Oktobergarten

Gartentagebuch3Gestern war das Wetter nach morgendlichem Regen doch noch ganz schön geworden und so haben wir endlich die wichtigsten Arbeiten im Garten erledigt.

Als erstes haben wir unseren Sommerpavillion abgebaut. Das war so eine Sache für sich. Wir haben es zwar hinbekommen, aber irgendwie haben wir uns zwischendurch auch ganz schön dusselig angestellt. Egal, nun ist der Pavillion abgebaut und eingelagert.
Leider habe ich beim Abbau feststellen müssen, dass am Stoffdach die Witterungen der vergangenen Jahre ihre Spuren hinterlassen. Der Stoff wird so langsam spröde. An zwei winzigen Stellen ist er mir sogar eingerissen.  *grummel*

PAVILLION

Als der Pavillion weg war, wirkte der Garten gleich wieder viel größer. Aber verzichten können wir auf das Sommer-Sonnen-Dach auf keinen Fall. Ein bisschen Schatten braucht der Gärtner in seinen Pausen schon.

Pavillionabbau5_blog

Nutzgarten im Oktober

Die Freilandtomaten haben sich ja schon vor einem Monat mit Krautfäule verabschiedet. Die überdachten Tomaten aber strotzen dieser Pilzerkrankung.
Auf dem Pavillionfoto seht ihr rechts auch noch die Tomaten stehen. Wir haben sie wegen der feucht-kalten Witterung der letzten Wochen bereits mit einem Frostschutzvlies abgehängt. Das hat sich gelohnt. Gestern haben wir die letzten roten Tomaten frisch vom Strauch geerntet.

Das war für uns wirklich eine riesige Überraschung. Denn wir haben bereits vor Wochen alle grünen Tomaten abgenommen und zum Nachreifen in den Küchenschrank gestellt. Zu groß ist unsere Sorge vor der Krautfäule gewesen.  Bislang hat dieser Pilz unsere Tomaten spätestens Anfang September dahingerafft.
Aus zeitlichen Gründen haben wir bisher die überdachten Tomaten noch nicht aus den Kübeln genommen und auf den Kompost gegeben. Tja und da waren sie nun: 3 reife Tomaten am 27. Oktober!Oktobertomaten_blog

Die Stangenbohnen „Neckar Königin“ haben wir gestern auch aus dem Garten entfernt. Eine letzte Ernte gab es zwischendurch zum Mittagessen.
Unsere Feuerbohnen stehen noch.  Da reicht es in diesem Jahr aber nur für die Saatgutgewinnung für das nächste Jahr. Drei Mal haben die Schnecken mir dieses Jahr die frisch gekeimten Bohnen vertilgt.  Ich wollte sie unbedingt am Zaun anbauen und da wächst keine Jungfer im Grünen, dafür aber jede Menge anderes Grünzeugs, so dass sich die Schnecken dort offensichtlich ganz wohl gefühlt haben.

Im Nutzgarten ist gerade für uns nicht mehr viel zu tun. Hier und da wird noch immer was geerntet. Wir haben jetzt noch Salat, Spinat, Pastinaken, Karotten, Topinambur, Rosen- , Spitz- und Grünkohl sowie einige Kräuter und unsere Herbst-Himbeere gibt immer noch alles. Aber sonst wird alles überschaubar.

Gemüsegarten_Oktober_blog

Dafür haben wir uns noch dem Ziergarten gewidmet. Ein Bereich der bei uns eigentlich immer etwas vernachlässigt wird. Wir wollen ernten und nicht nur gucken.
Es wachsen einige Frühblüher , Stauden, Rosen und Ziergehölze im Garten, die jedes Jahr zuverlässig etwas für’s Auge bringen.  Sie sind fast alle noch von unserem Gartenvorbesitzer.

Stauden teilen

Doch nachdem wir im Frühjahr unser Vorbeet neu gestaltet haben, musste ich da jetzt einiges nacharbeiten.
Die Iris auf der vorderen Ecke hatte sich so dermaßen verbreitert i n diesem Jahr. Wir haben sie ausgegraben und in 6 Teile zerteilt.  Einen Teil haben wir wieder an die alte Stelle gepflanzt.

Daneben hatte ich im Frühjahr den Schopflavendel gepflanzt. Das der so groß und hoch wird, hätte ich nicht gedacht. Das ist nix für den vorderen Beetrand. Da er eh nicht winterhart ist, habe ich ihn erst einmal in einen großen Kübel umgelagert und überlege mir nächstes Jahr, wo er dann stehen soll.
Unmittelbar hinter dem Schopflavendel ist Phlox gewachsen. Auch viel zu groß und hoch für seinen Standort. Wir haben auch ihn ausgegraben und in zwei Teile geteilt.

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Den Phox und die übrigen Iristeilstücke haben wir dann einfach entlang des Zaunes hinter dem Gemüsegarten wieder eingepflanzt. Der schmale Streifen dort ist sozusagen unser Zierpflanzenasyl. Hier wandert alles Schöne hin, was sonst keinen Platz mehr im Garten hätte. Dadurch ist eine willkürliche und bunte Mischung entstanden.

Jetzt an den nächsten Frühling denken

An Frühblühern haben wir verteilt auf dem Vorbeet und im Bereich der Wildwiese Schneeglöckchen, sibirischen Blaustern und einige Krokusse. Ob die Kaiserkronen im nächsten Jahr doch wieder auftauchen, weiß ich nicht. In diesem Jahr haben sie sich (fast) gar nicht blicken lassen.

Da darf es doch gerne etwas mehr sein. Schon vor Wochen hatte ich mir zwei Tüten Blumenzwiebeln vom Einkauf mitgebracht. Jetzt ist ja eine Pflanzzeit für Zwiebelblüher.
Und so zogen gestern einige geflammte Tulpen und rosa-weiße Schachblumen (Fritillaria) in unseren Garten.

Frühjahrsblüher_blogDie Tulpen habe ich bei unserer Wildwiese und unter unserem großen Apfelbaum ins Zierpflanzenasyl gepflanzt.

Die Schachblume hat den alten Standort von Iris, Schopflavendel und Phlox zusammen mit der weißen Hortensie bezogen.
Die Hortensie hatte ich anfangs in einen alten Grill gepflanzt, da ich keinen Platz im Sommer hatte, um sie gleich irgendwo einzupflanzen.

Vorbeet_Herbst

 

Nun nähert sich das Gartenjahr in großen Schritten dem Ende, genau wie der phänologische Kalender. Wenn ihr möchtet, schaut doch mal in unser Gartentagebuch. Dort findet ihr weitere Artikel über unseren Garten und könnt euch mal ansehen, wie sich alles im Laufe des Jahres entwickelt und verändert hat.

Zum Schluss habe ich noch eine kleine Blütencollage für euch. Sehr viel blüht bei uns nichtmehr und eine spezielle Herbstbepflanzung haben wir im Garten gar nicht. Dabei hätte ich schon gerne einige Astern und Chrysanthemen… Egal, noch ist es rtotzdem einigermaßen bunt:

collage_oktober-blüht

2 Kommentare für “Oktobergarten

  1. 28. Oktober 2013 at 16:56

    Liebe Annika,

    ich habe gestern noch meine zwei Rosen eingepflanzt, die am Sonnabend geliefert wurden. Das war eigentlich die letzte Arbeit. Jetzt ist nur noch Laubharken angesagt und nach dem ersten Frost müssen dann die Dahlien noch raus. Gemüse habe ich jetzt keins mehr zu stehen. Jetzt freut man sich auch wieder auf die ruhige Zeit, wo der Garten seinen Winterschlaf hält.

    Liebe Grüße
    Jutta

  2. 28. Oktober 2013 at 22:27

    Da wir aufgrund der Umbauarbeiten und eines Sturmes die meisten Tomaten ins Freiland übersiedeln musste, fiel die Ernte bei diesen Pflanzen fast komplett aus – zuerst war es zu kalt und zu nass, dann zu heiß und dann wieder zu kalt. Aber gegen das Wetter kann man halt nichts machen.

    lg kathrin

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