gärtnern, ernten, beobachten & berichten

Bisher kamen die Berichte aus einer Kleingartenanlage in Berlin. Heute möchte ich euch einmal ein bisschen unser neues Garten-und-Wildnis-Paradies vorstellen. Von hier aus kommen ab diesem Jahr die Berichte rund um Garten, Natur und (Teil-)Selbstversorgung.

Ich bin gespannt, was uns hier erwartet. Es ist natürlich völlig anders, als in Berlin. Wir haben hier keinen ganz eigenen Garten, dafür aber mehrere, die wir nutzen können.
Interessant wird es sicher auch außerhalb der Gärten. Da wo die Wildkräuter wachsen, Holunder- und Brombeerbüsche stehen… In der Umgebung rund ums Dorf.

Da wäre als erstes der große Garten hinter dem Haus, in dem wir wohnen.
Hier hat stehen mehrere alte Obstbäume, sowie einige relativ junge Obstbäume. Außerdem gibt es Weintrauben und einige Beerensträucher. Das beste ist aber der Walnussbaum, den der Vater unserer ältesten Dorfbewohnerin noch gepflanzt hat. Das war zur Zeit des 2. Weltkriegs. Ein oder zwei Jahre später war ihr Vater verstorben. Der Baum ist ein Prachtstück und hat wirklich reichlich Nüsse getragen. Unsere Vorratskammer ist immer noch gut gefüllt damit.

Garten_hinterm_Haus

Letztendlich kümmert sich hier der Vermieter selbst um die Gartenpflege. Aber wenn wir möchten könnten wir uns hier auch ein Beet anlegen. Unser Vermieter ist so echt ’nen super Typ. Aber in punkto Garten ticken wir doch etwas unterschiedlich. Wer meinen Blog schon länger kennt, weiß, dass ich ganz bestimmt niemand bin, der jede Woche den Rasen mäht und jedes kleine „Unkraut“ rausrupft. Unser lieber Vermieter schon…
Doch so ist das eben im Leben. Gibt halt unterschiedliche Geschmäcker und Vorlieben. Dafür sind wir uns beim Obst und bei den Nüssen einig: Lecker! Und deshalb sind wir sehr dankbar, dass wir hier miternten dürfen.

Der zweite Garten gehört unseren Nachbarn, die das örtliche Café betreiben. Die Fläche lag längere Zeit brach und es gibt einiges an Wicken, Brombeeren, Knöterich und anderen Sträuchern zu entfernen. Aber auch hier findet sich bereits ein Altbestand an Obstbäumen. Sogar Holunder wächst hier.
Wir haben uns vorgenommen hier gemeinsam einen Kräuter- und Gemüsegarten anzulegen, sowie einen Raum im Garten zu schaffen, wo man sich zurückziehen und das Leben genießen kann.

Gemüsegarten

Angefangen haben wir bereits im letzten Jahr mit dem Anlegen eines Kräuterbeetes, damit wir unsere Pflanzen, die wir aus dem Berliner Kleingarten gerettet haben unterbringen konnten. Außerdem sind bei der Gelegenheit schon mal 3 Rhabarberstauden gepflanzt worden und einige Grünkohlpflanzen, die wir in unserem „Zwischenquartier“ im Garten angebaut hatten und nun dort nicht verwildern lassen wollten. Wäre schade drum. Und es sei erwähnt, das der Grünkohl den Umzug von einem Garten in den nächsten Ende September wunderbar überstanden hat. Im Januar hat er nun auch endlich seinen Frost bekommen und so können wir demnächst doch tatsächlich was eigenes ernten.

Außerdem haben wir noch ein ganz kleines Blumenbeet angelegt. Es gab vorm Café zwei Hortensien, denen der Topf zu klein geworden war. Und so legten wir ein kleines Beet an, ergänzten die Hortensien, um zwei kleine Büsche Heidekraut und setzten ziemlich viele Blumenzwiebeln, in der Hoffnung schon in diesem Frühjahr die ein oder andere Blüte bewundern zu können. Ich muss echt überlegen, was wir da an Zwiebeln gesetzt haben!? Auf jeden Fall Tulpen und Narzissen. Den Rest hab ich jetzt ehrlich gesagt vergessen. Tja, so kann man sich selbst überraschen…

Zu guter Letzt haben wir in der Prignitz natürlich viel mehr Wildwiesen und Wälder als in Berlin. Weshalb ich sehr hoffe, dass ich hier noch mehr über Wildpflanzen und ihre Verwendung ausprobieren und lernen kann. In der Umgebung finden sich auch noch einige Holunderbüsche, Hagebuttensträucher und anderes Wildobst, was geerntet werden kann. Das Thema „Pilze“ lohnt sich hier nun auch noch viel mehr, endlich mal angegangen zu werden. Hier wachsen wirklich viele Pilze und es wäre wirklich wunderbar, wenn ich mich endlich mal trauen könnte, welche zu sammeln.

Umgebung_Collage

So, jetzt wisst ihr, wo wir zukünftig gärtnern, ernten, beobachten und von wo wir berichten werden. Ich bin selbst ganz gespannt, wie dieses Jahr verläuft. Wir haben viel vor, aber dass ganze mit Baby zu wuppen, ist eine neue Herausforderung für uns. Aber unsere Maus ist ein relativ ruhiges Baby, so dass ich guter Dinge bin. Sie war ja schon von Anfang an mit draußen im Garten.

3 comments for “gärtnern, ernten, beobachten & berichten

  1. Avatar
    2. Februar 2016 at 06:55

    Ach, ich freue mich so für euch, genau das was ihr auch gebraucht habt und ich kann mir jetzt schon sehr gut vorstellen wie es sich entwickelt und ihr dann bestimmt auch mit eurem Gemüse, Kräutern und Co den Nachbarn eine Freude macht. Schon toll wenn man sich gut versteht und mitbenutzen kann. Ein Miteinander das sich lohnt, und dann auch noch mit ernten zu dürfen ist mehr als toll. Da hat euer Vermieter aber ganz schön zu mähen, aber auch nicht schlecht wenn er sich kümmert. Ich selber bin ja auch mehr für den natürlichen Weg (hab eh keinen wirklichen Rasen), und freue mich immer wenn sich die Schmetterline und Bienchen auch an den Kleeblumen erfreuen.

    Auch sich in der Natur umzuschauen finde ich immer wieder toll. Es gibt soviele Pflanzen und Kräuter die wild wachsen und sozusagen „hier gelernt“ muss man sich dann einfach erkundigen, nachforschen und findet Dinge die schon fast in Vergessenheit geraten sind. Ich freue mich auch schon wieder wenn die wilden Brombeeren wachsen. Zu gerne nasche ich dann bei meinen Spaziergängen oder auch die Trauben an den Playas. Leider wird es in diesem Frühjahr nix, wurde letzte Woche schon beschnitten weil sie mit einer weissen Fliege „verseucht“ waren.

    Ach, ich bin einfach begeistert und freue mich dich mit dem Blog und der Entwicklung mit verfolgen zu können.

    Dir einen tollen Tag wünschend sende ich herzliche Grüssle

    N☼va

    übrigens, ich habe Grünkohl auch immer geliebt, vor allem dann auch mit einer Oldenburger Pinkel (Wurst). Habe da übrigens auch ein Grünkohlauflaufrezept von den Landfrauen. Wenn du das mal haben möchtest dann kannste dich ja melden.

    • Annika
      Annika
      2. Februar 2016 at 08:40

      Danke für deine lieben Worte Nova! Schade, dass bei dir die Beerensträucher gekappt sind in diesem Jahr. Aber sie werden bestimmt nachwachsen.

      Das Grünkohlrezept würde mich sehr interessieren. Wir essen oft Grünkohl mit Pinkel. Ganz klassisch. Auflauf klingt interessant.

      Liebe Grüße,
      Annika

  2. Avatar
    14. Februar 2016 at 15:08

    Hallo liebe Annika,
    heute komme ich mal zu Dir und muss festellen das ist auch das was ich so mag…. Natur pur. Ich komme bestimmt wieder um zu verfolgen wie es weiter geht !
    Ich freue mich für Euch und hoffe das alles so klappt wie Ihr es Euch wünscht.
    Selbstversorger… ja das waren meine Eltern auch, aber das ist schon ein paar Jahre her. Ich würde es heute auch noch gerne machen, aber da spielt mein Mann nicht so mit und so einfach wie früher ist es leider auch nicht mehr.

    Liebe Grüße
    Biggi

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