Pflanzenportrait: Tomatillo (Physalis ixocarpa)

Tomatillo_CollageTomatillos sind hierzulande noch nicht so bekannt. Aber ihr Anbau lohnt sich, da sie von Juli bis zum ersten Frost Erträge liefern und man eine wirklich fantastische, original-mexikanische Salsa Verde daraus machen kann.
Außerdem sind die Blüten der Tomatillos durchaus eine Zierde im Gemüsegarten.

Allgemein: Tomatillos wachsen in Lampions und sind u.a. verwandt mit der Kapstachelbeere. Sie gehören zur Gattung der Blasenkirschen (Physalis) und zur Familie der Nachtschattengewächse.

Merkmale: Tomatillos werden bis zu 1,5m hoch und bilden ähnlich wie Tomaten, krautige Verzweigungen. Die Laubblätter sind länglich-oval. Die Blüten sind mitbis zu 15mm Durchmesser nicht sehr groß, aber sie sind wirklich hübsch und vor allem zahlreich. Sie bestehen aus gelben Blütenblättern, die zur Mitte hin dunkel werden.

Standort: Tomatillos gehören zu den Mittelzehrern. Ihre Standortansprüche sind denen von Tomaten sehr ähnlich. Im Gewächshaus fällt der Ertrag aufgrund der geschützten Lage meist höher aus.

Anbau & Pflege: Auch im Anbau sind Tomatillos und Tomaten sich sehr ähnlich.
Jedoch müssen Tomatillos nicht ausgegeizt werden, aber besonders gründlich gestützt werden. Ihre fruchtbehagenen Triebe brechen vor allem bei Wind leicht ab.
Es müssen immer mindestens 2 Tomatillopflanzen ihren Platz im Garten finden, da sie strenge Fremdbefruchter sind und der Ertrag sonst ausbleiben würde.
Tomatillos kommen mit wenig Wasser aus, aber sie bilden mehr Früchte, wenn sie regelmäßig mit Wasser versorgt werden.

In ihrer latainamerikanischen Heimat, wachsen Tomatillos in Mischkultur zwischen Bohnen, Blattgemüse, Mais oder Kürbissen.

Tomatillos lassen sich aus Samen einfach selbst ziehen. Bei 20-27°C keimen sie nach etwa 8 Tagen. Pikiert werden kann nach etwa zwei Wochen. Die Aussaat sollte Mitte März bis Mitte April erfolgen. Ausgepflanzt werden dürfen Tomatillos erst nach Mitte Mai.

Zu erwähnen ist noch, dass Tomatillos sehr genügsam sind und kaum von Schädlingen oder Krankheiten heimgesucht werden. Einzig für eine ausreichende Stütze sollte gesorgt werden, da die Tomatillos mitunter sehr viele Früchte ausbilden und ihre Triebe dann abbrechen könnten.

IMG_3099_BTomatillos in der Küche: Ihr Ertrag und ihre unkompliziert dürften den Tomatillos langfristig mehr Popularität verleihen.
Tomatillos sind reif, wenn sie auf den Boden fallen und die Hüllen vertrocknet sind, aber ihr bestes Aroma für Salsa sollen sie haben, wenn sie kurz zuvor geerntet werden.

In der latainamerikanischen Küche, werden die Tomatillos, wie erwähnt, für Salsa Verde verwendet, aber auch für leckere Gemüsepfannen oder deftige Suppen und Eintöpfe eignen sie sich.
Tomatillos können roh und gegart verwendet werden. Meistens werden sie gegrillt oder gebraten.

Aus den Hüllen der Früchte lässt sich ein Sud herstellen, mit dem Fleisch zarter oder Reis gewürzt wird.

Nach der Ernte lassen sich Tomatillos zwischen 2-4 Wochen  bei einer Temperatur über 6 und unter 10°C lagern. Zu kalte Lagerung ergibt schnell Kälteschäden.

Zum Abschluss ein Video-Rezept für Tomatillo-Salsa:

2 Kommentare für “Pflanzenportrait: Tomatillo (Physalis ixocarpa)

  1. 17. September 2014 at 05:48

    Noch nie von gehört weder gesehen finde ich die ja interessant. Da muss ich mal gucken ob ich die hier auch bekommen kann.

    Danke dir für die Vorstellung.

    Hab einen schönen Tag und herzliche Grüsse

    N☼va

  2. 27. April 2015 at 09:10

    Danke für die Beschreibung der Pflanzen, habe dieses Jahr erstmals viele Tomatillo-Jungpflanzen. In den Vorjahren wurden sie immer nichts, dieses Jahr versuche ich aufs neue mein Glück. 🙂

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