Das Selbstversorgerjahr im April

Vorwort:
In dieser kleinen Monatsserie, möchte ich festhalten welches Obst und Gemüse, wann ausgesät und geerntet werden kann. Ergänzend dazu werde ich einige jahreszeitliche Vorschläge und Anregungen zusammen tragen. Letztendlich soll diese Serie übersichtlich darstellen, was auf Selbstversorgerbasis in punkto Obst und Gemüse machbar ist.
Für weitere Anregungen und Hinweise bin ich sehr dankbar. Nutzt dafür einfach die Kommentarfunktion.  

 Es wird mehr und mehr, was man als Selbstversorger im eigenen Garten anbauen kann. Die Speisekarte wird zunehmend abwechslungsreicher.
Deshalb zunächst mal eine Übersicht dessen, was man bei entsprechend vorherigem Anbau jetzt ernten könnte:

Den letzten Chicoree, verschiedene Blattsalate, Mangold, Spinat,  Radieschen, Porree, Rhabarber* Ende des Monats sogar schon den ersten Spargel…
Außerdem stehen diverse Kräuter im Garten und auch Wildkräuter wieder vermehrt zur Verfügung.

Folgendes Obst und Gemüse könnte jetzt noch von der letzten Ernte unverarbeitet im Lager liegen:

Äpfel, Kürbis, Weiß-, Rot- und Spitzkohl, Wirsing, Kartoffeln, Karotten, Knollen-Sellerie, Pastinaken, rote Beete, Rettich, Zwiebeln…

Nicht zu vergessen, dass was man in der letzten Saison eingekocht oder sonstwie verarbeitet hat.

Daraus lässt sich doch einiges an leckeren Gerichten zaubern, nicht wahr?


* Rhabarber find ich persönlich ja richtig klasse. Da die Erntezeit von Ende April bis zum 24. Juni beschränkt ist, lohnt es sich Vorräte in Form von Kompott oder Marmeladen anzulegen. Auch das Wegfrieren vorgeschnittener Stücke bietet sich an. Hmmmm…. lecker. Ich denke gerade an Rhabarberkuchen vom Blech… So lecker!
Den richtigen Erntezeitpunkt erkennt man daran, wenn sich die Blätter zwischen den Blattachseln beginnen zu glätten.
Zum Rhabarber gibt es noch einen kleinen Tipp: Es werden ja nur die Stangen, nicht aber die Blätter verarbeitet. Die großen Blätter eignen sich aber hervorragend um zur Zeit ungenutzte Beete abzudecken. Das Unkraut bekommt weniger Licht und verbreitet sich nicht so stark. Außerdem können die Blätter anschließend gleich in den Boden eingearbeitet werden und zur Bodenverbessung genutzt werden.

Ab jetzt können auch schon viele weitere Obst- und Gemüsepflanzen ins Freiland gesät bzw. gepflanzt werden.
Voranzuchten aus dem Gewächshaus sollten allerdings vorher an das neue Klima gewöhnt werden. Ansonste können sie einen Kälteschock erleiden, der zum Wachstumsstillstand führt.
Wärmeliebende Pflanzen wie Tomaten oder Paprika sollten aber unbedingt bis nach den Eisheiligen (Mitte Mai) im Gewächshaus bleiben.

Folgendes kann jetzt im Freiland ausgesät werden:


Puffbohnen, Buschbohnen, Erbsen, die meisten Kohlarten, verschiendenste Salate, Mangold, Mairüben, Möhren, Pastinaken, Porree, rote Beete, Radieschen, Schwarzwurzeln, Spinat, Frühlingszwiebeln, Steckzwiebeln, Frühkartoffeln*, Hirse…


* Kartoffeln eigenen sich sehr gut, als Erstkultur auf einem neu angelegten Beet. Sie lockern den Boden auf und wenn sie erstmal Wurzeln und Blätter gebildet haben, können sie sich auch recht gut gegen Unkraut durchsetzen.

Auch im Kräutergarten gibt es eine Menge, dass jetzt ausgesät werden kann:

Bohnenkraut, Borretsch, Brunnenkresse, Dill, Kerbel, Liebstöckel, Petersilie, Salbei, Sauerampfer, Schabziger Klee, Schnittlauch, Senf, Ysop…

Ich selbst bin ein Freund von Direktsaaten ins Freiland. Denn wir haben kein vernünftiges Gewächshaus und im Innenbereich daher sehr begrenzten Platz. Auch die Lichtverhältnisse sind bei uns nicht optimal. (Muss mir unbedingt energiesparende Lampen besorgen, die zur Anzucht von Pflanzen geeignet sind.)
Einiges kann man aber eben noch icht im Freiland aussäen und entweder man verzichtet ganz, sät (und erntet) später oder man räumt sich einen Platz dafür auf der Fensterbank frei…

Folgendes kann nämlich ausgesät werden, nur eben nicht im Freiland:

Zucchini, Zuckermais, Tomaten, Artischocken, Stangenbohnen, Fenchel, Brokkoli, Gurken, Melonen, Sellerie, Basilikum, Estragon, Kapuzinerkresse, Rosmarin, Wermut, Zitronenmelisse, …

Beerensträucher können jetzt noch gepflanzt werden. Der Ertrag in diesem Jahr wird allerdings schwächer ausfallen oder eventuell ausbleiben. Eine Pflanzung im Herbst ist diesbezüglich ratsamer.

Die Obstbäume sollten ab jetzt nicht mehr geschnitten werden. Es würde jetzt zur Schwächung der Bäume führen. Ausnahme sind Obstbäume, die extrem stark wachsen. Hier ist eine Schwächung gegebenenfalls erwünscht.

2 comments for “Das Selbstversorgerjahr im April

  1. Avatar
    13. April 2011 at 08:26

    Hallo Annika,
    das finde ich sehr interessant!
    Natürlich wusste ich, dass man Gemüse und Obst selbst anbauen kann aber das man daraus eine Selbstversorgung machen kann, war mir nicht so klar. Zumindest nicht ohne sehr viel Aufwand.
    Ich werde mir nach und nach Deine Artikel zu dem Thema durchlesen und sicher eine Menge lernen 🙂

    Viele Grüße
    Katinka

  2. Avatar
    13. April 2011 at 20:20

    Hallo Annika,
    ich ernte und verarbeite gerade den Bärlauch aus unserem Garten. Vor ein paar Jahren konnte ich noch nichts mit der Pflanze anfangen aber jetzt bin ich ganz begeistert von den Möglichkeiten.

    LG Moni

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