Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)

Auch wenn der Sommer zu Neige geht, in der freien Natur und auch in den Gärten blühen auch jetzt noch neue Blumen auf.
In unserem Garten habe ich ein paar Herbstzeitlose entdeckt. Bisher kannte ich sie noch nicht und habe mich im ersten Moment gewundert, warum die Krokusse Anfang September in meinem Garten blühen.

Natürlich habe ich gleich ein paar Fotos gemacht und nachgeforscht um was es sich da genau handelt.

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Die Herbstzeitlosen blühen ab Ende August bis in den November. Es handelt sich um eine mehrjährige Staude.
Aber Vorsicht Diese Pflanze ist stark giftig! Nicht umsonst kennt man die Herbstzeitlosen auch unter den Namen Giftkrokus, Hennengift oder Teufelsbrot.

Herbstzeitlose haben ein abnormes Wachstumsverhalten. Die Frucht dieser Pflanze reift im Sommer vor der Blütezeit.

Die Blüten sind meist hell, fliederfarbend und haben 6 Blütenblätter. Die Herbstzeitlosen tragen zu dieser Jahreszeit aber keine Laubblätter.
Im (2.) Frühling umhüllen drei fast bodenständige Blätter eine aus dem Stengel entstehnde Frucht.
Noch mal vorsicht: Denn diese Blätter könnten mit Bärlauch verwechselt werden!
Verbreitet ist diese Pflanze in Europa und kommt dort stellenweise in Massen vor. In Nordeuropa sucht man sie meistens vergebens. Sie liebt die Sonne, sowie kalkhaltige, feuchte Böden mit viel Nährstoffen.Ihr bevorzugter Standort sind Weiden und Wiesen.
Die Samen der Herbstzeitlosen entwickeln sich in Form einer Kapsel aus den Blüten. Das Vermehren der Pflanze durch Samen ist möglich, dauert aber bis zu 18 Monate. Deshalb ist es einfacher Knollen zu stecken.
In der Medizin findet die Herbstzeitlose ihre Verwendung, indem man aus all ihren Pflanzenteilen das giftige Alkaloid Colchicin gewinnen kann. Colchicin wird bei Tumoren, Leukemie, Gicht, Rheuma und Nervenkrankheiten eingesetzt. Es hemmt Entzündungen, sowie das Wachstum von Zellen.

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