warme Wintersachen braucht der Mensch

Fragt sich nur wie viele?

Es wird zunehmend ungemütlicher draußen und so langsam aber sicher kramt wohl jeder seine warmen Wintersachen raus.
Da ich früh morgens mit dem Rad zur Arbeit fahre, komm ich schon seit einigen Wochen nicht mehr ohne eine Mütze aus. Tagsüber geht es eigentlich noch. Immerhin sind es meistens noch zweistellige Temperaturen.

Egal. Ich wollt ja nicht über das Wetter philosophieren, sondern weiter entrümpeln. Dabei dreht es sich heute aber um genau diese warmen Wintersachen.

Als ich unsere Schals, Handschuhe und Mützen ausgepackt habe, musste ich über uns selbst den Kopf schütteln. Wie viele Köpfe, Hände oder Hälse hat der Mensch?
Wer bitte braucht 10 Schals, 7 Mützen und 21 (wohlgemerkt einzeln gezählte) Handschuhe?

Damit wären wir bei der dritten Aufgabe angekommen. Wecker auf 30 Minuten gestellt und losgelegt:

Aufgabe 3

Wintersachen1

Wo auch immer sich derzeit eure Schals, Mützen und Handschuhe befinden: Tragt sie zusammen.

Alles auf einen Haufen und jetzt gnadenlos aussortieren.

Für mich selbst blieben zwei Paar Handschuhe (1 ganz dickes und ein fingerloses, selbstgestricktes Paar), zwei Schals und ein Loop, sowie zwei Mützen über.  Das selbe – bis auf den Loop – für Andreas.

Den Rest hab ich komplett aussortiert. Einzelne Handschuhe kamen direkt in den Müll. Den Rest werde ich der Kältehilfe oder einem anderen Verein, der sich um Obdachlose kümmert, geben.

Bis hierhin dürfte eigentlich noch reichlich von den 30 Minuten übrig sein. Ansonsten habt ihr wirklich zu viele Wintersachen… 😉

Da wir ja mit Mütze & Co sowieso gerade beim Bereich „Outdoor-Bekleidung“ sind, können wir auch gleich noch die Anzahl unserer Jacken & Mäntel reduzieren.

Alles abgenommen von der Garderobe und …

… richtig! Radikal aussortieren!

Es ist ja legitim für jedes Wetter eine entsprechende Jacke zu haben. Aber eben nur eine. Ich hab an der Garderobe und in unserer Abstellkammer (in Fachkreisen auch Rumpelbude genannt) allein für mich 4 Regenjacken gefunden. Andreas hatte 5 Winterjacken, von denen er 3 so oder so nicht anzieht. Wisst ihr wie viel Platz man durch EINE aussortierte Winterjacke gewinnen kann?

Die Jacken werden wir ebenfalls an einen Verein für Obdachlose geben. Auf den Müll gehören sie definitiv noch nicht.

Außerdem fällt mir persönlich das Entrümpeln leichter, wenn die Dinge dann trotzdem noch einen Zweck erfüllen, wenn auch nicht für mich. Aber es ist doch immer wieder schön, anderen eine Freude zu machen oder ihnen zu helfen.

Sigrun sieht das offensichtlich ähnlich:

….Am leichtesten fällt mir das Aussortieren noch, wenn ich die Dinge verkaufen oder verschenken kann und sie nicht einfach im Müll landen…..

Bei wem jetzt noch etwas Lust oder Zeit übrig ist, der darf gerne mal seinen Vorrat von Jutebeuteln und Plastiktüten überprüfen. Wir haben 30 Jutebeutel zusammengetragen. Wahnsinn!
Beim Einkaufen brauch ich allerhöchstens 4. Ansonsten breche ich auf dem Heimweg zusammen.

Was dabei aussortiert wird, taugt nun nicht unbedingt als sinnvolle Spende oder nettes Geschenk. Aber eine Möglichkeit sie nicht einfach nur in den Müll zu schmeißen, stell ich in einem weiteren Beitrag vor. (Dieser wird sonst zu lang)

 

Sehr gefreut habe ich mich, als ich heute gesehen habe, dass Knutselzwerg auch mit entrümpelt. Das ist wirklich ein ungemeiner Ansporn, wenn man nicht alleine aufräumt.

Zum Abschluss möchte ich euch noch kurz den Sinn der ersten Aufgabe erklären:

(kurz: Schreibe deine Leidenschaft und 10 Dinge auf, die dir wichtig sind)

Meine Leidenschaft zum Beispiel ist der Garten. Dazu gehört für mich auch meine umfangreiche Sammlung an Büchern von 1909 bis heute. Wenn ich wüsste, dass es diesen Büchern im Sinne der Entrümplung an den Kragen gehen soll… Der innere Schweinehund wär schneller wieder zu Gast, als ich bis 3 zählen kann.

Ganz bestimmt kommt auch das Bücherregal beim Entrümpeln dran. Mir würde es jetzt schon Alpträume bereiten, aber ich weiß ja, dass die Gartenbücher von dieser Aktion ausgenommen sind.

Es geht bei der Aufgabe also mehr oder weniger um einen psychologischen Trick, der zum einen Ängste reduziert (das klingt jetzt dramatischer als es gemeint ist…) und zum anderen soll bewusst werden, dass es Dinge gibt die man unbedingt behalten möchte, aber eben auch solche, die es nicht unter die Top10 schaffen. Und genau diese Dinge sind es dann, die wir überprüfen müssen, ob sie nicht einfach weg können.

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