selbstgemachte Kerzen

Heute habe ich mich mal daran gewagt, Kerzen selbst herzustellen.
Für den ersten Versuch hat es auch wunderbar geklappt. Zumal sich n punkto Kerzen vieles an Material sammeln lässt.
So lang ist die Weihnachtszeit noch nicht her und im Schrank hatte ich die Stumpen vom Adventskranz aufbewahrt. Eine Dekokerze stand da auch noch halb abgebrannt rum. Außerdem habe ich die Wachsreste aus Teelichtern, sowie die Aluförmchen der Teelichter gesammelt.

Somit war das Material schonmal komplett: Wachs, Dochte und Förmchen.
Zusätzlich habe ich mir noch ein altes Marmeladenglas geschnappt und den Bienenwachs von unserem Imkernachbarn.

Ansonsten brauch es eigentlich nur einen Topf, ein feines Sieb und eine Arbeitsunterlage, wie z.B. einen Teller.

DieWachsreste habe ich bei kleinster Flamme auf unserem Gasherd eingeschmolzen. Das Wachs vom Imker habe ich in gleicher Menge hinzugefügt. So habe ich eine ausreichende Menge Wachs bekommen, die zugleich angenehm nach Honig duftet. Die Dochtreste habe ich rausgefischt und erstmal zur Seite gelegt.

Da sowohl in den Kerzenresten, als auch im Imkerwachs noch Verunreinigungen vorhanden waren, habe ich das flüssige Wachs duch ein Sieb abgegossen. Die gröbsten Verunreinigungen lassen sich so rausfiltern.

==> Man kann das Wachs aber auch in einem Wasserbad schmelzen. Dazu sind ein großer Topf, sowie eine in den Topf passende (wärmebestädnige) Schüssel notwendig. Topf mit Wasser füllen und die Schüssel hineinstellen. In die Schüssel kommt nun ebenfalls Wasser und eben das Wachs.
Die Temeperatur nichtzu hoch einstellen, gerade so, dass das Wachs zu schmelzen beginnt. Das Wachs setzt sich an der Wasseroberfläche ab, gröbste Verunreinigungen sinken auf den Boden der Schüssel. Die feineren Verunreinigungen sitzen unterhalb der Wachsschicht.
Nach dem Erkalten des Wachses, die Platte einfach rausnehmen und die untere Schicht mit einem alten Messer abkratzen. <==

Einen kleinen Klumpen Wachs habe ich zu einer Kugel geformt, in die ich den Docht für mein geplantes Windlicht gesteckt habe. Dadurch ließ sich der Doch halbwegs mittig im Glas plazieren. Für mein Teelicht habe ich einen Minidocht zurechtgeschnitten.

Nun das flüssige Wachs in die Formen gefüllt und ein ganz bisschen fest werden lassen. Den Docht für das Teelicht, kann man nun einfach in die Mitte stecken und das Wachs weiter aushärten lassen.
Beim Windlicht musste ich bedingt durch die größere Menge Wachs etwas länger warten. Als sich oben eine feste, aber dünne Wachsschicht gebildet hatte, habe ich den Docht vorsichtig aufgerichtet und in die Mitte gerückt.

Das war es eigentlich schon: Fertig sind Tee- und Windlicht mit Honigduft. Und das alles hat keinen Cent gekostet.

Wer keine Kerzenreste mit Dochten hat, kann Kerzendochte auch günstig im Bastelgeschäft kaufen. Für Bienenwachs einfach mal den nächstgelegenen Imker aufsuchen und nachfragen.

6 comments for “selbstgemachte Kerzen

  1. Avatar
    21. Februar 2012 at 20:36

    Hi, wenn du noch Wachsmalstifte übrig hast kannst du sie mit dem Wachs schmelzen um buntere Farben zu erhalten. Um dem Docht in der Mitte zu halten tauche ich den Faden ins Wachs und lasse ihn härten, dann spieße ich ihn auf ein Schaschlikspieß oder eine lange Nadel und lege diese auf den Rand.
    Ich glaub ich muss mal meine Wachsreste wieder rauskramen 🙂
    Lg Knutselzwerg

    • Avatar
      21. Februar 2012 at 21:11

      Danke für die Tipps! Muss da noch ne Menge ausprobieren, bevor es die perfekte Kerze wird.;-)
      Dennoch hat mir emin erster Versuch gezeigt, dass es keine allzu große Kunst ist.
      Spaß macht es alle mal. Würde auch gerne Kerzen selbst ziehen, aber da fehlt mir bisher die passende Ausstattung.

      LG
      Annika

  2. Avatar
    22. Februar 2012 at 11:20

    Toll liebe Annika, eine super Idee, gerade gestern habe ich auch daran gedacht es mal zu probieren, weil mir die Reste in die Hände gefallen sind, mal sehen ob ich es wage!
    Einen schönen Tag wünscht dir Olivia

  3. Avatar
    22. Februar 2012 at 11:20

    Alternativ kann man den Docht auch um einen dünnen Stock binden (bei einem Teelicht reicht auch ein Streichholz) und es dann auf den Rand des Gefäß legen, so dass der Docht sich in der Mitte befindet.
    So brauch nicht der richtige Zeitpunkt abgepasst zu werden, in dem der Docht selbstständig im Wachs steht.
    So ist auch garantiert, dass sich der Docht komplett in der Mitte der Kerze befindet und sie so gleichmäßig abbrennen kann.

  4. Avatar
    23. Februar 2012 at 21:32

    Wir haben früher die Kerzen in Klopapierrollen gegossen und den Doch unten mit einem angeknüpften und quer gelegten Zahnstocher fixiert. So haben wir bunt gestreifte gefertigt. Die abgekühlten Kerzen habe ich dann in ein Wasserbad gelegt und die aufgeweichte Pappe abgezogen.
    Liebe Grüße, Ulrike

  5. Avatar
    11. März 2012 at 12:34

    wenn man das Teelicht dann in die Eistruhe gibt, d.h. einmal einen Tag unter null Grad aufbewahrt: dann leuchten sie länger (sind nicht so schnell abgebrannt) kleiner Haushaltstipp^^

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