Ziehen wir mal Bilanz…

Das Jahr 2010 zähle ich einfach mal als DAS Jahr Nummer 1 in punkto Selbstversorgung für uns. Klar, vorher hatten wir auch schon mal Tomaten auf dem Balkon und Kräuter auf der Küchenfensterbank.
Aber so richtig losgelegt, dass wir zeitweise einzelne Produkte nicht mehr dazukaufen mussten, das war in diesem Jahr. Einiges ist noch draußen im Garten zu ernten. Aber da rechnen wir nicht mehr mit allzu großen Erträgen.

Im Folgenden kannst du eine Liste sehen, die Auskunft gibt, über dass was unser Garten in diesem Jahr hervor brachte.

In diesem Jahr gar nicht zugekauft:
  • Brombeeren – Die kaufen wir eigentlich selten bis nie zu, wegen der Frische und Lagerung. Da verzichte ich meistens lieber. Aber in diesem Jahr standen Brombeeren doch ein paar Mal auf der Speisekarte. Gesponsert von Mutter Natur, genug zum Naschen für zwischendurch und einen leckeren Kuchen. Sollten wir zukünftig nahe unseres Gartens / Hauses wilde Brombeeren haben, werden wir uns den Platz im Garten vermutlich sparen. Ansonsten würden wahrscheinlich ein bis zwei Büsche als Hecke gepflanzt werden.
  • Kirschen – Nicht aus dem eigenen Garten, aber von einem wild wachsenden Kirschbaum wurden wir dieses Jahr mit herrlich süßen und knackigen Kirschen verwöhnt. Lecker!
  • Kürbis – Eine Hokaido-Kürbispflanze haben wir dieses Jahr gehabt. Zugekauft aus dem Baumarkt. Die Pflanze hat sich prächitg entwickelt und wir waren etwas erschrocken, wie viel Platz eine Kürbespflanze sich erobern kann. 5 Kürbisse haben wir zwar nur geerntet, aber das war für’s erste ausreichend. Trotzdem überlegen wir uns, im nächsten Jahr eine zwei Pflanzen in unserem Garten anzusiedeln. Wir sind auf den Kürbisgeschmack gekommen und ich könnte mir durchaus vorstellen, im nächsten Jahr auf verschiedene Weise Vorräte anzulegen.
  • Pflaumen – Gut, die kamen nicht vom eigenen Baum, sondern von den Nachbarn. Aber wir haben sage und schreibe 10kg geerntet und dass an einem kleinen Teil des Baumes. Unglaublich. Also solange ein Baum trägt, reicht auch ein Baum.
  • Rote Beete – Davon haben wir drei Saatbänder a 1m im Garten ausgesät. Die rote Beete ist auch gut gewachsen, aber auf den Saatbändern, war der Abstand der Samen nicht groß genug. Zum Teil wuchsen die Beete zu dicht nebeneinander, weshalb sie kleiner ausfielen.
    Das Gemüse ist wirklich lecker. Mit insgesamt 3m Saatreihe ist der Ertrag für uns ausreichend. Ich denke, dass wir für den persönlichen Bedarf bei dieser Saatmenge bleiben. Da wir in den Blättern der roten Beete unseren persönlichen „Lieblingsspinat“ entdeckt haben, sind wir auch in der Hinsicht ganz gut versorgt gewesen.
  • Zucchini – Die Samen haben wir in Töpfen im März ausgesät. Die Pflanzen schossen aber so schnell aus der Erde, dass wir sie früher als empfohlen ins Freiland pflanzten. Scheinbar haben die zarten Pflanzen aber alles ganz gut verkraftet. Denn an Zucchinis hat es uns in diesem Jahr nicht gefehlt. Eher im Gegenteil. Dieses Jahr hatten wir 6(!) Zucchinipflanzen im Garten. Das war eindeutig zuviel. Die Anzahl der Pflanzen werden wir wohl auf 2-3 reduzieren.
  • Zuckermais – Den wird es im nächsten Jahr auf jeden Fall reichlicher in unserem Garten geben. Dieses Mal nur ausprobiert und 4 Kolben geerntet. Aber zukaufen würde ich Mais nicht. Andreas mag eigentlich gar keinen Mais. Beim zögerlichen Probieren kam dann folgende Reaktion: „Mmmm…. Das ist Mais? Lecker!“ Wieviel Mais wir genau anpflanzen werden, da sind wir uns noch nicht sicher.
In diesem Jahr nur teilweise aus dem Garten:
  • Äpfel – Davon stehen einige Bäume im Garten. 6 Kleinerer und ein ausgewachsener. Trotz schöner Blüten im Frühling, war mit der Ernte in diesem Jahr nicht viel anzufangen. Das Wetter war wohl zu feucht, denn viele Äpfel sind vor der Reife am Baum verfault. Aber immerhin 3-4 Kilo  konnten wir genießen.
  • Gurken – In unserem Garten hatten wir eine zugekaufte Snackgurken-Pflanze. Snack-Gurken sind im Grunde nichts anderes als Salatgurken, erreichen aber nur eine Länge von 10-15cm und einen Durchmesser von ca. 2cm. Solange die Minigurken Früchte trugen, mussten wir keine Gurken dazu kaufen. Und das bei nur einer Pflanze. Trotzdem: Nächstes Jahr sollten es mehr Gurken werden. Vielleicht eine zweite Sorte? Etwas zum sauer einlegen?
  • Kräuter – Mit einigen Kräutern haben wir uns in diesem Jahr durchaus schon vollständig selbst versorgt. Zum Beispiel: Thymian, Rosmarin, Bohnenkraut, Basilikum, Minze, Zitronenmelisse… Kein Vergleich zu getrockneten, gekauften Kräutertütchen.
  • Salat –In punkto Salat gab es jede Menge Kopfsalat und eine total leckere Gewürzsalatmischung. Das waren verschiedene, scharfe Salatsorten wie z.B. Rucola. Auch wenn der Anbau von Salat jetzt vielleicht noch funktionieren könnte, haben wir derzeit keinen Salat mehr im Garten und wie ich uns kenne, werden wir auch im Winter gelegentlich mal Rucola & Co essen wollen. Also: zukaufen. Asche auf mein Haupt!
  • Tomaten – Leider ereilte unsere Tomatenpflanzen die Kraut- und Braunfäule und wir als Gartenneulinge haben zu spät reagiert. Ansonsten hätten wir mit unseren 12 Pflanzen einer Sorte (muss ich noch mal nachschauen, kleinere, rote…) plus drei Pflanzen mit gelben Tomaten zeitweise zuviel gehabt. Lecker waren die selbst geernteten Tomaten allemal. Im nächsten Jahr werden wir die Menge der Tomatenpflanzen wohl beibehalten, aber verschiedene Sorten wählen. Damit es über einen längeren Zeitraum etwas zu ernten gibt.
Entstandene Vorräte:
  • Apfel-Zucchini-Marmelade Rezept
  • Johannisbeergelee
  • Grüne Tomatenkonfitüre Rezept
  • Pflaumenmus Rezept
  • Zucchinipuffer Rezept
  • Kräutertee Da haben wir uns verschiedene Mischungen zusammengestellt aus getrockneten Kräutern wie Salbei, Minze, Zitronenmelisse, Kamille & Hopfen. Außerdem ergänzen wir die Tees gerne mit frischem Ingwer (okay, gekauft…).
  • Getrocknete Gewürze – Liebstöckel, Rosmarin, Thymian und Oregano, sowie Chayenne-Paprikas haben wir als Vorrat getrocknet.
  • Noch im Garten: Poree, Topinambur, Sellerie, Rosenkohl, rote Beete und ein paar Möhren.
Einige andere Gemüsesorten im Garten waren noch Blumenkohl, Kohlrabi, Mangold und Spinat. Der Erfolg ließ aus verschiedenen Gründen zu wünschen übrig. Der Blumenkohl war sehr lecker, aber winzig und unförmig. Von 12 Setzlingen sind gerade mal vier Stück überhaupt etwas geworden. Beim Kohlrabi ähnliches Ergebnis: 12 Setzlinge, völlig unförmig und auch nur vier mal was ernten können. Spinat fanden wir irgendwie nicht so toll. Da schmecken die Blätter der roten Beete einfach besser. Gleiches gilt für uns bei Mangold. Aber da sieht die Pflanze selbst wenigstens schön aus. Gerade jetzt im Herbstlicht.
Fazit bis jetzt:
Für das erste Jahr sind wir sehr zufrieden. Wir sind ziemlich unvermittelt an den Garten gekommen und haben allerlei ausprobiert. Dabei haben wir wenig geplant bzw. viele Pläne immer wieder geändert.
Wir werden die Ansätze unserer Selbstversorgung beibehalten und versuchen auszubauen.

1 comment for “Ziehen wir mal Bilanz…

  1. 25. Oktober 2010 at 11:52

    Oh da habt ihr ja schon richtig gut geerntet und auch verarbeitet….auch wir haben das Ziel uns immer mehr selbst zu versorgen – das ist ein ganz wichtiger Bestandteil für unser neues Landleben….vielleicht kann man sich ja dann über das eine oder andere austauschen – wir haben in diesem Jahr 14 Obststräucher gepflanzt…und in Kürze sollen 10 Obstbäume als kleine Streuobstwiese eingepflanzt werden….- ich finde es richtig Klasse das man nicht allein ist mit der Idee der Selbstversorgung und ich bin gespannt welche Köstlichkeiten im nächsten Jahr in eurem Garten wachsen :o)

    Liebe Grüße aus dem Norden
    Hedwig

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