canis lupus – der Wolf

Der Wolf gilt als Vorfahre unserer heutigen Haushunde.Es gibt eine Menge verschiedener Arten von Wölfen. Sie unterscheiden sich sowohl in Fellfarbe, Größe, Gewicht und auch in ihrem Lebensraum.
Die meisten Wölfe haben eher graues Fell. Es gibt aber auch weiße, cremefarbende, braune, rötliche oder schwarze Wölfe.
Die größten Wölfe aus den Waldzonen Lettlands können bis zu 80kg wiegen, die Kleinsten hingegen bringen es auf rund 20kg. Sie leben im vorderen Orient.

In Deutschland leben (wieder) die graubraunen europäischen Wölfe. Die Rüden erreichen ein Gewicht bis zu 67kg, die Weibchen sind gute 20kg leichter.
Wo die Wölfe sich in Deutschland wieder angesiedelt haben, kann auf dieser Seite vom NABU betrachtet werden.

Wölfe leben in Rudeln. Dabei setzt sich ein Rudel in der Regel aus dem Leitpaar und deren Nachkommen der letzten zwei Jahre zusammen. Man kann sich das Zusammenleben ähnlich einer menschlichen Familie vorstellen.
Die Eltern lehren ihren Kindern das richtige Verhalten. Dieses geschieht mit einer Mischung aus Geduld und Strenge und keinesfalls durch pure Dominanz. Deshalb wäre der Gebrauch der Bezeichnung Alpha-Pärchen auch irreführend. Denn mit „Alpha“ wird in der Regel ein dominant-aggressives Verhalten in Verbindung gebracht.
Die Aufzucht der Welpen, sowie die Jagd wird in einem Rudel gemeinsam durchgeführt. Der Nachwuchs des aktuellen Jahres sind die Welpen, die Jungen des letzten Jahres nennt man Jährlinge.
Die Nachkommen verlassen ihr Rudel etwa im Alter von 2 Jahren (nachdem sie geschlechtsreif sind), um ein eigenes Revier zu finden und ein neues Rudel zu gründen.

Zu den favourisierten Beutetieren der Wölfe gehören Hirsche, Wildschweine und Rehe.Wobei sie sich hauptsächlich auf alte, kranke und schwache Tiere konzentrieren. Somit tragen sie zum biologischem Gleichgewicht bei. Viele Beutetiere wären wahrscheinlich von Jägern geschossen worden, wenn der Wolf sie nicht vorher erlegt hätte.
Der Wolf ist aber kein reiner Fleischfresser. Zum einen verzehrt er seine meist pflanzenfressenden Beutetiere ganz und somit auch die vorverdauten Pflanzenreste in deren Mägen, zum anderen frisst er selbst auch Gräser, Kräuter und Wildfrüchte.

Der gesetzliche Schutz von Wölfen in Deutschland:

Der Wolf ist eine streng geschützte Art nach dem Bundesnaturschutzgesetz bzw. der Bundesarten-
schutzverordnung. Auch andere Naturschutzrichtlinien und Verordnungen schließen den Wolf ein. Somit ist das Jagen dieser Tiere strengstens verboten.

Sind Wölfe gefährlich?

Der Wolf schürt bei einigen Menschen auch Angst. Zum einen vor Angriffen gegen Menschen, zum anderen vor Angriffen gegen Haustiere / Herdentiere.

Angriffe gegen Menschen: Der Wolf ist ein sehr scheues Tier. Den Menschen haben Wölfe über viele Generationen als einen gefährlichen Feind kennen gelernt, weshalb der Wolf den Kontakt von sich aus sogar meidet.
Es ist also relativ unwahrscheinlich, dass sich freilebende Wölfe so sehr an den Menschen gewöhnen, dass sie freiwillig seine körperliche Nähe suchen würden. Was eventuell vorkommen kann, ist dass der Wolf die menschliche Abwesenheit nutzt um auf den Grundstücken der Menschen nach verwertbarer Nahrung (z.B. Abfälle) sucht. (Hierin kann man den Beginn der Domstikation unserer heutigen Haushunde sehen. Aber das ist ein anderes Thema 😉

In einer Reportage wurde neulich ein Versuch gezeigt: Wolfswelpen aus einem Zoo, wurden in ein Wildgehege umgesiedelt und dort von einer wildlebenden Wölfin aufgezogen.
Nachdem sie das Gehege verlassen durften und in absoluter Freiheit lebten, haben sich diese Wölfe für knapp zwei Monate gelegentlich in der Nähe menschlich besiedelter Dörfer aufgehalten. Nach zwei Monaten hatten sie ihre natürliche Scheu vor Menschen wieder erlangt und zeigten sich nicht mehr in deren Nähe.

An dieser Stelle mal ein Zitat aus dem weiter unten verlinkten Focus-Artikel:

Menschen fallen nicht ins Beuteschema der Wölfe, erklärt Homer. Laut Statistik ist es viel wahrscheinlicher, an einer allergischen Reaktion auf Bienen- oder Wespenstiche zu sterben als an einem Wolfsangriff.

Haustiere / Nutztierherden:
Ja, es kommt mal vor, dass ein Wolf ein Herdentier reißt. Aber es macht weniger als 1% seiner Ernährung aus. Es ist also nicht die Regel und außerdem durch einige recht simple Maßnahmen zu verhindern. Ein vernünftiger Zaun und der Einsatz von Herdenschutzhunden sind sinnvoll. Herdenschutzhunde sind übrigens nicht mit Hütehunden zu verwechseln.
Genauere Informationen über die Schutzmöglichkeiten bietet diese Broschüre für Schaf- und Ziegenhalter.

Dokumentation über Wölfe

informative Links zum Thema Wolf:

www.nabu.de  Projekt: Willkommen Wolf!
www.lausitz-wolf.de Freundeskreis freilebender Wölfe
Die Rückkehr fer Beutegreifer interessanter Artikel aus dem FOCUS, mit ausführlicher Info warum der Mensch keine Angst vorm Wolf haben muss

Ein toller Link für Kinder, die sich für Wölfe interessieren: www.wolf-kinderclub.de

Der Wolf ist ein fantastisches Tier. Die Gefahren die von ihm ausgehen (sollen), sind händelbar bzw. faktisch unbegründet. Wer sich ernsthaft mit dieser Tierart auseinander gesetzt hat, wird fest stellen, dass die angeprangerten Gefahren nicht so schlimm sind, wie dargestellt.


Anmerkungen und weitere Fragen zum Thema Wolf sind herzlich willkommen und ich werde sie ggf. in einem weiteren Beitrag über diese Tiere beantworten.

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