auf in den Mai-Garten

Gartentagebuch3Es ist viel geschehen im Garten und ich lade euch heute mal wieder zu einem kleinen Rundgang ein. Nachdem nun die meisten Frühjahrsblüher durch sind, dominiert das Grün in unserem Garten.

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es geht auch bunt

Der bunteste Fleck ist derzeit unser Vorbeet, welches wir ja im letzten Jahr etwas umgestaltet haben. Die Umgestaltung hat die größte Blüten-Lücke während der letzten Frühlingswochen geschlossen. Nun blüht es fast das ganze Jahr hindurch, nur nicht im Winter.

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Wir sind ja grundsätzlich mehr an Nutzpflanzen interessiert. Aber eines weiß ich jetzt für mich. Ein Blumenbeet werde ich nun auch immer mit in unseren Garten einplanen. Mit einer geschickt ausgewählten Bepflanzung ist so ein Blumenbeet eigentlich recht pflegeleicht und vor allem ein Freude für’s Auge.

Auch eine Wildwiese wird es immer bei uns geben. Auch sie bildet einen abwechslungsreichen Hingucker vom Frühjahr bis zum Herbst. Außerdem tummeln sich hier jede Menge Insekten. (Foto vom 19.4.)

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es wird wieder lecker

In diesem Jahr haben wir schon ganz gut ernten können. Keine Mengen die satt machen, aber viel Frische auf den Tisch bringen. Kräuter wie Petersilie, Knolauch, Thymian, Dost und Schnittlauch bereichern seit Wochen unsere Küche.

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Unseren Salatbedarf können wir seit Mitte April auch wieder vollständig aus dem Garten abdecken. Wir haben Asia-Salat und Rucola als Blattsalate. Hinzu kommen endlich mal eigene Radieschen.
Da hat der Anbau irgendwie nie so richtig funktioniert, da unser Sandboden zu schnell austrocknet. Radieschen brauchen gleichmäßige Feuchtigkeit zur Knollenbildung. In diesem Jahr hab ich die Radieschen in den Tomatenkübeln vom letzten Jahr angebaut. Hier war eine bessere Erde (gemischt mit Sandboden) drin und siehe da: Die Radieschen danken es uns:

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Angereichert wird unser Salat derzeit noch mit sehr vielen Wildkräutern und Blüten. Wir  versuchen immer konsequenter zu werden, was die saisonale und regionale Ernährung und Selbstversorgung angeht. Aber da gehört wirklich Übung dazu, wie ich finde. Es ist nicht so leicht, von heute auf Morgen sein Leben umzustellen, auch wenn man gewisse Wertvorstellungen und Ziele hat. Es spielen immer noch weitere Einflüsse und vor allem Gewohnheiten mit hinein.
Die Tage stelle ich euch mal ein tolles Kochbuch vor, welches auf diesem Wege sehr nützlich ist.

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Unser ehemaliges Fukuoka-Feld begeistert mich jedes Jahr wieder. Wir haben nur ein Jahr eine entsperechende Saatmischung ausgebracht, im Folgejahr die Natur machen lassen und nun das zweite Jahr auf sinnvolle Misch- und Folgekulturen Wert gelegt. (Hätten wir den Garten noch länger, würden wir das auch beibehalten). Der Boden hat sich hier ganz prächtig entwickelt und ich denke, dass Fukuoka eine gute Möglichkeit ist, kargen Boden aufzubessern und natürliche Kreisläufe in Gang zu bringen.

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Im Vordergrund vom Foto seht ihr übrigens eine Spitzwegerichpflanze. Eigentlich kannte ich Spitzwegerich nur als relativ kleine und unscheinbare Pflanze auf Wiesen und an Wegserändern. (Die Blätter sind gute 5cm breit und locker 30cm lang).  Doch seit letztem Jahr wächst dieser prächtige Vertreter an seinem selbst gewählten Platz und siehe da: Eine Spitzwegerichpflanze genügt für uns, um mit Anti-Mückenstichmittel und selbstgemachten Hustensirup versorgt zu sein.

Dieses Jahr wachsen auf dem Beet verschiedene Hülsenfrüchte und ich denke wir werden auch hier bald die erste Ernte erleben dürfen. Die Erbsen sind schon sehr weit und die Ackerbohnen blühen sogar schon.
Auch Zuckerschoten und Buschbohnen gucken bereits einige Zentimeter aus dem Boden.

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in süßer Erwartung

In diesem Jahr dürfte unsere Apfelernte geringer ausfallen, als im letzten. Die Bäume haben irgendwie nicht so reichlich geblüht, wie sonst. Das ist aber nicht so schlimm, da wir ja in der Prignitz auch ernten können und hier in der Stadt ja gar keine Lagermöglichkeit mehr hätten im Winter. Lassen wir uns überraschen. Ein paar Äpfel werden es schon werden.

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Dafür blüht das Erdbeerfeld in diesem Jahr sehr, sehr reichlich. Eine interessante Beobachtung konnte ich bei meinem „Erdbeer-Stroh-Versuch“ machen. Ich habe in etwa 3/4 des Erdbeerbeetes mit einer dünnen Strohschicht abgedeckt, 1/4 blieb unbedeckt.

Man konnte ganz deutlich die Grenze sehen. Nein, nicht nur wegen dem Stroh. 😉 Die Erdbeeren auf der Strohseite haben fast zwei Wochen früher angefangen zu blühen! Lohnt sich also scheinbar wirklich, rund um die Pflanzen Stroh auszubringen.

Erwartungsvoll stehen wir nun auch den kleinen wilden Pfirsichbäumchen gegenüber. Nachdem wir sie letztes Jahr sehr spät in unseren Garten gepflanzt haben, dachten wir, wir haben alles falsch gemacht und die Bäume sind hin. Die Knospen öffneten sich nicht und vertrockneten im geschlossenen Zustand. Auch bildeten sich die Laubblätter erst äußerst spät und auch nur spärlich.
UIn diesem Jahr gab es dann eine fantastische Blüte und vor ein paar Tagen habe ich das entdeckt:

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Dafür das wir uns gerade in der ersten Maiwoche befinden, sind auch die Him- und Brombeeren sehr weit. Ich habe hier bereits die ersten Knospen entdeckt und das auch sehr zahlreich.

Es wird wohl in diesem Jahr jede Menge Fruchtaufstriche aus dem Garten geben. Freut mich. Denn dadurch konservieren wir uns ein Stück des letzten Gartenjahres für eine kleine Weile.

 

Und über all dem wacht unser guter Baumgeist:

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