von Gras und Rasen

RasenbuchWer hat in seinem Garten nicht auch eine Rasenfläche integriert? In den meisten Gärten wird man sie jedenfalls finden. Sei es als große Spielfläche für Kinder, als Liegewiese für’s Sonnenbad oder auch als Struktur gebende Fläche.

In einem alten Buch* von 1962 fand ich das Vorwort so schön geschrieben, dass ich es euch hier mal ein paar Auszüge zitieren möchte.

Gras ist das Verzeihen der Natur – ihr ständiger Segen. Vom Kampf verwüstete Felder, aufgerissen von den Spuren der Gewalt – Gras macht sie wieder grün. Katastrophen, welche die Erdoberfläche aufwühlen, geraten in Vergessenheit, nur weil das Gras die rauen Flächen glättet und belebt.

Es ist vielleicht etwas extrem formuliert, aber ich denke ich weiß was Christoph Eisele damit vor über 50 Jahren ausdrücken wollte. Außerdem sollte man bedenken, dass er ja sehr wahrscheinlich gesehen hat, wie sich Landschaften nach dem Krieg überhaupt erst wieder entwickelten.

Auch seine weiteren Worte fand ich irgendwie inspirierend. Rasenflächen sind zwar in jedem Garten auffindbar und eigentlich weiß jeder was Gräser sind. Aber wie wichtig diese Pflanzenart ist, wird neben prachtvollen Zier- und wundervollen Nutzgärten doch eher übersehen.

Ohne Gras gäbe es kein menschliches Leben. Alle Getreidearten der alten und neuen Welt zählen zu den Gräsern; ohne Gräser wäre keine Rinderzucht denkbar. Gras bestimmt Klima und Geschichte.
Gras bildet auch die Grundlage des Rasens. Der Rasen ist so selbstverständlich, dass die Geschichte ihn nicht registriert.

Rasen_mähenWir haben natürlich auch eine Rasenfläche in unserem Garten. Wer mich und meine Art zu Gärtnern kennt, wird jetzt nicht unbedingt mit einem englischem Rasen rechnen. So ist es auch ganz Gewiss nicht, aber gemäht wird schon alle paar Wochen.
Meistens blühen und wachsen jede Menge andere Pflanzen zwischen dem Gras. Vor allem Gänseblümchen und Weißklee.
Die Gänseblümchen machen die Rasenfläche lebendiger und anders wäre es mir auch zu „steril“.
Für uns ist der Rasen Terrasse und Grillplatz, Liegewiese zum Sonnenbaden und gelegentlich der Platz für „Wikinger-Schach“. Für das Schachspiel sollte aber frisch gemäht sein. 😉

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IMG_1764Bei der derzeitigen Größe mähen wir das mit einem „normalen“ Rasenmäher. Was mich dabei ja immer wieder ärgert, ist dieses blöde Stromkabel. Es ist bestimmt nur eine Frage der Zeit, bis ich das mal durchgemäht habe.
Solche Benzinrasenmäher würden mir dieses Problem abnehmen. Da gibt es kein Kabel, dass man umständlich hinterher ziehen muss.
Ich glaube für eine Sense wäre unser Garten ungeeignet. Er ist ja doch sehr verwinkelt angelegt, mit kleinen „Inseln“ auf der Rasenfläche. Stell ich mir schwierig vor.

 

 

 

Wie geht ihr mit euren Rasenflächen um? Wildwuchs oder mähen? Wenn mähen, mit was für einem Mäher? Reine Rasenfläche oder eher Blumenwiese?

 

 

 

 

*Zitate aus „Rasen Gras und Grünflächen“ von Christoph Eisele. Erschienen 1962 im Verlag Paul Parey.

1 Kommenar für “von Gras und Rasen

  1. 2. Juli 2014 at 23:18

    Hallo Annika,
    wir haben noch sehr, sehr viel Rasen im Garten, obwohl ich schon versucht habe einiges in Beete umzuwandeln. Er ist auch eher bunt mit viel Gänseblümchen und Klee. Am Hang hinter dem Haus ist das Mähen nicht so toll und sicher wird der Rasenmäher auch bald den Geist aufgeben, da einige Kunststoffteile die Strapazen nicht aushalten. Unser Nachbar mäht fleißig jede Woche seinen englischen Rasen und er hat seit kurzem einen Akkurasenmäher. Das ist schon toll, wenn man nicht den Kabelstress hat. Vorher hatte er einen Benzinmäher, aber der war ziemlich schwer und unpraktisch.

    LG Sigrun

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