Ernten, Essen & Bevorraten

Koch-undErntetagebuch_weiß

Nachdem es dieses Jahr im Garten etwas langsamer vorran ging, können wir mittlerweile wieder einiges ernten und so gibt es endlich wieder Obst und Gemüse aus dem Garten. Lange mussten wir uns in diesem Jahr mit Salaten, Blüten und Würzkräutern zufrieden geben. Doch nun:

Die Erdbeeren sind endlich reif geworden und wir haben sie an den heißen Tagen zusammen mit Buttermilch zu einem leckerem Erfrischungsgetränk verarbeitet. Damit wir auch nach der offziellen Erbeersaison etwas davon haben, werden wir uns einige Gläser mit leckerer Erbeermarmelade kochen und sie im Vorratsschrank einlagern. Aber besonders lecker sind die Erdbeeren iregndwie, wenn man sie einfach abpflückt und aufisst. 😉

Ein „neues“ Gemüse hat in diesem Jahr den Weg in unseren Garten gefunden und wir sind total zufrieden damit: Zuckererbsen.
Bislang haben wir immer nur Erbsen angebaut, aber da war mengenmäßig nie viel zu holen. Nachdem man die Erbsen aus den Schoten rausgepult hatte,war für den Kompost mehr da als für unser Essen.
Da die Zuckererbsen im ganzen gegessen werden, haben wir einen recht guten Ernteerfolg verzeichnen können. Wir haben etwa 4m Reihen angebaut und daraus bisher gute zwei Kilo (!) geerntet. Da Erbsen Langtagspflanzen sind, wird die Erntezeit für dieses Gemüse bald vorbei sein, aber erstmal haben die Pflanzen noch eine Menge neuer Blüten angesetzt.
Wir haben die Zuckererbsen roh in Salaten oder auch gleich vom Strauch gegessen. Doch auch warm zubereitet, waren sie wirklich sehr, sehr lecker. Einmal gab es sie als Gemüsebeilage zu Pellkartoffeln und Kräuterquark. Da haben wir sie nur kurz in Butter angebraten und eine gewürfelte Tomate hinzugefügt. Vom Spargelkochen hatten wir noch das Kochwasser über, welches wir zu einer Cremesuppe angedickt haben und als Einlage gab es die Zuckererbsen. Auch in Nudelsoßen oder gemischten Gemüsepfannen macht sich dieses Gemüse sehr gut.
Einen Teil haben wir eingefroren, damit wir auch hier außerhalb der Saison nochmal etwas davon haben.

Heute Nachmittag werde ich Kirschen pflücken gehen, wir haben zwar keinen Baum im Garten, aber auf der Wiese hinter den Gärten steht ein gigantischer Baum.

Der Neuseeländer Spinat hat sich weiter selbst ausgesät und auch hier können wir mittlerweile anfangen, soviel zu ernten, dass wir uns davon ein leckeres Essen zubereiten können.
Gestern habe ich dann entdeckt, dass die Buschbohnen zwischen den Kartoffelreihen auch schon gut angesetzt haben. Also werden sehr bald leckere Bohnen unseren Speiseplan bereichern. An den Zucchinipflanzen sind auch die ersten Fruchtansätze.
Neben den Zuckererbsen gibt es trotzdem auch ein paar Reihen Markerbsen, sie sind in den nächsten Tagen ebenfalls erntereif. Frische Erbsen sind unvergleichlich zu allem was wir da auch verarbeitet im Supermarkt bekommen können.
Die Himbeeren werden wohl auch bald reifen, die Früchte sind schon da. Klar, die Zwetschgen brauchen noch eine Weile, aber immerhin werden sie schon leicht violett.

So macht Garten wirklich Spaß!

Aus dem neulich vorgestelltem Biogartenbuch, haben wir uns einen Satz auch ganz besonders zu Herzen genommen und versuchen es ab sofort so weit wie nur irgendwie möglich umzusetzen=>

Wenn man sich selbst versorgen möchte, sollte die Frage nicht lauten „Auf was habe ich heute Hunger?“ sondern: „Was bietet uns der Garten zur Zeit?“

Möglichst saisonal essen ist eine Grundvorrausssetzung, um dem Selbstversorgerziel näher zu kommen. Sicherlich kann man sich durch Vorratshaltung, dass ein oder andere Obst und Gemüse in eine spätere Zeit importieren, aber frisch ist einfach am gesündesten, leckersten und auch energieschonensten.

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