Das Gartenjahr im April

Es ist faszinierend was derzeit in Natur und Garten ganz ohne unser Zutun passiert. Überall fängt es an zu grünen und zu blühen.

Einige Aufgaben stellt uns der Garten im April dennoch.

Es gibt z.B. folgende Pflanzen, die im April im Freiland ausgesät werden können:
Lupinen, Bechermalve, Kornblumen, Ringelblumen, Löwenmäulchen, Wicken, Sonnenblumen, Jungfer im Grünen …

Gegen Ende des Monats kommen z.B. noch Kapuzinerkresse, Mittagsblumen und Steinkrauthinzu.

Im Freiland können auch einige Zierpflanzen  gepflanzt werden.
z.B. Hyazinthen, Gladiolen, Tigerlilie, Stauden…
bereitts blühend vom Gärtner des Vertrauens: fleißige Lieschen, Lobelien, Tagetes, Stiefmütterchen, Eisbegonien,

KaiserkronenBBeim Pflanzen im Freiland wird oft in das Pflanzloch frische Blumenerde getan, um der Pflanze etwas Gutes zu tun. Wichtig ist hierbei aber, dass die Gartenerde vom Beet mit der neue Erde sorgfältig gemischt wird. Mit diesem Gemisch kann das Pflanzloch bedenkenlos aufgefüllt werden. Anders kann es dazu führen, dass sich der sogenannte „Blumentopfeffekt“ einstellt. Das bedeutet, dass die Wurzeln der Pflanzen an die gute Blumenerde gewöhnt sind. Wenn sie dann durch Ausbreitung die Gartenerde erreichen, sind die Wurzeln oft nicht in der Lage in die Gartenerde einzudringen und die Pflanze verwurzelt sich nur auf begrenztem Raum. Ihrem unterirdischen Blumentopf….

Im Gewächshaus oder auf der Fensterbank könntest du zur Zeit z.B. diese Zierpflanzen vorziehen:

Buntnesseln, Bartfaden, Elfenspiegel, Stockrosen, Fuchsschwanz, Zinnien, Portulakröschen, Eierbaum, Zierkürbisse, …

Im Staudengarten gibt es auch etwas zu tun. Die frühblühenden Stauden sind nach der Blüte teilbar und können entsprechend verpflanzt werden. Gleiches gilt für die spätblühenden Stauden. Diese vertragen zwar das Pflanzen im Herbst, nicht aber das Teilen.
Hochwchsende Stauden sollten jetzt mit Stützen versehen werden.
Einige zweijährige Stauden lassen sich auch jetzt aussäen. Mit etwas Glück, blühe sie noch im ersten Jahr.

Die Pflanzen aus dem Winterquartier abhärten und stundenweise nach draußen stellen. Über Nacht sollten sie möglichst noch zurückgestellt werden. Vor allem wenn Frost angekündigt ist.

Der Winterschutz von Pflanzen im Garten kann nun entfernt werden.

Um im Sommer weniger kämpfen zu müssen, sollte unerwünschtes Unkraut nun konsequent jede Woche entfernt werden.

Manch einer mag Unkraut im Garten nicht. Meiner Meinung nach lohnt sich aber die Überlegung, Unkraut einfach zu aktzeptieren. Zum einen sind einige unserer „Unkräuter“ durchaus essbar. Zum anderen bedeckt Unkraut mit seinen Blättern den Boden und schützt so mit vor dem Austrockenen des Bodens.
Für mich persönlich ist der Einsatz von Unkrautvernichtern absolut tabu. Aber genausowenig habe ich Lust einen Kampf gegen Windmühlen zu führen. Was bleibt mir also übrig? Ich finde mich damit ab. Momentan entferne ich in zwei Blumenbeeten, der Kräuterschnecke und dem Hochbeet das Unkraut sehr konsequent, inklusive Wurzeln. Auf den anderen Flächen, lasse ich es gewähren und entferne nur zu große Unkrautpflanzen oder jene, die einer meiner Nutz- oder Zierpflanzen zu Leibe rückt.

Wer noch keinen Komposthaufen hat, sollte sich dringend überlegen einen anzulegen. Es gibt keine bessere Erde als die eigene vom Komposthaufen, um den Boden im Garten aufzubessern.
Eine einfache Bauanleitung für einen Komposthaufen gibt es in ein paar Tagen hier.

Wenn schon ein Komposthaufen vom letzten Jahr vorhanden ist, sollte dieser jetzt umgesetzt werden. Das heißt, die oberen Schichten nach unten Schaufeln um den Verottungsprozess zu optimieren.
Im nächsten Jahr gibt es dann frei Haus die beste Gartenerde. 😉

Aucheine Regentonne liefert langfristig einen wertvollen Rohstoff frei Haus. Regenwasser zum Bewässerrn der Pflanzen.
Je nach Platz und Möglichkeit sollten ein oder mehrere möglichst große Regentonnen im Garten nicht fehlen. Im Sommer bietet sich vor allem der Vorteil, dass das Wasser in der Regentonne durch die Sonneneinwirkung und Temperatur angewärmt ist. Mit eiskaltem Grundwasser zu gießen kann für die Pflanzen im Sommer ein Schock sein.

2 Kommentare für “Das Gartenjahr im April

  1. 7. April 2011 at 16:19

    Klasse Tips. LG Inge

  2. 7. April 2011 at 17:08

    Sehr wertvolle Infos zur Gartenarbeit, ganz schön viel zu tun gibt es jetzt plötzlich wo es wärmer wird… erst wartet man ewig bis es endlich wieder los geht und dann muss man sich“ überschlagen“ aber ich liebe es! VG Annette

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.