadurch mit größeren Erfolgen zu rechnen ist.

Heute ist zum Beispiel ein guter Tag zum Umtopfen und Umsetzen, sowie zum Düngen. Da werde ich gleich mal der Topfpflanze, die wir gestern aus Mitleid beim Einkaufen mitgenommen haben, ein neues Zuhause geben und die Kübel vor der Haustür bepflanzen. Gedüngt werden muss jetzt gerade nichts.
Neulich hab ich auch an einem bestimmten Tag Unkraut im Kräutergarten gejätet. Mal schauen ob es an den betroffenen Stellen tatsächlich weniger wird.
Und außerdem warte ich sehnsüchtig auf den 8.März. Da soll das intensive Schneiden bzw. Entfernen von Baumspitzen einen günstigen Zeitpunkt haben. Ob unser Avocadobäumchen dann nochmal die Kurve kriegt? Die Spitze ist total eingetrocknet und es gibt derzeit zwar viele Blattknospen entlang des Stängels, aber kein einziges Blatt.

4 Kommentare für “Gärtnern nach dem Mond?

  1. 25. Februar 2016 at 08:13

    Ich kenne in Deutschland einen ehemaligen Landwirt der sich nach dem Mond gerichtet hat-und darauf geschworen^^ Wobei es für ihn manchmal doch sehr mistig war weil er die Erntemaschinen in Gemeinschaft nutzen musste… Selbst habe ich es ein Mal mit Unkraut zupfen probiert, aber auch nur ein Mal, von daher weiß ich nicht ob es Einbildung war oder auch tatsächlich dass es langsamer nachgewachsen ist.

    Bin gespannt welche Erfahrungen du machen wirst, und danke dir aber auch für den Link. Werde ich mal nachlesen.

    LIebe Grüsse

    N☼va

  2. 25. Februar 2016 at 23:14

    …ich glaube auch daran, dass der Mond das wachsen und gedeihen beeinflusst, liebe Annika,
    zwar habe ich beim gärtnern noch nicht darauf geachtet, aber ich habe jahrelang meine Zimmerpflanzen immer bei Vollmond etwas gedüngt…und ich musste oft den „Dschungel“ ausdünnen, weil die Pflanzen so prächtig gediehen sind…irgendwann habe ich dann damit aufgehört, weil ich am Fenster mehr Durchblick wollte und mir alles zu viel Arbeit wurde, habe die Zimmerpflanzen reduziert…bin gespannt, was du über deine Erfahrungen berichten wirst,

    lieber Gruß Birgitt

  3. 9. April 2016 at 17:11

    Hallo Annika,
    ein toller Blog!
    Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen. Ich persönlich bin ganz begeistert davon und mache das schon sehr lange. Beim Gärtnern habe ich immer ganz wunderbare Ergebnisse erzielt und auch in Sachen Nagelpflege, Haare und Haushalt richte ich mich danach. Vielleich versetzt der Glaube auch Berge. Ich jedenfalls kann es mir nicht mehr anders vorstellen.
    Lieben Gruß,
    Susanne

  4. 8. Mai 2016 at 12:24

    Also, ich habe diesen Test auch schon gemacht und muß leider sagen, daß sich meine Pflanzen nicht davon beeindrucken ließen, besser zu wachsen oder mehr Ertrag zu bringen. Ganz im Gegenteil, ich war sehr enttäuscht, hatte noch nie vorher so eine miese Ernte und so schlechtes Pflanzenwachstum. Ob es nun am Mond lag oder nicht, werde ich nie gänzlich erfahren aber ich kann sagen, daß ich es probiert habe, zukünftig aber wohl doch eher nach meinem Bauchgefühl im Garten hantieren werde.

    LG Petra K.

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