Selbstversorgung im November

Vorwort:

Quelle: pixelio.de ; Fotograf: Annamartha

In dieser kleinen Monatsserie, möchte ich festhalten welches Obst und Gemüse, wann ausgesät und geerntet werden kann. Ergänzend dazu werde ich einige jahreszeitliche Vorschläge und Anregungen zusammen tragen. Letztendlich soll diese Serie übersichtlich darstellen, was auf Selbstversorgerbasis in punkto Obst und Gemüse machbar ist.
Für weitere Anregungen und Hinweise bin ich sehr dankbar. Nutzt dafür einfach die Kommentarfunktion.  

Der nahende Winter begrenzt das Ernteangebot im Garten, aber es gibt immer noch einige Gemüse, die du jetzt ernten könntest. Kombiniert mit selbst angelegten Vorräten, kommt hierbei doch ein abwechslungsreiches Angebot auf den Selbstversorgertisch.

Was kann jetzt frisch geerntet werden?

Feldsalat: Auch auf einen frischen, leichten Salat muss man in der kälterwerdenden Jahreszeit nicht verzichten. Feldsalat lässt sich auch jetzt noch ernten.

Fenchel: Schau dir den herrausragenden Teil der Knolle an und schätze, ob der Fenchel ungefähr faustgroß ist. Wenn ja, häufel in mit Erde an. 10-15 Tage später kannst du ihn dann bleich und zart ernten.

Grünkohl: Wenn die Blätter beginnen sich gelb zu färben, ist der Grünkohl erntereif. Aber er sollte durchaus auch schonmal den ein oder anderen Frost vor der Ernte erlebt haben. Dadurch erlangt er sein volles Aroma.

Haferwurzel: Die Pflanze selbst wird bis zu 1m hoch, aber am interessantesten für die Selbstversorgung ist die Wurzel. Sie sieht aus wie eine gebleichte Karotte und kann den ganzen Winter über geerntet werden.

Knollensellerie: Im November solltest du die letzten Sellerieknollen ernten. Bevor du sie aber im Keller einlagerst, lass sie zum Troknen besser einen Tag auf dem Beet liegen.

Quelle: pixelio.de Fotograf: Knipsermann

Rosenkohl: Soll am besten innerhalb der ersten 12 Stunden nach der Ernte schmecken. Na so eine nahtlose Kette von der Pflanze auf den Teller bekommt wohl kaum ein gewerblicher Anbieter hin. Da lob ich mir die Selbstverorgung!

Porree: Wenn du den Boden auf dem dein Porree steht, kannst du während des Winters leichter ernten.

Petersilie: Nun gut, ich habe vor lauter Wintervorbereitungswahn unsere Petersilie in einen Kübel umgepflanzt und in die Wohnung geholt. Aber Petersilie ist winterhart und man kann ihre Blätter auch bei Frost ernten.

Quelle: pixelio.de , Fotograf: Stihl024

Topinambur: Auch Erdbrine oder Diabetikerkartoffel genannt. Topinamburknollen verlieren nach der Ernte schnell Wasser und werden daher in Torf eingelagert. Topinambur ist sehr nahrhaft und kann sowohl in Salaten, als auch als Hauptgericht oder Suppe verarbeitet werden.
Man kann Topinambur übrigens auch in einem großen Kübel anbauen. Das hat gleichzeitig den Vorteil, dass er sich nicht unkontrolliert ausbreiten kann. Mit seinen Rhizomen verhält es sich nämlich wie beim Bambus. Entweder begrenzt du seinen Lebensraum mit Hilfe von Wurzelsperren oder regelmäßigem Abstechen der Ausläufe.

 
Was kann jetzt gepflanzt werden?

Solange es noch keinen Frost gibt, kannst du jetzt neues Spalierobst oder Beerensträucher, wie Himbeere, rote und schwarze Johannisbeeren pflanzen.

Besonders interessant finde ich zu dieser Zeit Chicoree
Du kannst jetzt im November die Knollen ausgraben, sie sollten mindestens 3cm Durchmesser haben sein. Kürze die Blätter auf ungefähr 1cm über dem Wurzelhals ab. Die Wurzel selbst kürzt du auf 15-20cm.
So vorbereitet stellst du die Knollen in einen Karton oder eine kleine Wanne. Bis kurz unter dem Wurzelhals der Knollen füllst du den Behälter mit feiner Komposterde auf. Den Rest der Knolle bedeckst du mit Torf. nach vier bis sechs Wochen kannst du die jungen Blätter ernten. Für eine dauerhafte Ernte über den Winter kannst du in Abständen von zwei bis drei Wochen weitere Chcoreeknollen auf diee Art pflanzen.

4 comments for “Selbstversorgung im November

  1. Avatar
    Anonymous
    3. November 2010 at 03:30

    sehr interessanter Bericht :-).. da kann man noch viel dazu lernen :-))..vielen Dank !
    noldi

  2. Avatar
    3. November 2010 at 18:56

    Das ist eine schöne Idee von dir! Da werde ich doch immer mal vorbei schauen und vielleicht hab ich noch den einen oder andern Tipp :o)

    Übrigens finde ich die geschalteten Werbungen auf eurer Seite gut – da klick ich doch immer mal wieder rein ;o)
    LG Hedwig

  3. Avatar
    5. November 2010 at 10:19

    Freut mich sehr, dass euch die Serie gefällt. Für ergänzende Tipps sind wir immer offen. Wollen und müssen ja auch noch vieles selbst lernen.

    LG Annika

  4. Avatar
    Anonymous
    20. November 2010 at 17:47

    Heuer entdeckt habe Ich „Grün im Schnee“, einen japanischen Blattsenfkohl, der nacht seinen Namen alle Ehre, ist super im Salat oder als Gemüse gedünstet und sehr wüchsig, er macht wunderschöne Blattrosetten.

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