von Plastiktüten & Stoffbeuteln

IMG_7663Seit einigen Tagen räume ich räume ich ja gründlich auf und entledige mich, überflüssiger Dinge. Das sind ganz schön viele…
Dabei bin ich unter anderem in unserer Wohnung auf einen wahnsinnigen Vorrat an Plastiktüten (*schäm*) und Jutebeuteln gestoßen.

Zu den Plastiktüten viel mir eine Recycling-Idee aus dem „großen Buch der Selbstversorgung“ von Dick und James Strawbridge ein. Da ich ja auch einen Überfluss von Jutebeuteln vor mir hatte, habe ich diese Idee ausgeweitet und heute mal ein Probeexemplar gebastelt.

Kissen aus Recycling-Material

Die Grundidee, war es, alte saubere Plastiktüten zerkleinert als Füllung für eine Kissenhülle zu verwenden. Mir kam dann gestern der Gedanke, die Hülle auch aus Recycling-Material herzustellen:
Warum also nicht Tüten und Beutel miteinander kombinieren? Die Stofftaschen sind ja im Grunde fast fertige Kissenhüllen. Oder ist euch das etwa noch nie aufgefallen? 😉

Wenn du es ausprobieren möchtest, brauchst du als Grundausstattung:

Plastiktüten (mind. 20!), 1 Jutebeutel, Schere, Nadel & Faden (oder Nähmaschine)

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Die Füllung

Als erstes müssen die Plastiktüten in kleine Schnipsel geschnitten werden. Am besten die Tüten jeweils so oft zusammenfalten, wie sie sich gerade noch bequem schneiden lassen. Das spart eine Menge Zeit.Es sind schon so einige Tüten nötig, um genug Schnipsel für eine komfortable Kissenfüllung zu erhalten.
Laut Buch sind alle Plastiktüten geeignet. Aber ich habe vorwiegend diese dicken, stabilen Kaufhaustüten genommen. Die schienen mir irgendwie weniger knisternd.

Wobei ich nach der Fertigstellung des Projektes sagen muss: Das Kissen knistert insgesamt erstaunlich wenig.

 

Die Hülle

Jutebeutel-horz

Die Kissenhülle habe ich aus einem Jutebeutel gemacht. Dazu einfach einen gut erhaltenen Beutel glatt bügeln. (Ich habe das bei dem Probeexemplar nicht sehr gründlich gemacht.)
Anschließend wird die Griffe und ein Stück vom Beutel nach innen eingeschlagen. So das sich eine gleichmäßige Kissenform ergibt.
Auf dem Foto habe ich es nach außen geschlagen. Aber nur damit man sieht, wie es gemeint ist.

Jetzt sollten die neuen Kanten nochmal ordentlich gebügelt werden, um sich später das zusammennähen zu erleichtern. Den Schritt hab ich bei meinem Test übersprungen…

Nun wird die Füllung möglichst kräftig in die vorbereitete Hülle gestopft. Probier ein bisschen, wie es dir am besten gefällt. Die Füllung setzt sich später noch etwas.

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Die offene Seite des Stoffbeutels wird nun zugenäht und fertig ist ein selbst gefertigtes Kissen.

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Ich probier ja gerne mal solche Sachen aus. Aber ich kann nicht wirklich gut nähen. Die Profis unter euch, werden an der Vorgehensweise bestimmt noch einiges zu verbessern haben. Aber im Groben funktioniert es so. 😉

Die kreativen Möglichkeiten

Kissen-Hülle-Collage2

Okay, ich gebe es zu. Die beiden rechten Varianten sind nur Spielereien am Computer gewesen. Aber die linke Kissenhülle habe ich tatsächlich mal selbst genäht. Das ist schon ewig her. Vielleicht so mit 14? Da wollte ich mal ein bisschen nähen lernen und das war sozusagen mein Erstlingswerk.

Wer Lust hat kann die Stoffbeutel-Kissenhüllen nvorher bemalen, batiken, besticken oder Applikationen aufnähen. Schöner Zeitvertreib für lange Winterabende.

Fazit zum Kissen-Versuch

Nach diesem Probeexemplar kann ich sagen, dass man tatsächlich ein bequemes Kissen erhält. Es knistert ähnlich wie diese Sitzsäcke, die man kaufen kann. Kennt ihr die? Also mich stört es nicht.

 

4 comments for “von Plastiktüten & Stoffbeuteln

  1. Avatar
    10. November 2013 at 09:30

    Ich habe mich im letzten Jahr vom häkeln aus Plastiktüten anstecken lassen. Auch eine Alternative zur Füllung, die ich sehr interessant finde. Hätte ich mir so gar nicht vorstellen können^^

    Schönen Sonntag und lieben Gruß

    Nova

    • Annika
      Annika
      10. November 2013 at 09:57

      Hallo Nova,
      wie kann ich mir denn das Häkeln aus Plastiktüten vorstellen?? Klingt interessant.
      Würde ich gerne mehr drüber wissen.

      Liebe Grüße & auch dir einen schönen Sonntag!

      Annika

  2. Avatar
    10. November 2013 at 23:13

    Ich hab auch mal gehäkelte Tüten gesehen, die wurden in Streifen geschnitten und dann gehäkelt.
    Man kann die Tüten auch übereinander legen. Backpapier drunter und drüber und dann bügeln, dann verschmelzen die Folien. Anschließend kann man die Tüten vernähen oder einfach einen Duschvorhang draus machen.
    Ich konnte leider keine Spiele aussortieren , da haben wir nur welche, die wir auch spielen und Wintersachen habe ich letztes Jahr, bzw. vor dem Sommer aussortiert.
    Morgen nehme ich mir noch mal Zeit für die Jacken, aber selbst den Kleiderschrank habe ich neulich schon sortiert 🙂
    Vielleicht gucke ich noch mal durch.
    Lg Knutselzwerg

  3. Avatar
    20. November 2013 at 18:12

    Hm, staun – was man alles machen kann!
    Komisch: bei mir sammeln sich nie Plastetüten an, die wenigen, die ich irgendwo gratis bekomme, gehn gleich wieder als Müllbeutel drauf. Und Jutebeutel habe ich ganze 2 Stück, die sind im Wanderrucksack für evtl. Pilz -oder Kräutersammelei.
    Mehr waren es nie und kaufen würde ich die sowieso nicht, weil sie eigentlich immer für alles zu klein sind, was ich mal irgendwo mitnehmen will. Ich mag die Dinger nicht, auszer für Pilze.
    Ich gehe mit so einem Faltkorb einkaufen, da spare ich mir oft sogar den unförmigen Einkaufswagen indem ich beim Rundgang alles reinpacke und vor der Kasse wird ausgepackt und der Kassiererin der leere Korb gezeigt. Das wird eigentlich überall akzeptiert und Plaste-oder Jutebeutel brauche ich dann nie dazukaufen.
    Für unvorhergesehene Gelegenheiten habe ich 1 (!) schöne grosze und feste Tüte von „Blume2000“ im Rucksack, die hält bei mir ewig.
    Also echt, das Problem kenne ich überhaupt nicht.
    Liebe Grüsze
    Mascha

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