Die Macht der Gedanken

Prignitz_Collage1Ende letzten Jahres habe ich den Beitrag vom Bauch zum Kopf veröffentlicht. Der Post war die Antwort auf einen Beitrag von Marie bei den Hinterwäldlern.  Sie gab mir bzw. uns quasi die Initialzündung auf die wir schon seit Jahren gehofft haben.

Aber warten kann man ewig. Man muss handeln. Wenn etwas in der Praxis Realität werden soll, dann reicht eine theoretische Ausarbeitung einfach nicht.

Die erste richtig aktive Handlung im Sinne der Umsetzung von unseren Träumen, war die Veröffentlichung des Beitrags im Dezember.
Öffentlich und halbwegs konkret aussprechen, was man eigentlich möchte, bringt zum einen Klarheit in die eigenen Gedanken und erzeugt zudem einen gewissen Zugzwang.

Was ist seit dem passiert?

Oh, eine ganze Menge. Wir hatten tolle Gespräche und haben auch neue Menschen kennengelernt.  Es ergaben sich auf einmal so viele Möglichkeiten und Zusammenhänge.

Nur ein paar Tage nach meinem Beitrag haben wir auf einer Weihnachtsfeier Michael kennengelernt. Er hat eine Gemüsegärtnerei in der brandenburgischen Prignitz. Wir kannten auf der Feier kaum jemanden. Doch Micha kam direkt auf uns zu und wir kamen ins Gespräch. Es war irgendwie merkwürdig. Wir hatten von Anfang an das Gefühl, dass wir uns schon lange kennen.

Über Weihnachten und Sylvester passierte dann erstmal weniger. Wir waren ja auf Familienbesuch in Niedersachsen und mich hatte zusätzlich ein  echt  fieser Husten außer Gefecht gesetzt.
Dennoch sprachen wir auch mit Freunden weiter über unsere Wünsche und Vorstellungen.

Anfang des neuen Jahres erreichte uns dann die schriftliche Kündigung unseres Gartens. Bis zum 30. November 2014 soll fas Gelände geräumt werden.
Dann wird vieles von dem, was ihr bisher im grünen Himmel gesehen habt unter einer dicken Schicht Beton verschwinden.

Da eine Kündigung für uns von Anfang an absehbar war, haute es uns nicht soo von den Socken. Positiv gesehen, hatten wir nun fixe Termine, bis wann eine Veränderung geschehen muss.

Das es kleine landwirtschaftliche Betriebe und Gärtnereien in der heutigen Zeit schwer haben, sich am Markt zu behaupten, dürfte den meisten klar sein. Auch bei Micha könnte es etwas besser laufen.

Ich fragte einige Freunde, ob sie nicht Interesse hätten, ihr Obst und Gemüse direkt von Michael zu beziehen. Irgendwas würde uns schon einfallen, wie das organisatorisch klappen könnte. Wir hätten hier in der großen Stadt halbwegs regionale Lebensmittel und Micha hätte eine kleine Abnehmergarantie. Für alle eine feine Sache, oder?

Letzte Woche habe ich dann bei Michael angerufen und wollte mit ihm einen Termin vereinbaren, wann wir ihn das erste Mal besuchen kommen. Dabei erwähnte er, dass er am folgenden Tag auch schon Besuch aus Berlin bekommt. Eine Gruppe wolle mit ihm im Sinne von „solidarischer Landwirtschaft“ zusammenarbeiten. Cool, das war ja auch mein Gedankenansatz.
Als sich dann noch herausstellte, dass diese Gruppe nicht nur aus Berlin, sondern aus unserem Stadtteil kommt, dachte ich echt, dass gibt es nicht.

Auf einmal war sie da: Die Möglichkeit sich in der unmittelbaren Nachbarschaft im Sinne unserer Vorstellungen zu organisieren.  Eine perfekte Übergangslösung, bevor wir der Stadt den Rücken kehren werden.

Das kann doch kein Zufall sein?

Am letzten Wochenende fuhren wir dann in die Prignitz und verbrachten einen wunderbaren Tag bei Michael. Wir schauten uns alles an. Redeten über die Zukunft, schmiedeten Pläne und kochten zusammen.

Am Ende des Tages, war der Stand der Dinge für uns der Folgende:

Ab sofort werden wir regelmäßig zu Michael raus fahren und ihm auf dem Hof helfen. Dafür haben wir bei ihm ein Gartenhaus, welches wir als Schlafplatz und Unterkunft für uns herrichten können. Auch einen Bereich für einen eigenen Gemüsegarten würde er uns zur Verfügung stellen.

Huhn_Hahn

Er hat auch ein paar Hühner nebst prächtigem Hahn. Das wiederrum hat uns die Möglichkeit eröffnet unsere ersten eigenen zwei Hühner zu halten. Neben unserer „Hof-WG“ wird es zukünftig also auch eine tierische WG und hoffentlich frische Eier geben.

 

Zusätzlich hat sich beruflich bei uns ein bisschen was verändert.
Wir wissen, dass wir nicht ums Geld verdienen rumkommen werden. Ich habe ja schon öfters geschrieben, dass es einiges gibt, was wir auch weiterhin mit Geld finanzieren müssen und sei es „nur“ die gesetzlich vorgeschriebene Krankenkasse.
Aber in den letzten zwei Wochen hat sich für uns beide jeweils etwas ergeben, dass sich mit unserem angestrebten Landleben verbinden lässt.

Alles Zufall?

Wir sind so happy, wie sich die letzten Wochen entwickelt haben und was für Chancen und Möglichkeiten sich aufgetan haben.

So wirklich erklären kann ich mir das selbst nicht. Wir haben eigentlich nichts getan, außer unsere Gedanken zu fokussieren. Aber genau das muss es sein.

Und deshalb werde ich in der kommenden Zeit einfach mal verschiedene Wünsche von uns, näher unter die Lupe nehmen und konkreter beschreiben. Wer weiß, vielleicht hilft das ja weiterhin so gut!?

Immerhin wurden schon Bücher über die Macht der Gedanken geschrieben. Irgendwas muss dran sein. Auch wenn ich es trotz der letzten Wochen nicht erklären kann, muss ich es doch irgendwie bestätigen.

Bei Youtube habe ich ein Video gefunden, in dem aus einem Buch von Dr. Joseph Murphy vorgelesen wird. Hört es euch einfach mal an und lasst die Worte auf euch wirken:

Was meint ihr? Glaubt ihr auch an die Kraft eurer Gedanken oder ist das für euch purer Blödsinn?

 

4 comments for “Die Macht der Gedanken

  1. Avatar
    22. Februar 2014 at 01:26

    Freut mich voll das von euch zu lesen. Gratuliere euch und wünsche viel Freude und Zufriedenheit! Tolle Entwicklung.

    Geld verdienen muss in einem gewissen Ausmaß wohl sicher sein, ja. Aber das ist auch nicht so schlimm. 😉 Ideal ist, wenn mehr und mehr Menschen einen Weg gehen, der aus mehr Selbstversorgung, freudigem Reparaturwillen, Genügsamkeit, 20-Stunden-Berufstätigkeit und selbstbestimmter Zufriedenheit besteht. Das ist wirklich nachhaltig möglich und wäre ein großartiger Lösungsansatz.

    Die Kraft der Gedanken ist im Übrigen auf jeden Fall gegeben. Ich glaube halt weniger durch kosmisches oder übersinnliches, sondern einfach aus ganz simplen Gründen. Wenn ich positiv durch die Welt gehe und nach Lösungen schaue, statt nach Problemen, dann werde ich auch viel mehr Menschen als positiv wahrnehmen und viel eher erkennen, wenn sich interessante Wege auftun. 🙂

    Aber wie auch immer es genau ist, wichtig ist, dass es bei uns funktioniert, das es bei euch funktioniert und das es bei allen Menschen funktionieren wird, die sich drauf einlassen werden.

    Alles Liebe,

    Michael

  2. Avatar
    22. Februar 2014 at 07:42

    Das finde ich toll und ich freue mich für euch mit. Hat sich ja wirklich toll entwickelt und musste wohl so kommen. Zufall denke ich nicht, ich glaube bei solchen Situationen immer an das Schicksal.

    Finde es schade zu lesen dass wenig Menschen die Gelegenheit wahrnehmen und wirklich frisch vor Ort kaufen. Sie wissen gar nicht was ihnen entgeht.

    Hier schaut es diesbezüglich noch etwas anders aus. Wir haben ja die Wochenmärkte d.h. z..B. auch in La Guancha. Dort können alle umliegenden Anbauer am Samstag und Sonntag ihre Ernte verkaufen. Immer frisch macht es soviel Spaß dort zu kaufen, und vor allem finde ich es erstaunlich dass die Sachen auch nicht teurer bzw. sogar meist auch noch günstiger als im Supermarkt sind. Kommen halt keine Importkosten dazu. Dafür allerdings dann auch wirklich nur Obst und Gemüse das momentan geerntet werden konnte. So wie es sein sollte^^ Ich bin jedenfalls gerne dort und kaufe diese Sachen auch nur dort. Frischer gehts nimmer, ebenso mit den Eiern^^

    Drücke euch die Daumen für gutes Gelingen und freue mich euch und euere Gemeinschaft begleiten zu dürfen.

    Habt ein schönes Wochenende und herzliche Grüssle

    Nova

  3. Avatar
    22. Februar 2014 at 18:30

    Ach das hört sich ja alles sehr schön und passend zum Frühling sehr aufbruchsfreudig an.
    Ich wünsche euch alles gute dabei

  4. Marie - Hinterwäldler
    23. Februar 2014 at 18:58

    Liebe Annika,

    ich freue mich riiesig von euren Projekten und Erfolgen zu lesen (genauso habe ich mich über deine Mail gefreut, Antwort folgt!! Habe sie auch Daniel weitergeleitet, hoffe, das war OK). Euch kann man es ja nun wirklich gönnen, dass sich das ein oder andere Türchen öffnet. Außerdem bin ich natürlich ganz begeistert von der Region, die euch vorschwebt, denn die haben wir auch im Blick. Hehe. Es ist fantastisch, dass ihr zusammen mit Michael schon die ersten Schritte in die gewünschte Richtung machen könnt! Ach, manchmal ist doch einfach nur alles schön, gell… Das kann man nur genießen.

    Was den Jahreswechsel angeht, haben wir ähnliche Erfahrungen gemacht, denn wir hatten unseren Weihnachtsbesuch im letzten Jahr auch dazu genutzt, mit Freunden zu reden, Erfahrungen auszutauschen und Optionen auszuleuchten. Nun haben wir unser Auge auf Brandenburg geworfen, denn dort wohnen einige Freunde (die teilweise ähnliche Projekte verfolgen und schon zwei, drei Schritte weiter sind). Außerdem spricht uns das Land einfach von den Menschen und der Mentalität her an.

    Was die Kraft der Gedanken angeht, bin ich eventuell etwas „pragmatischer“… Das hat zwei Gründe: erstens habe ich die Erfahrung gemacht, dass man immer weiter kommt, wenn man seine Gedanken und Wünsche laut, offen und immer mal wieder mit anderen Menschen teilt. Nur so kann man Gemeinsamkeiten (zB gemeinsame Träume und Ideen) finden, Möglichkeiten ausloten, sich neue Anreize durch andere holen, wichtige Diskussionen führen, Probleme bedenken… und das bewegt meiner Meinung nach mehr als „stilles Nachdenken“. Zweitens habe ich die Erfahrung gemacht, dass es manchmal deutlich einfacher ist, die Dinge einfach zu tun, statt darüber zu grübeln. Das letzte Mal ist mir das zum Beispiel beim Auswandern passiert. Statt lange zu planen, Ausreißer-Shows zu gucken etc. braucht es nichts als ein Ticket und einen Rucksack mit den nötigsten Dingen. Innerhalb weniger Stunden ist nichts mehr wie es war, und es waren nur ein paar Schritte dorthin. Das Leben kann schon ziemlich aufregend sein, finde ich 🙂

    Aber egal wo die Kraft nun herkommt, ich hoffe, ihr könnt sie genießen und freue mich schon auf den nächsten Artikel!! Weiter so!

    Marie

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