Auch wenn man es nicht sieht…

Was man sieht…

FreiflächeDie bisherigen Aufgaben zur Entrümplungsaktion haben sich größtenteils auf die sichtbaren, offenen Flächen in der Wohnung gewidmet. Das war auch gut als Start. Wenn ich mich in unserem Wohnzimmer umschaue, hab ich ein richtig gutes Gefühl. Mir kommt es sogar so vor, als ob ich besser atmen und mich konzentrieren kann.

Angespornt durch dieses gute Gefühl, habe ich mir als nächstes das Innere unserer Wohnzimmerschrankwand vorgenommen. Immer ein Fach nach dem anderen.

Was man nicht sieht:

Schränke in Wohnzimmern beherbergen wirklich so einiges. Im Laufe der Zeit haben sich bei uns in so ziemlich jedem Fach irgendwelche Gegenstände angesammelt, die dort eigentlich (logisch betrachtet) nicht hingehören. Besonders „toll“ fand ich die Schalen und Gläser, die mit Kleinkram a la Schrauben, Visitenkarten, gesammelten gesammelten Steinchen und sonstigem Kleinkram gefüllt waren. Alles zu schade zum Wegschmeissen?

Sicherlich nicht.

Wie entrümple ich am Besten, wenn mich eine kollossale Mixtur an verschiedensten Gegenständen nahezu erschlägt? Früher stand ich oft davor und über jedes Ding nachgedacht und mir fiel auch zu jedem etwas ein, um sein Bleiberecht zu begründen. Entweder war es eine Erinnerung, ein Geschenk oder man könnte es eventuell irgendwann nochmal brauchen.

So verstrich jedes Mal eine Menge Zeit in der ich auch nicht wirklich etwas geschafft habe. Mittlerweile habe ich eine Methode aus dem Buch „Die Wohnungsdiät“ übernommen.

Aufgabe 6

Dieses Mal Bedarf es einer kleinen Vorbereitung: Markiere dir auf dem Fußboden ein großes Kreuz, so dass sich vor dir 4 getrennte Flächen ergeben. Eine davon ist für Müll reserviert. Hier kannst du auch schon einen Papierkorb oder Müllbeutel bereitstellen. Die zweite Fläche ist für Dinge, die später in das ausgeräumte Fach zurück kommen. Die Dritte für Gegenstände, die einen neuen Platz benötigen, weil sie in dem Fach keinen Sinn machen. Die letzte Fläche ist für alles, was du nicht mehr brauchst, was aber zu schade für den Müll ist. Also alles, was du verschenken oder verkaufen kannst.

Stelle dir nun wieder deinen Wecker auf 30 Minuten. Diese Zeitspanne kann man auch als Aufräummuffel ertragen.

Jetzt öffne das erste Schrankfach und räume wie folgt aus: Entnimm jedes Teil einzeln und ordne es spontan (wenige Sekunden!) einem der vier Felder zu.

Im Idealfall sind die Felder „Müll“ und „Verschenken“ am meisten gefüllt.

Ist das nicht so, nimm dir die anderen zwei Felder nochmals vor. Hinterfrage nochmal, wann du das Teil zuletzt benutzt hast. Wann wirst du es vorraussichtlich wieder benutzen? Brauchst du es wirklich?
Wenigstens ein paar Gegenstände sollten nun doch noch in „Müll“ und „Verschenken“ Felder gewandert sein.

Nun bring den Müll am besten gleich zur entsprechenden Tonne. Danach wisch das leere Fach noch mal ordentlich aus und stelle alles zurück, was auch in dieses Fach zurück soll.

Hat dein Wecker schon geklingelt?

Wenn du jetzt nicht mehr Feuer und Flamme bist, höre für heute auf. Aber setz dir dann unbedingt ein nicht zu weit entferntes Zeitlimit (am besten morgen!), bis wann du neue Plätze gefunden, bzw. die Sachen verschenkt hast.

Wenn du aber von dem tollen Gefühl von mehr Platz, Ruhe und Freiraum noch nicht genug hast: Widme dich jetzt diesen Bereichen. Weg ist weg!

Ich habe aus unserem Wohnzimmerschrank fast 50% aller Sachen aussortiert!

Diese Aufgabe lässt sich für jedes weitere Schrankfach (nicht nur im Wohnimmer) wiederholen.

Mach es! Du kannst nur gewinnen!

 

 

Die Fotos aus der DomRep hat mir meine liebe Cousine freundlicher Weise zur Verfügung gestellt. Danke!

4 comments for “Auch wenn man es nicht sieht…

  1. Avatar
    13. November 2013 at 22:27

    Ich habe mich heute auch ans Wohnzimmer gemacht! Dabei lese ich deinen Post jetzt erst 😉
    Aber hier hatte sich einiges angesammelt und ich mit dem Zwerg bot sich heute das Wohnzimmer an. Ich habe Kerzenreste wegsortiert und ordentlich staub gewischt! Auch die Dekosachen habe ich aussortiert. Ich entrümpel nach dem Haufenprinzip 😉
    Erst alles raussuche, dann einen Haufen „Müll“, „Verschenken oder geliehenes Zurückgeben“ und „oben wegsortieren“.
    Morgen geht es weiter 🙂
    Lg Knutselzwerg

  2. Avatar
    14. November 2013 at 09:18

    Oh ja, mit wenig MItteln noch zufrieden sein. Heute ist doch leider in vielen Haushalten die Überreizung für Kinder schon so groß dass sie gar nicht mehr wissen womit sie überhaupt spielen sollen. Die Kinder wissen gar nicht was ihnen verloren geht, und die Fantasie bleibt auf der Strecke.

    Liebe Grüsse

    Nova

  3. Avatar
    14. November 2013 at 19:24

    Hallo Annika,
    da warst du ja schon sehr erfolgreich beim Ausmisten. Dieses Gefühl danach ist immer toll und sollte man wirklich öfters machen. Das schlechte Gewissen lauert nämlich tatsächlich in den Schränken, die uns umgeben oder im Keller oder Dachboden. Die Dinge sind zwar räumlich aus dem Blickfeld, aber mental sind sie noch da.
    Bei unserer Südafrika-Reise ist sogar unserem Jüngsten aufgefallen, wie arm man auch leben kann. Das hatte er ja vorher noch nie gesehen. Wir hatten auch keine Pauschalreise.

    LG Sigrun

  4. Avatar
    14. November 2013 at 23:50

    Vor einiger Zeit war ich zu einer Hochzeit eingeladen und machte Station bei meiner Cousine…
    Sie arbeitet in einem Wohnheim für Behinderte Menschen…
    3 riesige Taschen mit Sachen nahm ich mit…meine Cousine gab die Sachen weiter…
    es war die Freude dieser Menschen, von denen meine Cousine mir berichtete…
    Bald sind die Schränke meines Mannes dran….
    liebe Grüße von Sylvia

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