Pflanzengifte

giftpflanzenHeute möchte ich mal auf ein Thema eingehen, welches in Zusammenhang mit der Verwendung von Pflanzen steht, aber so noch nie konkret im Blog angesprochen wurde.

Wir probieren ja gerne eine Reihe an ungewöhnlichen Möglichkeiten aus, gerade was das Einbeziehen weniger bekannter Pflanzen oder Pflanzenteile in den Speiseplan angeht.

Doch bei all den Entdeckungen gehen wir doch recht vorsichtig vor.Gerade bei … 

…Wildpflanzen

Was wir nicht sicher bestimmen können, wird nicht gleich probiert. Lernen wir eine neue Pflanze kennen, informieren wir uns über mögliche giftige Doppelgänger. Beliebtes Beispiel hierfür ist die Unterscheidung von leckerem Bärlauch und tödlich giftigen Maiglöckchen und/oder Herbstzeitlosen. Aber auch bei weißen Doldenblütlern gibt es mehr oder weniger gefährliche Verwechslungsmöglichkeiten, genauso wie bei Pilzen.

giftige Pflanzen im Garten

Pfaffenhütchen1Es gibt eine Reihe beliebter Zierpflanzen, die durchaus häufig in Gärten vorkommen, aber giftig sind. z.B. Fingerhut,Eisenhut,Kaiserkronen, Engelstrompete, Goldregen, Oleander, Kirschlorbeer, Pfaffenhütchen, Bilsenkraut, Wunderbaum (Rhizinus-Baum), Seidelbast, Eiben, Thuja, Tabak…
Sie alle sind leicht giftig bis sehr stark giftig.

Der wunderschöne, blaue Eisenhut zählt sogar zu den giftigsten Pflanzen Europas. Goldregen darf man nicht einmal in die Nähe von Einrichtungen für Kinder pflanzen.

Und bei den Kindern liegt auch das größte Gefahrenpotenzial bei den giftigen Pflanzen im Garten.

Kinder & Haustiere

Gerade wenn auch häufig Kinder im eigenen Garten unterwegs sind, sollte man vielleicht die ein oder andere Zierpflanze durch eine ungiftige Alternative ersetzen und so von vorneherein Gefahren minimieren. Außerdem sollte man mit seinen Kindern über giftige Pflanzen sprechen, sofern sie alt genug sind.

RG1_FeuerbohnenAufklärung von Kindern finde ich besonders wichtig, da es ja auch Nutzpflanzen gibt, wo bestimmte Pflanzenteile (z.B. Tomaten, Bohnen, Kartoffeln…) giftig sein können. Für den Notfall sollte man aber immer die Giftnotrufnummer seines Bundeslandes parat haben. Schaden kann es jedenfalls nicht!

Als Erwachsene sollten wir eigentlich vernünftig genug sein, verantwortungsbewusst mit der Verwendung von Pflanzen umzugehen. Davon gehe ich eigentlich aus.

Robinien

Robinien

Doch es gibt auch Pflanzen die für Haus- oder Hoftiere giftig sein können.
Hunde sollten zum Beispiel nicht mit „Stöckchen“ von Robinien spielen. Die Rinde ist für sie giftig. Spätestens wenn sie an ihrer Beute kauen, kann es gefährlich werden.
In der Prignitz muss gerade eine komplette Weide für die Pferde per Hand von einer für Pferde giftigen Kresseart gesäubert werden. Und auch Jakobskreuzkraut kann auf der Weide gefährlich für die Tiere werden.

 

Zum Schluss:

Mit diesem Beitrag will ich keine Angst verbreiten. Das wäre wohl auch in aller Regel nicht angebracht. Aber ich finde das man trotzdem eine gewisse Vorsicht walten lassen sollte und man sich dieser giftigen Pflanzen und Gefahren bewusst sein sollte.

4 Kommentare für “Pflanzengifte

  1. Brigitte
    7. Juli 2014 at 16:57

    Schöne Grüße in den grünen Himmel 🙂 !

    Dein Beitrag mit Wort und Bild finde ich sehr ansprechend…
    so ist es, die Aufklärung, und immer wieder.
    Viele vergessen ja auch das Gesagte Gezeigte…

    Grüne Grüße aus dem SChildbürgerland
    Brigitte

  2. 8. Juli 2014 at 23:07

    Ein toller Beitrag.Leider gehen viel zu viele all zu leichtsinnig an das Thema heran.

    LG kathrin

  3. 11. Juli 2014 at 10:43

    Liebe Annika,

    ein sehr interessantes Thema, über das ich auch schon so oft nachgedacht habe. Wir sind mit diesen Giftpflanzen groß geworden und keiner hat sich daran gestört und keiner hat sich damit vergiftet. Viele dieser von Dir erwähnten Pflanzen kenne ich schon seit meiner Kindheit aus unserem eigenen Garten. Leider geht die Tendenz seit Jahren schon in die Richtung, lieber ausrotten (oder nicht anpflanzen) als aufzuklären. Die Naturnähe und damit auch das Wissen über Pflanzen ist vielen Menschen abhanden gekommen. So wird auch leider nichts an die Kinder weitergegeben.
    Ausnehmen möchte ich nur die Pflanzen, die für Nutztiere gefährlich werden können. Da muss sicher etwas getan werden, um diese Tiere vor Vergiftung zu bewahren.

    Liebe Grüße
    Jutta

  4. 14. November 2014 at 15:05

    Da ich unseren beiden Damen nicht in voller Gänze über den Weg traue, versuche ich giftige Pflanzen möglichst zu meiden. Allerdings gelingt das nicht immer. Auch in unserem Garten sorgen Lorbeerkirschen für Schatten, und Hortensien zieren die schattigen Beete. Zudem versuche ich, möglichst heimische Pflanzen in meine Gartengestaltung einzubeziehen. Dieser Spagat ist nicht einfach, da viele der heimischen Pflanzen doch giftig sind.
    Ich denke, wenn man Kinder und Haustiere hat, sollte man schon auf Engelstrompeten, Fingerhut, Christrosen und andere sehr giftige Pflanzen verzichten. Denn seinen zwei- oder vierbeinigen Nachwuchs hat man nicht den ganzen Tag komplett im Auge. Und die Kinder sollten schon von den Eltern geschult werden. Schließlich laufen die durch die Felder, Wälder, Parkanlagen oder oder oder – und das in der Regel ohne Aufsicht.

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