Katzennachwuchs auf dem Land

Derzeit sind wir so viel wie es irgendwie geht in der Prignitz. Dort ist auch gerade tierisch was los. Nicht nur bei den Hühnern gab es fünf Küken, sondern auch bei den Katzen gab es Nachwuchs. Wirklich zu süß die Kleinen:

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Doch bei aller Niedlichkeit: Ich finde es etwas schade, dass auf dem Land offensichtlich Sterilisieren und / oder Kastrieren von den Hoftigern nicht sehr gebräuchlich ist. Es gibt auf mindestens vier Nachbar-Höfen gerade Katzennachwuchs und ja – bei uns kommen wohl auch noch mal ein paar dazu…. Das macht in einem Dorf mit nicht einmal 100 Einwohnern fast 20 (!) neue Katzenkinder.
Bei unseren Freunden war es ein Unfall, da sie die Katzen mit dem Haus gerade neu übernommen hatten und Frau Katze vor dem geplanten Eingriff bereits rollig und danach tragend war. Marlene, die weiße Perserkatze, ist auch auf Umwegen bei Micha auf dem Hof gelandet und auch hier wurde der Zeitpunkt verpasst.
Sobald die Kleinen alle geboren und groß sind, werden aber beide Katzendamen umgehend sterilisiert.

„So ist das halt auf dem Land!“ habe ich in den letzten Wochen von einigen Leuten gehört. Sie meinten damit, dass die Katzenbabys nach der Geburt halt umgebracht werden, wenn man sie nicht vermitteln kann. Sowas geht meiner Meinung nach überhaupt nicht. Wo soll denn diese Flut an Kätzchen hin vermittelt werden? Also droht vielen ein rasches Ende.

Deshalb:

Lieber Mensch,
wenn du mit Tieren zusammen lebst, trage die volle Verantwortung dafür!! Dazu gehört auch, Nachwuchs zu verhindern, dem ohnehin kein langes Leben bevorsteht.
Es ist kein Argument, dass es früher auch so gehandhabt wurde oder das eine Kastration zu teuer ist. Wir reden hier nicht von einem Gartengerät, sondern von einem LEBEwesen.

 

 

 

PS: Bei uns wurde viel Mühe investiert und wirklich jeder Katzenwelpe vermittelt!

 

 

3 Kommentare für “Katzennachwuchs auf dem Land

  1. 5. August 2014 at 07:01

    Dem kann ich mich nur anschliessen…..ist hier auch so. Ich weiß nicht wie oft die Nachbarskatze schon trächtig war, und jedes Mal wenn sie dann irgendwann sucht und „heult“ weiß man dass die Jungen wieder „entsorgt“ wurden. Ich finde es auch grausam, ebenso wie das elendige Vergiften von Tieren.

    Meine „unfreiwilligen“ Miezen (wo ja nur noch Bellina von lebt) habe ich auch alle kastrieren lassen.

    ….auch wenn ich Katzen liebe, es nichts Schöneres gibt einer Katzengeburt so nahe sein zu können.

    Liebe GRüssle

    N☼va

  2. 5. August 2014 at 08:54

    Moi, wie entzückend!
    Ja, ich kenne dieses Thema und die Antowrt dazu „Das ist halt so“ *seufz*
    Meine Nachbarin hat eines solcher Kätzchen vor dem erschlagen „gerette“ und rund um uns gabs überall grade KAtzenkinderflut auf den Höfen.
    Tragisch diese Einstellung, einfach schlimm.
    Es ist für mich selbstverständlich, das Kazen und auch Kater sobald als möglich kastriert gehören um diese Vermehrung zu vermeiden und vorher.
    Unsere Peanut werde ich wohl erst rauslassen wenn ich ihr erst mal die Katzenpille geben kann um sicher sein zu können das bei der ersten rolligkeit kein Maleur passiert und sobald sie das entsprechende Alter hat, wird sie kastriert/sterilsiert.
    Der Kostenaufwand ist Bauern aber zu hoch bzw. für die meisten einfach nicht so wichtig.
    Für sie sind Katzen Nutztiere und wenns zuviele sind, werdens ie eben erschlagen.
    Es wird wohl noch serh lange dauern um diese althergebrachte Einstellung einmal zu ändern.
    Schön das es Eure Katzenkinder mal besser habenw erden. ^^
    GLG, MamaMia

  3. 29. August 2014 at 12:27

    Süß sind sie in der Tat! Aber auch bei uns gibt es eine Katzen“plage“ – die Katzen sehen räudig aus, sind krank und niemand kümmert sich drum, die Tierheime sind überfüllt! Früher hat man solche Katzen getötet, weil man nicht wußte, wohin mit ihnen und das Futter im Tierheim knapp wurde, ebenso die Plätze …
    Jetzt müssen die Freigänger in unserer Gegend kastriert werden, das wurde auch wirklich Zeit!

    Liebe Grüße
    Sara

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