Wildkräuterwanderung

Heute habe ich endlich mal eine geführte Wildkräuterwanderung mitgemacht. Das war so eine schöne Zeit. Ich bin immer noch ganz verzückt. Es war zwar wirklich frisch heute, aber herrlichster Sonnenschein.

Das meiste was ich bisher über Kräuter weiß, hab ich mir angelesen und einfach mal ausprobiert. So einen richtigen Kurs oder ähnliches habe ich nie gemacht.
Von daher war das heute eine sehr schöne Erfahrung für mich.
Ich nehm euch jetzt einfach mal mit auf die Tour, habe nämlich einiges fotografiert und versucht so ziemlich alles mitzuschreiben.

Collage1

Die Tour habe ich im Veranstaltungskalender der Wertewochen – Lebensmittel geunden und mich spontan angemeldet. Die Wanderung sollte durch den Treptower Park gehen, also direkt vor meiner Haustür statt finden.

Ich weiß ja das da einiges wächst, aber heute habe ich auch sehr viel Neues dazu gelernt. Zum einen neue Verwendungsmöglichkeiten von bekannten Pflanzen. Zum anderen von Pflanzen von denen ich mal gehört habe, aber die ich noch nie bewusst wahr genommen habe.
Es gibt aber auch viel in der Natur, was man verwenden kann. Alles über jede Pflanze werde ich wohl nie wissen. Doch das ist nicht schlimm. So kann ich jeden Tag Neues entdecken und lernen. 😉

 

Collageobenunten
Egal ob man nach oben schaute oder auf den Boden. Es gab wirklich überall etwas zu entdecken. Auf den beiden oberen Fotos seht ihr links die Schlehe, sie braucht den ersten Frost, damit sie nicht mehr bitter schmeckt.
Und rechts den Weißdorn, er soll gut für das Herz sein. In Rotwein eingelegt, soll es ein herzstärkendes Mittel sein.
Das meiste was wir heute jedoch entdeckten, fand sich dann doch auf dem Boden. Links seht ihr die Knoblauchrauke, sie findet Verwendung als Würz- und Heilpflanze. Rechts daneben leuchtet die Vogelmiere in sattem Grün. Sie ist sehr reich an Vitamin C und daher gerade jetzt im Herbst eine schöne Ergänzung im frischen Salat.

 

CollageMinzeMaedesuess
Auf dem Foto links oben, seht ihr Wasserminze. Sie entdeckten wir am sumpfigen Rand eines kleines Teiches. Gar nicht weit entfernt, fanden wir dann auch noch Katzenminze in Beeten.
Die beiden unteren Fotos zeigen das Mädesüß. Ein Erkennungsmerkmal ist das Rot am Stengel. Es ist ein natürliches Kopfschmerzmittel. Aus der Pflanze wurde früher für medizinische Zwecke Salicylsäure gewonnen. Heute stellt man lieber synthetische Acetylsalicylsäure her. Es wuchs übrigens unmittelbar neben der Wasserminze.

 

CollageNelkwurz
Die beiden linken Fotos zeigen Nelkwurz. Auf dem oberen seht ihr die Frucht. Verwendet werden aber die Wurzeln der Pflanze (seht ihr in der ersten Collage u.li.) und junge Blätter. Wie auch die uns bekannten Nelken aus der Küche, hilft auch Nelkwurz bei Zahnschmerzen. Sie wächst in schattigen Waldgegenden.
Oben rechts seht ihr eine Unbekannte. Ich fand sie so schön. Teilweise waren die Blätter merkwürdig violett gefärbt. Sah toll aus!
Rechts unten seht ihr die gelbe Taubnessel. Woran wir die jetzt ohne die Blüten erkannt haben, habe ich jetzt ehrlich gesagt nicht ganz mitbekommen. Aber wenigstens weiß ich ja jetzt, wo sie massenhaft wächst und kann da nochmal weitere Studien durchführen. 😉
Neben der gelben, haben wir übrigens auch die rote und die weiße Taubnessel entdeckt. Die haben aber jeweils noch geblüht.

Ich habe nicht alles auf der Wanderung fotografiert. Da wäre es unmöglich gewesen, mit den anderen Schritt zu halten. In 2,5 Stunden haben wir gute 40 Entdeckungen gemacht, die alle erstmal bestaunt, begriffen, gefühlt und teilweise geschmeckt werden mussten.

Auf der Wanderung haben wir im übrigen Wildkräuter die uns persönlich irgendwie gefallen haben, in einem Glas gesammelt und anschließend mit Apfelessig aufgegossen um so unseren ganz persönlichen Wildkräuteressig zusammenzustellen. Bin mal gespannt, wie meine Mixtur schmeckt. Ich habe Hopfen, Knoblauchrauke, Hirtentäschelkraut, Hagebutten und Brennessel gesammelt.

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Zum Abschluss zeig ich euch noch ein paar Fotos, die den herrlichen Sonnenschein dieses Tages erahnen lassen. Das Bild rechts, unten zeigt die zweite Unbekannte des Tages. Sie war wirklich wunderschön und ist ein Sinnbild für meinen 3. Oktober 2013.

Das war ein wirklich gelungener Tag und ich kann euch echt empfehlen, bei so einem geführten Spaziergang mitzumachen.

Die heutige Tour wurde übrigens von Citizen Art Days in Zusammenarbeit mit Stefan Ludwig angeboten.

Mein ganz persönliches Fazit von heute: Es gibt noch eine ganze Menge über Wildpflanzen für mich zu lernen, aber ich weiß doch schon einiges. Bin ich echt ein bisschen stolz auf mich. Das ist auf jeden Fall ein Thema, welches mich sicher nicht so schnell loslässt.

3 Kommentare für “Wildkräuterwanderung

  1. 3. Oktober 2013 at 23:57

    Oh, so spät finden diese Wanderungen bei Euch noch statt? Bei uns starten sie im März – je nach Wetter und gehen bis zum Sommer. Ich war schon oft dabei. Es macht wirklich Spaß. Und ich hab‘ mir allerdings auch viel selbst beigebracht bzw. hatte Biologie als Studienfach und hab‘ immer noch vor, Vorlesungen an der Uni zu besuchen in Botanik. Nur die Zeit …. Aber so wußte ich das meiste bei diesen Wanderungen und irgendwann wirds dann doch langweilig, da immer das Gleiche.
    Allerdings vergisst man auch manches wieder, wenn man sich länger nicht mehr damit beschäftigt hat.
    Die Nelkenwurz hatte ich auch im Waldgarten. Noch schöner fand ich immer die Bach-Nelkenwurz. In meinem Waldgartenblog habe ich ja den ehemaligen Naturstudienblog integriert und diese Pflanzen müßten auch mit darunter sein.

    Liebe Grüße und ein schönes verlängertes Wochenende
    Sara

  2. 3. Oktober 2013 at 23:57

    Hmm, bei mir zeigt er immer wieder „Zeit überschritten“ an und ich meine wirklich, daß ich schnell im Kommentieren bin 😉

    • Annika
      Annika
      4. Oktober 2013 at 08:06

      Hallo Sara, hast du deinen Cache mal geleert?

      LG

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