Kurzportrait: Wiesen-Sauerampfer – Rumex acetosa

Collage_SauerampferDer Wiesen-Sauerampfer wächst vor allem auf feuchten Wiesen und ist mehrjährig.
Seine Blätter erkennt man vor allem an den beiden spitzen Lappen, die am Ende des Blattes Richtung Stengel zeigen.
Sobald er in Blüte gegangen ist, ist er besonders leicht in den Wiesen zu finden. Denn seine Blütenstengel werden bis zu einem Meter hoch und haben große Rispen rötlicher Blüten.
Aber so leicht man den Sauerampfer zur Blütezeit auch finden kann: Nun sollte man die Blätter nicht mehr verwenden, weil ihr Oxalsäuregehalt zu stark geworden ist.

(Es gibt allerdings auch verschiedene Zuchtformen von Sauerampfer. Hier können die Blätter über einen längeren Zeitraum geerntet werden.)

In der Küche verwendet man die jungen Blätter ausschließlich frisch oder gedünstet in Salaten, Suppen und Soßen. Der Geschmack ist – wie der Name sagt – säuerlich. Getrocknet und auch tiefgefroren verliert er sein Aroma.

In der Volksmedizin gilt Sauerampfer als Blut reinigend, Leber stärkend und Verdauung fördernd.
=> Für Herz-, Rheuma- und Nierenkranke sind Lebensmittel mit Oxalsäure schädlich. 

4 Kommentare für “Kurzportrait: Wiesen-Sauerampfer – Rumex acetosa

  1. 10. April 2014 at 09:12

    Ah, dann habe ich also eine Zuchtform 😉 Denn meiner kam bisher noch nicht zur Blüte. Darauf warte ich nämlich eigentlich. Und ich war schon immer verwundert, dass eine Blätter etwas anders aussahen als ich sie von früher in Erinnerung hatte. Dann sollte ich mir den altvertrauten vielleicht trotz Schnecken nochmals in den Garten holen. Den Vorgänger hatten die Schnecken leider gekillt.

    Ich esse die Blätter übrigens am Liebsten morgens roh so nebenbei beim Gartenspaziergang …
    LG Silke

  2. 10. April 2014 at 22:21

    Sauerampfer haben wir als Kinder immer direkt auf der Wiese hinter unserem Haus gefuttert! Kann mich noch gut an diesen säuerlichen Geschmack erinnern. Allerdings habe ich nie an Sauerampfer gedacht, um ihn als Küchengewürz zu verwenden. Das ist doch jetzt mal eine Idee!
    LG Calendula

  3. 14. April 2014 at 23:16

    Ich hab‘ eine Zuchtform, aber ich hatte auch im Waldgarten den Wiesenampfer. Der kam aber wohl nicht mit in den neuen Garten.

    Ich mag gern Sauerampfer-Suppe, oder auch -soße mit wachsweichen Eiern, aber ich esse die Blätter auch mal eben „so“ oder im Quark, da schmecken sie auch sehr lecker. Und Oxalsäure soll man schließlich – eigentlich – mit Milchprodukten ausgleichen. Sie ist nicht so gut für die Nieren. Jedenfalls, wer da schon Probleme hat, muß besonders vorsichtig sein. Calciumoxalatsteine, also Nierensteine bilden sich übrigens nicht durch Kalzium (wie man früher geglaubt hat) sondern durch Oxalsäure. Wobei Kalzium Oxalsäure schon im Darm bindet, so daß es den Nieren nicht mehr schaden kann.

    Aber ein oder zwei Blättchen, welche man ohne Milchprodukte zu sich nimmt, werden, denke ich, kaum schaden.

    Liebe Grüße auch hier
    Sara

    • Annika
      Annika
      15. April 2014 at 07:36

      Vielen Dank für die Ergänzung zur Oxalsäure!

      Liebe Grüße,
      Annika

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