Kräuter – so vielseitig

Kräuter sind doch echt was Herrliches.  Sie schmecken und riechen gut und die meisten sehen auch ganz schön aus. Nicht zu vergessen, die gesunden Inhaltsstoffe.
Wir benutzen unsere Kräuter derzeit um Speisen zu würzen und Tee zu kochen. Wobei wir da auch versuchen nicht nur auf den Geschmack, sondern auch die Inhaltsstoffe und deren Wirkung zu achten. Salbei-Ingwer-Tee bei Husten, Kamillentee bei Magenschmerzen oder Hopfen-Zitronenmelisse am Abend zur guten Nacht.

Eigene Kräuter haben wir eigentlich immer schon gehabt und wenn’s nur ein paar Töpfe auf der Fensterbank waren. In diesem Jahr konnten wir uns mal ein bisschen mehr austoben.
Unsere persönlichen Erfahrungen in diesem Jahr
Basilikum: Im Gegensatz zur Fensterbank, ist der Basilkum im Garten richtig groß geworden und hatte feste, knackige Blätter. Den Basilkum haben wir zum Würzen von Speisen benutzt, aber auch – dank der knackigen Blätter – zwischendurch im Garten genascht.
Um länger was vom Basilkum zu haben – sprch im Winter – haben wir eine ordentliche Menge eingefroren. Das Aroma hält sich bei Basilkum so besser, als beim Trocknen. Wobei Basilikum frisch einfach unschlagbar ist.
Das Umpflanzen vom Freiland in den Topf fand der Basilikum gar nicht lustig. Hat nur wenige Tage gedauert, bis er in unserer Wohnung sang und klanglos eingegangen ist.

Bohnenkraut: Das Bohnenkraut hatte den strengen Winter überlebt und war noch vom Vorbesitzer des Gartens übrig geblieben. Ich weiß nicht genau, welche Sorte das Bohnenkraut ist. Aber es ist besonders aromatisch. Damit wir auch im Winter etwas davon haben, habe ich das Bohnenkraut getrocknet. Das hat ganz gut geklappt. Eine kleine Pflanze ist außerdem vor dem Küchenfenster in einem Blumenkasten mit eingepflanzt. Mal sehen, in wie weit uns das im Winter über die Runden hilft.

Dill: Hmmm… Der Dill ist bei uns nicht wirklich was geworden. Wir haben beim Dill ein Saatband ausbrobiert. Aber auf dem gesamten Meter sind nur drei Stengel gewachsen. Aber das schreibe ich mal nicht dem Dill, als solchen vor. Wahrscheinlich ist er einfach während der Keimzeit kurzzeitig ausgetrocknet. Schade, ich mag Dill sehr gerne und hatte mich schon sehr darauf gefreut. Naja, im nächsten Gartenjahr gibt es da auf jeden Fall einen neuen Versuch.
Lavendel: Wir haben eine Lavendelpflanze in einem Kübel gehabt, der an unserer Veranda stand. Ich mag den Geruch von Lavendel so gerne. Außerdem sind die Blüten sehr hübsch. Großartig verwendet haben wir den Lavendel leider gar nicht. Ein bisschen für Tee. Aber eigentlich wollte ich unbedingt eigene Seife damit herstellen.
Liebstöckl: Davon haben wir etliche Wurzeln im März im ganzen Garten ausgegraben. Einige haben wir wieder eingepflanzt. Verwendung findet der Liebstöckl vor allem in Suppen. Heißt ja auch nicht umsonst Maggi-Kraut.
Um im Winter etwas vom Liebstöckel zu haben, werden wir den Liebstöckel zusammen mit etwas Möhre, Poree und Petersilie fein hacken und in kleine Portionsbeutel geben. So bekommen auch die Wintersuppen ihren Feinschliff.
Marokkanische Minze: Unschlagbar als Erfrischungsgetränk im Sommer und mindestens genauso lecker als wärmender Tee im Herbst und Winter. Bereits im letzten Jahr hatten wir auf dem Wochenmarkt eine Pflanze gekauft. Diese habe ich vor das Küchenfenster in den Innenhof gepflanzt. Wahnbsinn was da in diesem Frühjar wieder ausgetrieben ist!
Genug um den Strauch mehrfach zu teilen und ebenfalls in unseren Kleingarten mit einzuquatieren.
Erstmals haben wir auch Speisen mit Minze gewürzt. Z.B Gurkensalat oder eine Joghurtsoße zu Zucchini-Hackpfanne.
Oregano: Einen kleinen Strauch haben wir von unserer Nachbarin geschenkt bekommen und außerdem haben wir auch selbst ausgesät. Beide Pflanzen haben sich im Laufe des Jahres gut entwickelt und ihre Dienste geleistet. Zum Würzen von Speisen ist Oregano echt was Feines.
Das Trocknen hat irgendwie nicht geklappt. Das ganze hatte nicht mehr nach Oregano gerochen, sondern nach Heu.
Petersilie: Dieses Jahr zum ersten Mal selbst ausgeät. Da war vielleicht Geduld gefragt. Langsamer sind nur Karotten und Knollensellerie gekeimt. Als wir dann endlich die Petersilie ins Freiland gepflanzt haben, hat sie über beinahe den ganzen Sommer ziemlich geschwächelt. Das mag an der Hitze gelegen haben und der Tatsache, dass wir nicht immer regelmäßig gegossen haben. Ab Anfang August hat sie sich dann aber berappelt und ist kräftig und geschmackvoll gewachsen.
Ob das Umpflanzen vom Freiland zurück in einen Topf so sinnvoll war, wird sich zeigen. Habe gestern erst gelesen, dass Petersilie winterfest sein soll und man selbst bei Frost die Blätter ernten kann.

Rosmarin: Also Rosmarin und ich – wir stehen doch ein bisschen auf Kriegsfuß. In Töpfen in der Wohnung hat Rosmarin bei uns nie sehr lange gehalten. In diesem Jahr kamen wir immerhin mit einer Pflanze aus. Im Garten fühlte sich der Rosmarin sichtlich wohler. Von der angepriesenen 1m-Wuchshöhe haben wir allerdings nichts gesehen…
Der Rosmarin ist in seiner oberen Hälfte zwar weiter schön grün gewachsen und die Ernte hat auch ausgereicht. Aber die untere Hälfte sieht aus wie ein zweijähriger Weihnachtsbaum – nur ohne Schmuck.
Salbei: Leckerer Salbeitee… Um den aus eigener Herstellung trinken zu können, kam die Salbeipflanze zu uns in den Garten. Wir haben auch das ein oder andere Essen mit Salbei gewürzt. Die Hauptverwendung ist bei uns jedoch ganz eindeutig der Tee.
Den Salbei hab ich für den Winter aus dem Freiland in einen Topf gepflanzt, der jetzt in unserer Küche steht. Funktioniert wunderbar, der Salbei wächst ganz munter weiter.
Thymian: Damit haben wir hauptsächlich Speisen gewürzt, aber vor ein paar Tagen hab ich den Thymian auch mal mit in die Teemischung getan. Das war vielleicht lecker!
Auch den Thymian habe ich aus dem Freiland in einen Topf umgepflanzt und siehe da: Draußen hatte er bereits angefangen zu schwächeln und in unserer Küche schießen lauter neue Triebe und Blättchn aus der Pflanze.
Zitronenmelisse: Unverzichtbar in Kombination mit dem Minze! Und zwar einen Tee von beiden kochen, abkühlen lassen und am besten Eiswürfel rein. So simpel und so gut! Zitronenmelisse mag ich wegen ihrem Geruch auch so gern. Wenn ich im Garten an der Zitronenmelisse vorbei komme, streiche ich jedesmal mit der Hand über den Strauch und schon verbreitet sich dieser herrliche Geruch nach frischen Zitronen.
Eine Pflanze hatte ich im vergangenem Jahr mit in den Innenhof gepflanzt. Damit hatte ich aber nicht gerechent: In diesem Jahr war bereits das halbe Beet mit lauter jungen Zitronenmelissepflänzchen bevölkert.

So, das war mal ein kleiner Überblick unserer Kräutererfahrungen in diesem Jahr. Nächstes Jahr geht es auf jeden Fall weiter. So einfach Selbstversorgerküche manchmal sein mag, frische Kräuter bringen so viel Pfiff an die simpelsten Speisen. Unverzichtbar!

Ach so! Unsere ersten Wildkräutererfahrungen hatten wir ja auch. Hopfen. Davon einen Tee gekocht und man kann besser schlafen. So war das bei uns jedenfalls.
Johanniskraut gab es noch in Massen auf der Wiese hinter unseren Gärten. So wirklich verwendet haben wir es aber nicht. Habe die Blüten gesammelt und getrocknet und wusste dann nicht so recht etwas damit anzufangen. Geschmacklich fand ich das jedenfalls nicht so interessant.
Kamille haben wir auch gefunden. Aber die war sehr spärlich auf der Wiese angesiedelt. Da haben wir uns auf dem Wochenmarkt getrocknete Kamille für Tee gekauft.

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